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wiki:kuenstler_unterwegs

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Künstler unterwegs

'Artist' bezeichnet im Deutschen einen darstellenden Künstler, jedoch besonders im Hinblick auf Akrobatik, Circus- oder Variété-Darstellungen.

Dagegen ist 'artist' im Englischen ein Generikum für alle Künstler, jedoch besonders im Hinblick auf Bildende Künstler (visual arts), während 'Artisten' im deutschen Sinne als 'performer' oder 'acrobat' bezeichnet werden.
Das französische 'artiste' ist ebenfalls ein Generikum, wird jedoch besonders für Musik, Theater und Film verwendet, während 'Artisten' im deutschen Sinne als 'artiste de cirque', 'acrobate' oder 'circassien' bezeichnet werden.

Das Englische 'artisan' bezeichnet einen Kunsthandwerker (eine Manufaktur im Unterschied zu industrieller Massenproduktion), der 'tramping artisan' bezeichnet Wandergesellen oder Kunsthandwerker Arbeitssuche, der als 'itinerant craftsman' zum Wanderhandwerker ohne ästhetischen Anspruch wird.

Architekten unterwegs
Musiker unterwegs
Expeditionsmaler
Synopse zur Kunst unterwegs
→ Künstlerreise (Wortfeld & Ausstellungen)

Fahrendes Volk, Gesellen, Künstler

Die »Künstlerreise« findet sich zuerst als spöttische Metapher für Handwerker, die reisend ihre Künste anbieten müssen (→ Liste der Wanderarbeiter), um Arbeit zu finden 1) und »der zerprügelt, hungrig, lahm/ von seiner Künstlerreise kam« (Campe), wenn er nicht zum Künstler-Vaganten wurde (Gaukler, Goliarden, Ioculator, Spielleute), Wanderpoet war oder unterwegs mit dem Thespiskarren.

Der Künstler auf der Gesellenwanderung von Meister zu Meister beschreibt eine andere Wirklichkeit, doch ist dieser vielmehr ein Handwerkerkünstler (→ Ausstellung 1981 Fahrendes Volk: Spielleute, Schausteller, Artisten) auf der beschwerlichen Wanderung durch die Unbilden der Natur.

  • Hartmut Bockmann
    Spielleute und Gaukler in den Rechnungen des Deutschordens-Hochmeisters.
    In: Detlef Altenburg, Jörg Jarnut, Hans-Hugo Steinhoff(Hg.), Feste und Feiern im Mittelalter. Paderborner Symposion des Mediävistenverbandes, Sigmaringen 1991, S. 217−227.
  • Franz Fromholzer, Jörg Wesche, Julia Amslinger
    Lose Leute: Figuren, Schauplätze und Künste des Vaganten in der Frühen Neuzeit.
    W. Fink 2019. DOI, darin u.a.
    • Gerhard Ammerer
      Die ,Komödien' des Marktplatzes. Kleinkünstler und deren Darbietungen im ausgehenden Ancien Régime
    • Michael Heinemann
      Lose Musiker
  • Klunkert, Gabriele
    Schaustellungen und Volksbelustigungen auf Leipziger Messen des 19. Jahrhunderts
    Eine wirtschafts- und sozialgeschichtliche Untersuchung. Zugl.: Chemnitz, Techn. Univ., Diss., 2009 567 S. Göttingen 2010: Cuvillier. Inhalt
  • Stefan Möller
    Zu Darstellungen von Gauklern und anderen fahrenden Spielleuten in einem Album des Huang Shen.
    Monumenta Serica, 49.1 (2001) 367-389, DOI
  • Ramey, Lynn Tarte
    Minstrels and other itinerant performers as travelers.
    S. 401-402 in: Friedman, John Block; Mossler, Kristen (Hg.): Trade, travel, and exploration in the Middle Ages: an encyclopedia. New York 2000
  • Antonie Schreier-Hornung
    Spielleute, Fahrende, Aussenseiter : Künstler der mittelalterlichen Welt.
    Diss. Univ. Zürich, VII, 224 S. (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik, 328) Göppingen 1981: Kümmerle. Inhalt [Spielmann, Spielleute, joculator]

Der Künstler reist

»Das Reisen«, sagte er zu sich selber, »ist ein herrlicher Zustand, diese 
Freiheit der Natur, diese Regsamkeit aller Kreaturen, der reine weite Himmel 
und der Menschengeist, der alles dies zusammenfassen und in einen Gedanken 
zusammenstellen kann: O glücklich ist der, der bald die enge Heimat verläßt, 
um wie der Vogel seinen Fittich zu prüfen und sich auf unbekannten, schöneren 
Zweigen zu schaukeln. Welche Welten entwickeln sich im Gemüte, wenn die 
freie Natur umher mit kühner Sprache in uns hineinredet, wenn jeder ihrer 
Töne unser Herz trifft und alle Empfindungen zugleich anrührt. Ja, ich glaube, 
daß ich einst ein guter Maler sein werde, da mein ganzer Sinn sich so der 
Kunst zuwendet, da ich keinen andern Wunsch habe, da ich gern 
alles übrige in dieser Welt aufgeben mag.
 
 Ludwig Tieck (1773 - 1853) Franz Sternbalds Wanderungen, 3. Kapitel

Der Topos der Künstlerreise (engl. itinerant artist, frz. artiste itinérant, ital. artista itinerante) scheint im Alltag vertraut und weckt ein Vorverständnis, das zwar nicht erklärt werden muss, jedoch vielfältig interpretierbar (→ Die Reise als des Künstlers Muse, → Ausstellungsliste Künstlerreisen) und zudem vor dem 19. Jahrhundert nicht als eigene Reiseform nachweisbar ist. Als Protagonist wird meist Albrecht Dürer (1471— 1521) herangezogen. Das romantische Stereotyp begründeten:

  • Johann Wolfgang von Goethe [1749-1832]
    Wilhelm Meisters Lehrjahre 1795/96
    Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Entsagenden 1821/29
  • Ludwig Tieck
    Franz Sternbalds Wanderungen
    1798 (Handlungszeit ab 1520) Berlin 1798: Unger. Deutsches Textarchiv 1 2
  • Wackenroder, Wilhelm Heinrich
    Ehrengedächtniß unsers ehrwürdigen Ahnherrn Albrecht Dürers
    von einem kunstliebenden Klosterbruder

    Ein Aufsatz aus dem Journal Deutschland VII. Stück. pag. 59-73; nebst einer vorausgeschickten kurzen Erzehlung der wichtigsten Umstände, aus den Leben dieses vaterländischen Künstlers. Nürnberg 1797: [s.n.]
Das Reisen, sagte Faber, ist dem Leben vergleichbar. Das Leben der meisten ist eine
immerwährende Geschäftsreise vom Buttermarkt zum Käsemarkt; das Leben der Poetischen
dagegen ein freies, unendliches Reisen nach dem Himmelreich. 
Leontin, dessen Widerspruchsgeist Faber jederzeit unwiderstehlich anregte, 
sagte darauf: Diese reisenden Poetischen sind wieder den Paradiesvögeln zu vergleichen, 
von denen man fälschlich glaubt, daß sie keine Füße haben. Sie müssen doch auch 
herunter und in Wirtshäusern einkehren und Vettern und Basen besuchen, und, 
was sie sich auch für Zeug einbilden, das Fräulein auf dem lichten Schlosse 
ist doch nur ein dummes, höchstens verliebtes Ding, das die Liebe mit ihrem bißchen 
brennbaren Stoffe eine Weile in die Lüfte treibt, um dann desto jämmerlicher, 
wie ein ausgeblasener Dudelsack, wieder zur Erde zu fallen; auf der alten, schönen, 
trotzigen Burg findet sich auch am Ende nur noch ein kahler Landkavalier usw. 
Alles ist Einbildung.

Joseph von Eichendorff (1788 - 1857), Ahnung und Gegenwart (1815), Kapitel 5

Die Ziele der Künstlerreise sind Italien und das Mittelmeer, Griechenland, Orient, Japansehnsucht im 19. Jahrhundert, Tunesien … Ein sehr differenzierte Betrachtung des Themas breitet Claudia Caesar aus und betont, dass sich noch niemand in der Breite mit diesem Thema beschäftigt habe, wenngleich die Arbeiten zu Detailaspekten Legion seien:

  • Caesar, Claudia C.
    Der „Wanderkünstler“: ein kunsthistorischer Mythos.
    Diss. Universität Kassel, 2006. Berlin 2012: LIT Verlag. 522 S. Inhalt:
    • „Wanderkünstler“ : der Begriff
    • Der „Wanderkünstler“ der Kunsthistoriker
    • „Wanderkünstler“ : Fallstudien
    • „Wanderkünstler“ heute
    • Index wandernder Künstler

Die dargestellte Reise

Voyage pittoresque

  • Joseph Beuys, 1921–1986,
    nannte seine letzte Installation Palazzo regale (1985). Sie bestand aus zwei Vitrinen, die unter anderem einem abgetragenen Luchsmantel enthielten, einen alten graugrünen Rucksack, zwei Stöcke aus Kupfer, drei eingetrocknete Schinkenscheiben und Speck.
  • Bruno Catalano, 1960−
    Les Voyageurs
    Ausstellung übergroßer Bronzefiguren in Marseille 2013; Ausstellung in Caorle 28.04.−30.10.2026
  • Olafur Eliasson schuf mit Günther Vogt
    The Mediated Motion im Kunsthaus Bregenz 2001
  • Caspar David Friedrich, 1744−1840
    Der Wanderer über dem Nebelmeer, 1818
  • Duane Hanson, 1925–1996,
    Tourists 1970; Tourists II 1988, Traveller 1988 als hyperrealistische Skulpturen
  • David Hockney, 1937−2026
    Mulholland Drive: The Road to the Studio, 1980
    Pearblossom Highway 1986
  • Edward Hopper, 1882–1967
    Hotel Lobby, 1943
    Hotel by a Railroad, 1952
    Compartment C, Car 293, 1938
  • Bouchra Khalili, 1975−
    The Mapping Journey Project, 2008–2011
    Teil der Ausstellung Citizens and Borders im MoMA, New York, 09.04.−10.10.2016
  • Richard Long, 1945−
    erzeugte Land Art durch Gehen in der Natur: A Line Made by Walking 1967
    Walking a Line in Peru 1972
    A Line and Tracks in Bolivia 1981
    A Line in Nepal 1983
  • René Magritte, 1898−1967
    La lunette d’approche, 1963, ein surrealistisches Ölgemälde

Im Auftrag als Maler unterwegs

Maler wirkten im Spektrum zwischen (Zunft-)handwerker und (Hof-)künstler.
Dekorationsmaler gab es bereits in der Antike, aber im christlichen Europa entstanden im Mittelalter mit zehntausenden Kapellen, Kirchen, Klöstern … Baustellen allerorten, die nur reisend erreichbar waren.

Maler als Begleiter von Gesandtschaften lassen sich seit dem frühen 15. Jahrhundert nachweisen. Der Hofmaler Jan van Eyck (1390) war für Herzog Philipp von Burgund 1425, 1428/29 und 1436 „auf langen und geheimen Reisen“ unterwegs. Dass dies auch bildhafte Spuren hinterließ, darf man vermuten, ist aber nicht belegbar. Als erster Künstler nördlich der Alpen signierte und datierte er seine Werke.

Kartenzeichner bewegen sich zwischen Kunst und Handwerk, Geographen beschränken sich auf das Eindeutige, Künstler gewähren der Phantasie die Macht über den Strich.

Die Marinemalerei als Genre entstand im 16. Jahrhundert und setzt einen seereisenden Maler voraus.

  • Scholl, L. U.
    Marinemalerei am Deutschen Schiffahrtsmuseum: ein Überblick über 30 Jahre Forschung.
    Deutsches Schiffahrtsarchiv, 25 (2002) 363-382. Online

Seit dem 18. Jahrhundert hat sich die Figur des Expeditionsmalers ausdifferenziert, dessen Hauptfunktion die Dokumentation im Rahmen der Expeditionsziele ist.

  • Denk, Claudia; Strobl, Andreas (Hgg.)
    Landschaftsmalerei, eine Reisekunst? Mobilität und Naturerfahrung im 19. Jahrhundert.
    Herausgegeben für die Christoph Heilmann Stiftung an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München. Berlin 2017.

Maler als Begleiter von Reisenden

Zeitleiste der Expeditionsmaler

  • 1479-80 folgte Gentile Bellini einer Einladung Mohammeds II. nach Konstantinopel
  • 1483 begleitete Erhard Reeuwich („eyn gůter maler“) den Pilger Bernhard Breydenbach ins Heilige Land
    • Frederike Timm
      Der Palästina-Pilgerbericht des Bernhard von Breidenbach und die Holzschnitte Erhard Reuwichs : die Peregrinatio in terram sanctam (1486) als Propagandainstrument im Mantel der gelehrten Pilgerschrift.
      Diss. Universität Hamburg 2003/2004. VI, 621 Seiten, zahlreiche Illustrationen, Karten. Stuttgart 2006: Hauswedell. Inhalt
  • 1508 Hans Burgkmair (1473–1531) illustrierte den Reisebericht von Balthasar Sprenger 1508 2) und 1509 und bestimmte damit das Bild dieser Völker für mehrere Jahrzehnte weit über Deutschland hinaus. Der Hintergrund:
    1503 rüsteten Augsburger und Nürnberger Kaufleute drei Schiffe aus als Teil einer portugiesischen Handelsflotte (→ Carreira da India). Das Augsburger Handelshaus der Welser wurde vertreten durch Balthasar Sprenger, einen Tiroler Kaufmann. Konrad Peutinger (1465–1547), Schwiegersohn 3) von Anton Welser (1451-1518), war Stadtschreiber in Augsburg und verfügte über die größte Bibliothek nördlich der Alpen mit geographischem Schwerpunkt. Hans Burgkmair hatte Zugriff auf die Erzählungen Sprengers, die Bibliothek und indirekt auf nicht-schriftliches Wissen des Handelshauses. Seine Holzschnitte 4) speicherten dieses Wissen graphisch und unterschieden sich durch ihre Authentizität von allen vorangegangenen Darstellungen. Die Merfart von Baltasar Sprenger wurde oft kopiert und nachgedruckt 5). In einer Kirche in Dieppe finden sich die Holzschnitte als Fries 6).
    • Leitch, Stephaine
      Burgkmair’s Peoples of Africa and India (1508) and the Origins of Ethnography in Print.
      The Art Bulletin, 91.2 (2009) 134–59. JSTOR, PDF.
    • Wolfgang Augustyn, Manuel Teget-Welz (Hg.):
      Hans Burgkmair. Neue Forschungen.
      (= Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, 44) 480 S., 305 Abb. Passau 2018: Dietmar Klinger. Inhalt u.a.:
      • Ashley West
        Hans Burgkmair and Conrad Peutinger: Reevaluating the Artist-Humanist Relationship
      • Elke Bujok
        Illustrationen zu Balthasar Springers Ostindienfahrt und Indianerdarstellungen
    • Hans Burgkmair: das graphische Werk 1473-1973.
      Ausstellung zum 500. Geburtstag in den Städtischen Kunstsammlungen, Augsburg, vom 19.05.-29.07.1973]
      Rolf Biedermann, Tilman Falk, Isolde Hausberger: Begleitband. 97 Bl. 89 Ill. Bibliogr.. Bl. 98 Staatsgalerie Stuttgart 1973: Cantz
    • Burgkmair & die europäische Vorstellung von Afrika und Indien. Interdisziplinärer und internationaler Workshop im Städel Museum Frankfurt/Main, 18.–19.01.2024.
  • 1533 nahm Pieter I Coecke van Aelst teil an einer Handelsmission nach Konstantinopel
  • 1535 nahmen Jan Vermeyen, vielleicht auch Pieter I Coecke van Aelst, am Afrikafeldzug Kaiser Karls V. teil
  • 1555 reiste N. de Nicolai als Sekretär eines französischen Gesandten nach Konstantinopel
    • Nicolay, Nicolas de
      Navigations, pérégrinations et voyages, faicts en la Turquie, Anvers, par Guillaume Silvius, Anvers 1576: [12] Bl., 19 S., [2] Bl., S.20-32, [1] Bl., S.33-54, [1] Bl., S.55-297, [1] Bl., S.298-305, [16] Bl. zahlr. Holzschn.
      Das Buch wurde vielfach übersetzt und gedruckt und prägte mit mehr als 60 Darstellungen von Osmanen deren Bild in Europa.
    • Oury Goldman
      De son “pays” au monde : expériences et échelles du voyage chez Pierre Belon du Mans et Nicolas de Nicolay.
      Le verger, 12 (2017) 1-24 Online
    • Daniele Argenio
      Le récit du voyage dans le Levant de Nicolas de Nicolay.
      Diasporas Online, 35 (2020) DOI
  • ab 1556 hielt sich Melchior Lorich (um 1526/27-nach 1583) viereinhalb Jahre als künstlerischer Adjunkt mit kaiserlichen Gesandten in der Türkei auf
    • Melchior Lorichs, Wolgerissene und geschnittene Figuren sampt shönene türckischen Gebaüen. Hamburg 1646 Online
    • Fischer, Erik et al.
      Melchior Lorck.
      Royal Library : Vandkunsten 2009- Online
      • 1. Biography and primary sources / translations by Dan Marmorstein. 336 S., mehr als 500 Ill.
      • 2. The Turkish publication, 1626 edition : facsimile of a copy in the Royal Library of Copenhagen. 264 S., 128 Holzschnitte 1:1
      • 3. Catalogue raisonné : part one: The Turkish publication / translations by Dan Marmorstein. 292 S., mehr als 200 Ill.
      • 4. The Constantinople prospect / translations by Peter Spring and Dan Marmorstein. 64 S., 7,5 m Faltprospekt im Schuber
  • 1577 begleitete S. Schweigger den kaiserlichen Gesandtschaftspredigers nach Konstantinopel
  • 1874 Julius Ritter von Blaas (1845–1922) begleitete den österreichischen Diplomat und Schriftsteller Josef Freiherr von Doblhoff-Dier (1844–1928),
    s. Judith Knippschild: „Da wurde der Wunsch zur Begierde.“ Über Japansehnsucht und Künstlerreisen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Diss. Heidelberg 2020 372 S. Berlin 2021: Logos Online
  • 1876 begleitete der Maler Félix Régamey (1844–1907) den französischen Industriellen und Forschungsreisenden Émil Guimet (1836–1918)
    s. Judith Knippschild: „Da wurde der Wunsch zur Begierde.“ Über Japansehnsucht und Künstlerreisen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Diss. Heidelberg 2020 372 S. Berlin 2021: Logos Online
  • 1886 John La Farge (1835–1910)
    begleitete den amerikanische Historiker Henry Adams (1838–1918), s.
    s. Judith Knippschild: „Da wurde der Wunsch zur Begierde.“ Über Japansehnsucht und Künstlerreisen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Diss. Heidelberg 2020 372 S. Berlin 2021: Logos Online
  • **1911 **Wilhelm Kuhnert 1865–1926
    begleitete 1911 den König von Sachsen auf dessen Reise in den englisch-ägyptischen Sudan.

Literatur & Verweise

Übergreifende Themen, Anthologien, Atlas & Lexikon

  • Judy James Bellamy Bullington
    The Artist-as-Traveler and Expanding Horizons of American Cosmopolitanism in the Gilded Age
    Diss. XIII, 329 S. Indiana University 1997. Mit Kapiteln zu:
    • Bacon, Henry 1839-1912
    • Alcott, May 1840-1879
    • Champney, James Wells 1843-1903
  • Bianchi, Paolo
    Atlas der Künstlerreisen
    Ruppichteroth: Verlag Kunstforum. 491 S. Kunstforum international, 137 (1997) Juni/August
  • Castelnuovo, Enrico
    L' artista itinerante è l'equivalente dell'esperimento di laboratorio (P. Frankl)
    qualche considerazione in margine ai viaggi degli artisti.
    Vie Del Medioevo / Centro Studi Medievali, Università Degli Studi Di Parma … 2000. A Cura Di Arturo Carlo Quintavalle. 319-322.
  • Travis Elborough
    Unterwegs. Die Reisen großer Künstlerinnen und Künstler.
    Aus dem Englischen (The artist's journey) von Dagmar Brenneisen 224 S. 70 Abb., 100 Fotos. Stuttgart 2024: Kosmos. Inhalt
    30 Reiserouten von Künstlern, u.a.: Jean-Michel Basquiat, Caravaggio, Mary Cassatt, Paul Cezanne, Salvador Dali, Marcel Duchamp, Albrecht Dürer, Helen Frankenthaler, Caspar David Friedrich, Vincent van Gogh, David Hockney, Katsushika Hokusai, Tove Jansson, Frida Kahlo und Diego Rivera, Wassily Kandinsky, Alexander Keirincx, Paul Klee, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Henri Matisse, Claude Monet, Berthe Morisot, Edvard Munch, Isamu Noguchi, Marianne North, Georgia O’Keeffe, Pablo Picasso, John Singer, Joaquin Sorolla y Bastida, J. M. W. Turner
  • Feitsch, Diana Lucia; Jaeger, Susanne
    Künstler unterwegs in Sachsen und Europa im 17. Jahrhundert.
    Saxorum. Blog für interdisziplinäre Landeskunde in Sachsen, 2024-02-13 Online
    Ein Beitrag zum Projekt „Migration von Künstlern nach, in und aus Sachsen im 17. Jahrhundert“ des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) im Rahmen des Verbundprojekts DIKUSA. Die Datenbank umfasst mehr als 600 Künstler und Künstlerinnen verschiedener Professionen aus den bildenden und darstellenden Künsten mit ihren Reisen zu Ausbildungsstätten, Studienreisen und Arbeitsaufenthalten.
  • Bertrand Gilles
    Les voyages d’artistes français en Italie au XVIIIe siècle : bilan des études récentes et perspectives de recherche.
    Histoire de l'art, 51 (2002) 29-37 [Themenheft Voyages] DOI Online mit umfangreichen Quellenangaben zu den Reisen, Ausstellungen und Sekundärliteratur.
  • Barbara Gretenkord
    Künstler der Kolonialzeit in Lateinamerika. Ein Lexikon.
    326 S. Berlin 1993: Akademie. Inhalt
  • Keller, Susanne B.:
    Gipfelstürmer, Künstler und Wissenschaftler auf der Suche nach dem Überblick
    in: Jenns E. Howoldt u.a. (Hg.): Expedition Kunst: Die Entdeckung der Natur von C. D. Friedrich bis Humboldt: Katalog zur Ausstellung … vom 25. Oktober 2002 bis 23. Februar 2003 in der Hamburger Kunsthalle, Hamburg u.a. 2002, S. 27–36.
  • Kurmann, Peter
    Mobilité des artistes ou mobilité des modèles?
    Á propos de l'atelier des sculpteurs rémois au XIIIe siècle.
    Revue de l'art / Ministère de l'Education Nationale, de la Recherche et de la Technologie; Centre National de la Recherche Scientifique. 1998 Publ. Sous L'égide du Comité Français d'Histoire de l'Art, Avec le concours du Ministère de la Culture. 23-34.
  • Aleksandra Lipińska
    „On the move“ in Central and Northern Europe : trends and methods in the research on artist migration
    S. 160–178 in: Anna Ancāne (Hg.) The migration of artists and architects in Central and Northern Europe 1560-1900. Riga 2022: Art Academy of Latvia, Institute of Art History.
  • Luciani, Gérard
    Les Musées de peinture italiens vus par quelques voyageurs français à l'époque romantique.
    Recherches et travaux 52 (1997) 81−98.
  • Opaschowski, Horst W.
    Immer wieder einmalig. Eventtourismus.
    S. 241-260 in: ders.: Tourismus: Eine systematische Einführung Analysen und Prognosen. Wiesbaden 2002: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Otterbeck, Christoph
    Europa verlassen. Künstlerreisen am Beginn des 20. Jahrhunderts.
    480 S. Ill. Köln 2007: Böhlau. Inhalt
  • Joanna Page
    Retracing Voyages of Science and Conquest.
    Kap. 4 in: dieselbe: Decolonial Ecologies: The Reinvention of Natural History in Latin American Art. Cambridge, UK, 2023: Open Book Publishers, Online
  • Pechlaner, Harald, Elisa Innerhofer
    Künstler unterwegs. Wege und Grenzen des Reisens.
    186 S. Baden-Baden 2018: Nomos. Inhalt u.a.:
    • Andreas Kolb
      Der spirituelle Road-Trip des Komponisten Mark Andre
    • Claudia Caesar
      WandererReisenderNomade und mehr: Ein künstlerisches Selbstverständnis im Wandel
    • Heike Biedermann
      „Fort von dem, was unser war, wir wollen Neues, Fremdes, Wunderbares, wir wollen Ägypten und Afrika!“ − Max Slevogt – Die Reise nach Ägypten 1914
    • Pablo Schneider
      Bernini in Paris. Die Reise des römischen Bildhauers und Architekten an den französischen Hof 1665
    • Nils Büttner
      Rubens auf Reisen. Online
    • Thomas Roessler
      Vom Versuch, mit einem geborgten Auge zu reisen. Rosemarie Dalberts Expedition ins Zwischenreich
  • Plagemann, Volker
    Von der Pilgerfahrt zur „Reise ins Licht“
    Künstlerreisen nach Italien
    in: Hermann Arnhold (Hg.): Orte der Sehnsucht: Mit Künstlern auf Reisen: Anlässlich der Ausstellung im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster, vom 28. September 2008 bis zum 11. Januar 2009, Münster 2008, S. 36–45.
  • Felix Alfred Plattner
    Deutsche Meister des Barock in Südamerika im 17. und 18. Jahrhundert.
    157 S. Freiburg 1960: Herder.
  • Ulrich Puritz (Hg.)
    Reisebilder. Malen und Zeichnen unterwegs.
    Ravensburg 1988
  • Schmid, Wolfgang
    Kunst und Migration. Wanderungen Kölner Maler im 15. und 16. Jahrhundert.
    S. 315-350 in: Jaritz, Gerhard; Müller, Albert (Hg.): Migration in der Feudalgesellschaft [= Studien zur historischen Sozialwissenschaft, 8] Frankfurt a.M./ New York 1988: Campus.
  • Schulte-Wülwer, Ulrich
    Sehnsucht nach Arkadien : schleswig-holsteinische Künstler in Italien
    382 S. zahlr. Ill. [Heide] 2009: Boyens. Inhalt
    Der Autor, Direktor des Museumsbergs in Flensburg, beschreibt die Italien-Sehnsucht von 70 schleswig-holsteinischen Künstlern und lässt vielfach ungedruckte Briefen und Tagebücher sprechen.
  • Tacke, Andreas et al. (Hg.)
    Künstlerreisen. Fallbeispiele vom Mittelalter bis zur Gegenwart
    (Kunsthistorisches Forum Irsee, 7) Konferenzschrift 12.04.2019-14.04.2019 Irsee 243 S. Petersberg 2020: Michael Imhof. Inhalt
  • Troescher, Georg
    Kunst- und Künstlerwanderung in Mitteleuropa 800–1800. Beiträge zur Kenntnis des deutsch-französisch-niederländischen Kunstaustauschs
    Baden-Baden 1953–1954
    • 1 1953 517 S.: Deutsche Kunst und Künstler in der französischen und in der niederländischen Kunst
    • 2 1954 Französische und niederländische Kunst und Künstler in der Kunst Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz
  • White, Christopher
    Die Grand Tour
    in: John Gage (Hg.): Zwei Jahrhunderte englische Malerei: Britische Kunst und Europa 1680–1880: Haus der Kunst München, 21. November 1979 bis 27. Januar 1980, München 1979, S. 163–216.

Akrobaten & Artisten (Circus, Variété ...)

  • Faber, Michael
    Schausteller. Volkskundliche Untersuchung einer reisenden Berufsgruppe im Köln-Bonner Raum
    Zugl.: Bonn, Univ., Diss., 1979 (=Rheinisches Archiv, 113) 308, [36] S. : 74 Ill. Bonn 1982 (2. A.).
  • Koschnick, Nana
    Performing Mobility! ethnografische Einblicke in die mobile Arbeits-und Lebenswelt von Artisten und Circusleuten.
    Zugl. leicht überarb. Fassung einer Magisterarbeit Univ. München 2008. (= Münchner ethnographische Schriften; 13) 101 S. München 2012: Herbert Utz. Inhalt
  • Maier, Ingrid, Winfried Schumacher
    „Eine Straßburger Artistenfamilie auf Europatournee: Zum Werdegang des Seiltänzers Simon Dannenfels in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
    Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO) 164 (2016) 245–256.
  • Saltarino, Signor
    Fahrend Volk. Abnormitäten, Kuriositäten und interessante Vertreter der wandernden Künstlerwelt
    X, 150 S. 135 Ill. Leipzig 1895: Weber.

Schriftsteller

  • Conrad Wiedemann (Hrsg.)
    Rom – Paris – London
    Erfahrung und Selbsterfahrung deutscher Schriftsteller und Künstler in den fremden Metropolen.
    739 S., DFG-Symposion 1985 Stuttgart 1986. Darin u.a.:
    • Conrad Wiedemann:
      „Supplement seines Daseins“? Zu den kultur- und identitätsgeschichtlichen Voraussetzungen deutscher Schriftstellerreisen nach Rom-Paris-London seit Winckelmann.

Theatermigranten

  • Buck, Inge (Hg.)
    Ein fahrendes Frauenzimmer
    Die Lebenserinnerungen der Komödiantin Karoline Schulze-Kummerfeld 1745-1815.
    (=dtv 2332) München 1994: dtv
    289 S. Einleitung, Anmerkungen und Zeittafel.
    Die Autorin zog als Mitglied eines Wandertheaters seit ihrer Kindheit durch Deutschland. Ihre Erinnerungen wurden 1915 erstmals gedruckt und für diese Ausgabe von Ilse Buck wiederentdeckt.
  • Szymanski-Düll, Berenika
    Vom Reisen, Einreisen und Ausreisen. Zum Mobilitätsverhalten von Theatermigrant*innen im 19. Jahrhundert.
    S. 63–77 in: Burcu Dogramaci, Berenika Szymanski-Düll, Wolfgang Rathert (Hg.): Leave, Left, Left. Migrationsphänomene in den Künsten in aktueller und historischer Perspektive. Berlin 2020: Neofelis
  • Szymanski-Düll, Berenika
    Theater in Bewegung.
    S. 77–83 in: Stefan Hulfeld (Hg.): Unerhörte Theatergeschichten: Ein Lesebuch. Wien 2022: Hollitzer.
  • Szymanski-Düll, Berenika, Lisa Skwirblies
    European Theatre Migrants in the Age of Empire Personal Experiences, Transnational Trajectories, and Socio-Political Impacts.
    302 S. Palgrave Macmillan Online
  • Weller, M., Kemle, N., Dreier, T., Kiesel, M., & Lynen, P. M. (Hg.)
    Das Recht des Theaters–Das Recht der Kunst auf Reisen.
    (=Schriften zum Kunst-und Kulturrecht, 10) Tagungsband des Vierten Heidelberger Kunstrechtstags am 1. und 2. Oktober 2010 Nomos/Dike, dain u.a.:
    • Thomas Steinruck
      Ein Sinfonieorchester auf Reisen - (nicht nur) aus versicherungstechnischer Sicht
    • Thomas Dreier
      Von wo nach wo (und zurück?) und zu welchen Bedingungen - Recht und die Kunst auf Reisen
    • Gustavo Scartazzini
      Reise und Zugang zu Kunstwerken - Die Versicherung und der Transport von Kunstobjekten
  • Anne Wermescher
    Kunst auf Reisen. Die Geschichte des Kunsttransports im 19. und 20. Jahrhundert.
    Diss. bei Ursula Haller Hochschule für Bildende Künste Dresden, Dresden 2018 Online
  • Wohlgeboren-Wohlbrück, Minna
    Reise-Erinnerungen der Schauspielerin Minna Wohlgeboren-Wohlbrück.
    IV, 188 S. Berlin 1846: Duncker und Humboldt. https://catalog.hathitrust.org/api/volumes/oclc/5932773.html|Online

Fallbeispiele

  • Guillaume Boucher, Leonard Olschki
    Guillaume Boucher: a French artist at the court of the Khans.
    VIII, 125 S. Ill. Baltimore 1946: The Johns Hopkins Press.
  • Cornelis de Bruijn , Jan De Hond
    Cornelis de Bruijn (1652−1726/27). A Dutch Painter in the East
    S. 51–81 in: G.J. van Gelder, E. de Moor (Hg.): Eastward Bound. Dutch Ventures and Adventures in the Middle East, Leiden 1994: Brill.
  • Hans Cranach, Plagemann, Volker
    Tod in Bologna: Hans Cranachs Reise 1537
    Zur Frühgeschichte der Künstlerreisen nach Italien.
    Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte / Hrsg. Von F. Stuttmann [U.a.]. 2002, 37−155.
  • Augustus Earle, Sarah Thomas
    The Artist Travels: Augustus Earle at Sea
    S. 71–83 In: Tricia Cusack (Hg.): Framing the ocean, 1700 to the present. Envisaging the Sea as a social Space. Farnham 2014: Ashgate. Online
    Augustus Earle ist wahrscheinlich der erste »independent, professionally-trained« Künstler, der alle fünf Kontinente bereist hat. Nach 1806 bis zu seinem Tod 1838 war er nahezu unentwegt unterwegs.
    • Hackforth-Jones, Jocelyn
      Augustus Earle, Travel Artist. paintings and drawings in the Rex Nan Kivell Collection, National Library of Australia
      157 S. Canberra 1980: National Library of Australia
  • Micheline Faure
    Unterwegs mit Spitzenschuh und Staffelei: Erinnerungen einer Tänzerin.
    174 S. Wien 2021: Böhlau. Inhalt
  • Wilhelm Gentz, Heimann, Regelind
    Wilhelm Gentz (1822−1890)
    Ein Protagonist der deutschen Orientmalerei zwischen realistischer Anschauung und poesievoller Erzählkunst. Mit einem Verzeichnis der Ölgemälde, -Skizzen Und -studien. Berlin 2011: Logos. Literaturverzeichnis S. 355−365 (Orientalismus, französische Orientalisten) Online.
  • 1555–1559 Melchior Lorck, 1526–1583
    Als Maler Mitglied der Gesandtschaft von Ogier Ghiselin de Busbecq in der Türkei.
    • Erik Fischer
      Von weiteren Kopien nach Melchior Lorck nebst einem Exkurs über die Protoikonographie der Giraffe.
      Nordelbingen. 43 (1974) 81–92.
    • Erik Fischer
      Ein Künstler am Bosporus: Melchior Lorck.\\In: Gereon sievernich, Hendrik Budde (Hrsg.): Europa und der Orient, 800–1900. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh, für die Berliner Festspiele 1989, s. 794–798.
    • Marlene Müller-Haas
      Ein Künstler am Bosporus: Melchior Lorch.
      S. 241–244 in: Gereon Sievernich, Hendrik Budde (Hg.): Europa und der Orient, 800–1900. Gütersloh 1989: Bertelsmann.
  • Christoph Pitzler; Florian Dölle
    Mit eigenen und mit fremden Augen: Versailles in Christoph Pitzlers Reiseskizzenbuch von 1686
    S. 87-105 in: Uwe Fleckner, Maike Steinkamp, Hendrik Ziegler (Hg.): Der Künstler in der Fremde. Migration — Reise — Exil. (= Mnemosyne. Schriften des Internationalen Warburg-Kollegs) Berlin 2015: De Gruyter.
    • Reisebeschreibung von Christoph Pitzler, 1685-1687 Online
    • Cornelius Gurlitt
      Drei Künstlerreisen aus dem 17. Jahrhundert, Teil III. Christoph Pitzlers Skizzenbuch (1689)
      Stadtbaukunst alter und neuer Zeit 3.10/11 (1922) 151-155, 164-169
  • Sigmar Polke, Katharina Schmidt
    Sigmar Polke. Die Reise : 1980–1981.
    431 S. 324 farbige und 50 s/w-Abb. Zürich 2025: Scheidegger & Spiess. Inhalt
    Sigmar Polke (1941–2010) und Britta Zoellner reisten 1980 13 Monate nach Südostasien: Indonesien, Singapur, Papua-Neuguinea, Australien, Tasmanien, Malaysia, Thailand.

Ausstellungen und Essays

Essays in Ausstellungskatalogen

Künstler im Orient

  • Frübis, Hildegard
    Künstlerreisen: Das Beispiel Ägypten
    in: Europäische Geschichte Online (EGO), hg. vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz 2015-12-11. Online verweist insbesondere auf:
  • Judith Knippschild
    „Da wurde der Wunsch zur Begierde.“ Über Japansehnsucht und Künstlerreisen im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
    Diss. Heidelberg 2020 372 S. Berlin 2021: Logos [ https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/28241/1/Endversion.pdf|[Online]], darin u.a.:
    • Die Reisebegleiter Franz Hohenberger (1895/96)/ Karl Walser (1908)
    • Der Bildungsreisende Emil Orlik (1900/01)
  • Marx, Petra
    Orient Teil 1: Fremdes und 'Gelobtes' Land
    Pilgerfahrten und frühe Künstlerreisen in den Orient. Orte der Sehnsucht
    LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Westfälisches Landesmuseum. Hrsg. Von Hermann Arnhold. Mit Beitr. von Andreas Beyer, Gerd Dethlefs. 2008, 192-197.
  • Raby, Julian
    Venice, Dürer and the Oriental mode.
    103 S. London 1982: Islamic Art
  • Seybold, Dietrich.
    Leonardo da Vinci im Orient
    Geschichte eines europäischen Mythos.
    368 S.Köln 2011: Böhlau Verlag.
    Ein Überblick über Diskussionen der These (seit 1881), Leonardo sei in den Orient gereist.
  • Trauth, Nina
    Mit den Augen der Maler betrachtet
    Künstlerreisen in den Orient von Gentile Bellini [um 1429 - 1507] bis zum Ägypten-Feldzug Napoleons. Auf der Suche nach dem Orient. Paul Klee: Teppich der Erinnerung / Katalog, Hrsg.: Zentrum Paul Klee, Bern 2009. Red.: Michael Baumgartner, Carole Haensler Und Marianne Keller. 40-67.
    • 1479-80 folgte Gentile Bellini einer Einladung Mohammeds II. nach Konstantinopel
  • Wüthrich, Nathalie
    Ägyptologie (in) der Schweiz: Ägyptenrezeption früher Schweizer Reisenden von 1800 bis 1850.
    Diss. Universität Basel 2021 DART
    Die Autorin beschäftigt sich mit den Linien, die zwischen den durch die zeittypische Ägyptomanie beeinflussten Reisen und der Bildung einer universitäten Ägyptologie in der Schweiz bestehen und zieht dafür insbesondere folgenden Reisenden heran:
    • Johann Ludwig Burckhardt entdeckte die beiden Tempel von Abu Simbel, wurde bei der African Association angestellt, erkundete Nubien archäologisch, konvertierte wohl zum Islam, beriet Reisende wie William Banks;
    • Johann Heinrich Mayr lernte Burckhardt 1812/1813 in Kairo kennen und bereiste etwa zwei Jahre den Vorderen Orient und veröffentlichte 1815 „Schicksale eines Schweizers während seiner Reise nach Jerusalem und dem Libanon“;
    • Charles Gleyre begleitete einen reisenden Privatmann in Ägypten mit der Aufgabe, Denkmäler, Trachten und mehr möglichst genau malend festzuhalten.
    • Johann Jakob Frey, Basler Maler, bereiste Ägypten und lernte in Rom Carl Richard Lepsius kennen. Für diesen kopierte er Hieroglyphen und nahm später als wissenschaftlicher Zeichner an der Preussischen Expedition in Ägypten teil.
    • Theodor Zeerleder reiste zweimal privat durch Ägypten, 1850 begleitet vom deutschen Maler Alexius Geyers. Beide zeichneten Menschen, Landschaften und Denkmäler, die sich architektonisch im Selamlik von Schloss Oberhofen wiederfinden.
2)
Erstauflage: Figüren des wandels und gebrauchs der königreich mitt hilfe des almechtigen gots (Abbildungen des Lebenswandels in den fremden Königreichen → BADW
3)
Helmut Zäh
Konrad Peutinger und Margarete Welser - Ehe und Familie im Zeichen des Humanismus.
S. 449-509 in: Mark Häberlein (Hg.): Die Welser. (= Colloquia Augustana, 16) Berlin 2002.
4)
erhalten im Familienarchiv der Welser, siehe G. Wolf: Balthasar Springers Merfart (1509). Die Entdeckung des literarischen Reiseberichts. Austriaca. Cahiers universitaires d'information sur l'Autriche 62 (2006) 11-28
5)
Langfassung 1509 als: Die Merfart und erfarung nüwer Schiffung und Wege zu vil nun erkanten Inseln und Künigreich
6)
Jean Michel Massing
Hans Burgkmair's Depiction of Native Africans.
Anthropology and Aesthetics 27 (1995) 39-51
wiki/kuenstler_unterwegs.1783395385.txt.gz · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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