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wiki:weg

Weg

Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg.

Diese Redewendung ist weder deutsch noch sehr alt, sondern erscheint zuerst im Englischen 1822 als »Where there is a will, there is a way« 1) und zeigt die Bedeutungsvielfalt des Wortes an, angelehnt an den Duden als:

  • sichtbarer Weg durch ein Gelände oder eine Landschaft, befestigt oder nicht, mehr oder weniger deutlich verlaufend, kann sich verzweigen in ein Wegbündel, oft ohne eindeutigen Anfang oder Ende, daher Orientierung erfordernd;
  • Richtung auf ein bestimmtes Ziel hin;
  • Länge einer Strecke zu einem bestimmten Ziel hin;
  • Art und Weise eine Lösung für ein Problem zu finden;
  • jede Art von Gang oder Fahrt
  • Aufbruch zu einem unbestimmten Ziel: sich auf den Weg machen
  • als Adverb: fort von etwas: ich bin dann mal weg
  • als Verb: sich bewegen

Das Sich-Fortbewegen des Menschen folgt oft Spuren und hinterlässt solche immer. Diesen Spuren folgen wieder andere und wenn die Idee dieser Spur überzeugt, wird sie zum Weg Vieler:
“Perhaps no other word in any language, living or dead, has, despite geographical and cultural circumstances, such a multifarious meaning in the sense ‘connection from one place to another’ as the word “way” or “road” does.” (Dockalová 2011)

Alle diese Begriffe haben eine spezifische, konkrete Bedeutung. Gemeinsam ist ihnen eine abstrakte `begehbare Verbindung zwischen zwei Räumen/Orten´. Wer immer wieder demselben Weg geht, folgt einer Routine zwischen zwei Orten. Wer jedoch neue Wege geht, weiß nicht, wo er ankommen wird. Solche Wege verbinden Räume: den vertrauten Raum mit dem fremden, den bekannten mt dem unbekannten, das Alte mit dem Neuen, hüben und drüben, drinnen und draußen 2), diesseits und jenseits 3) und benutzen Übergänge (Furten, Brücken, Kreuzwege, Pässe)). Weil es dafür keinen Oberbegriff gibt, wird hier `Weg´ als Oberbegriff verwendet.

  • Odon, Vallet
    Le routard et la routine
    Les cahiers de médiologie, 1996.2 p. 33-35. Online
  • Wege, Sophia
    The way we think. Raumkohärenzbildung am Beispiel des Weg-Schemas.
    Eine kognitionslinguistische Perspektive
    .
    In: Die biologisch-kognitiven Grundlagen narrativer Motivierung. Leiden 2016: Brill | mentis. Online
  • Ziessow, Karl-Heinz (Hg.)
    Auf Achse. Mobilität im ländlichen Raum.
    Katalog zur Ausstellung im Museumsdorf Cloppenburg. Materialien und Studien zur Alltagsgeschichte und Volkskultur Niedersachsens, Heft 29, 176 S., Niedersächsisches Freilichtmuseum Cloppenburg 1998. Darin u.a.:
    • Ziessow, Karl-Heinz (Hg.)
      Durch eine der plattesten und meilenlange Ebene fortgeschleppt.
      Raumerfahrungen auf ländlichen Wegen vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.
      in: Ders. (Hg.), Auf Achse, S. 37-86.

Räume verbinden

Spur, Fährte & Pfad

Selbst im bush und in der von Menschen unberührten Wildnis hinterlassen Tiere Spuren, die bei wiederholter Nutzung, also regelmäßigen Wildwechsel, zum Trampelpfad werden. Pfade entstehen, weil auch das Wild die Anstrengung meidet immer neue Pfade durch den Busch zu bahnen. Die afrikanischen Elefantenpfade (niederländisch Olifantspaadje) sind mindestens zwei Meter breit und ersparen den durch die Wildnis Reisenden manche Mühe. Spuren (Zeichen) und Pfade (Objekt und Zeichen) existieren ohne den Menschen.

Die Spur wird zur Fährte, wenn die Zeichen eine Bedeutung erhalten, etwa: Hier ist ein Reh von dort gekommen und nach dort gegangen. Der Fährte folgend, zeigt diese nun den Weg an, weil ihr ein Wert zugemessen wurde, etwa das Reh zu erbeuten.

Auch der Pfad eines Wildwechsels kann zum Weg werden, wenn ihm ein Wert zugemessen wird, etwa weil der Pfad (als Zeichen) zur Wasserstelle führt oder weil der Pfad (als Objekt) bequemer ist als sich einen neuen Weg durchs Unterholz zu bahnen.

deutsch english français nederlands latina
Spur trace trace spoor vestigium
Fährte track piste
Pfad pathway sentier pad iter
Landschaft landscape paysage landscap regio(nis)
Busch bush bois bos
Wildnis wilderness région sauvage wildernis desertum

Bahn & Route

Wo noch niemand gegangen ist, bricht sich der Mensch Bahn im Gelände, durch den Busch oder spurt durch den Tiefschnee, einen allerersten Pfad hinterlassend. Damit ist den Nachkommenden gleich mehrfach gedient:

  • der Boden ist gebahnt, der Platz wird gegen die Widerstände des Geländes gewaltsam geräumt und damit wird die Fortbewegung erleichtert (Autobahn, Eisenbahn);
  • die Richtung ist vorgegeben und damit wird auch die Wegfindung und Orientierung erleichtert.

Das englische `road´ und die französische `route´ entstanden bedeutungsgleich aus vulgärlateinischem (via) rupta ‘durch den Wald geschlagener Weg’ zur lateinischen Grundform rumpere ‘(zer)brechen, zerreißen, zersprengen´. Ob mit der Machete durch den Dschungel oder Felsen sprengen für Eisenbahntrassen - die Idee ist seit Urzeiten dieselbe und gute Ideen werden noch heute `bahnbrechend´ genannt.

Erstmals großtechnisch, großräumig und imperial umgesetzt wurde diese Vorstellung 312 v. Chr. beim Bau der schnurgeraden Straße von Rom nach Capua, die nach dem Auftraggeber Appius Claudius Caecus seit nunmehr fast 2.500 Jahren Via Appia heißt. Was im Weg war, wurde gebrochen und geräumt, auch im politischen Sinne (Doßman 2005):

  • die Via Appia führte mit ihrer Verlängerung, der Via Egeria bis Byzanz in den damals griechischen Osten;
  • die Via Valeria lief Richtung Afrika;
  • die Via Aurelia erreichte Spanien;
  • die Via Francigena (frühere Via Cassia) führte bis Edinburgh.

Furt, Steg & Brücke

Einen Sonderfall bieten Stellen, an denen die Fortbewegung so sehr behindert ist, dass sie eine Lösung erfordert, meist im Sinne einer Furt durch das Wasser oder eines Steges über eine Untiefe. Das ist im einfachsten Fall ein umgestürzter Baum, mit erhöhtem Aufwand ein Knüppeldamm, ein Deich, eine Brücke, eine Seilfähre, oder eine Fähre mit Fährmann.

deutsch english français nederlands latina
Furt
Steg
Brücke
Fähre

Steig & Weg

Dort, wo solche Pfade ein Ziel haben - Wasserstelle, Schutzort, Furt oder Pass - das auch der Mensch sucht, werden sie zum gangbaren Steig, der sich durch Bequemlichkeit und Ziel auszeichnet. Der Weg (lat. via) ist dem Pfad (lat. semita, sanskrit patha) und dem Steig (ahd. stiga) immer übergeordnet 4). Das althochdeutsche »floug er sunnun pad, sterrono straza, wega wolkono« 5) bezeichnet die drei Kategorien als »der Sonne Pfad, der Sternen Straße, der Wolken Wege« 6) und charakterisiert damit den Pfad als vorbestimmte enge Bahn, die Straße als breites Band, die Wege als unberechenbar.

Track & Piste & Straße

Ein track ist dem niederdeutschen Wortursprung nach ein Weg, auf dem Mensch oder Zugtier etwas ziehen: Schleife, Schlitten, Karre, Trekker, Wagen siehe auch luggage. Ein solch befahrbarer Weg durchs Gelände wird durch Gebrauch zur Piste, siehe auch Pistenmarkierung. Zur Straße wird der Weg erst durch Herrichten, durch Plan, Arbeit, Handwerk, Technik, also durch eine gemeinschaftliche Anstrengung wie sie etwa im Römischen Reich organisiert wurden. Im germanischen Sprachraum war das neu, also wurde strata `Straße´ als lateinisches Lehnwort übernommen.

deutsch english français nederlands latina
Bahn
Weg
Piste
Straße
Track
Route

Querverbindungen

Die technische Struktur des Weges im weiteren Sinne

Der `Weg´ wird beschrieben durch:

Thematisch verwandt

Für alle Reisegenerationen waren Wege & Straßen nie Selbstzweck und niemals isoliert, da sie immer etwas verbanden. Insofern ist auch dieses Thema als Teil eines soziotechnischen Handlungssystems verbunden mit

Etymologie

`Weg´ in den germanischen Sprachen

`Weg´ und seine Ableitungen wurzeln im indogermanischen u̯ai, das ein zielgerichtetes Bewegen ausdrückt, dabei jedoch Kraft und Willen ausdrücklich betont, in den Begriffsfeldern:

  • jagen (Waidwerk), verfolgen, verlangen, streben, sehnen, wollen > Kampf, Aufbruch, Reisen
  • Nahrung suchen (weiden), genießen > Speise, Wegzehrung
  • eilig, schnell, kräftig > Fahrt
  • leiten, lenken, führen > Spur, Weg, Pfad

Unter allen 21 Nomina der Fortbewegung in den altgermanischen Sprachen sind nur *wega und *ganga in allen Einzelsprachen bezeugt. Darüber hinaus war es auch in drei weiteren indogermanischen Sprachfamilien fruchtbar 7), wurzelt also in deren Protosprache. Dabei führt das Weg-Wort mit 730 Belegstellen und wird zum Angelpunkt der Fortbewegung und der damit verbundenen Metaphern. Das urgermanische Fortbewegungsverb *wegan wurde bereits im Sinne von Unterwegs-sein genutzt, hat aber im heutigen Sprachgebrauch das gesamte Wortfeld durchdrungen:

  1. als Teil des Adverbs `Unterwegs-sein´;
  2. als Präfix `weg-´ (gehen, fahren, reisen, reiten …);
  3. im Objekt des Weges;
  4. in Bildungen wie Wegfindung, Wegzehrung.

Die Varianten des Wortes sind über die gesamte Zeit immun gegen Bedeutungswandel und lassen damit auf Wurzeln schließen, die bis in die gemeingermanische Zeit reichen 8).

Die ältesten Quellen zeigen im Isidor Vuegh, im Ottfried Weg, bei Ulphilas Wigs, im Angelsächsischen Waeg, im Isländishen Vegur, im Schwedischen Väg, im Englischen Way, im Latenischen Via, in den ältesten Zeiten Veha 9) und mhd. wec, gen. weges, mnd. wech, afries. wei, wi, anord. vegr (auch 'fahrt, reise, ausweg, verfahren, art und weise, richtung, seite, strecke') dän. vei 10).

`Weg´ in den indogermanischen Sprachfamilien

Die umfassendste sprachliche Untersuchung zu `Pfad, Weg, Straße´ 11) in allen indoeuropäischen Sprachfamilien (Dockalová 2011) ergab vereinfacht und verkürzt:

  • die meisten Begriffe leiten sich von Verben der Fortbewegung ab:
    gehen, senden, tragen, aufbrechen, durchdringen, suchen, führen und andere mehr;
  • an zweiter Stelle stehen Ableitungen von der Umformung des Untergrundes:
    getretene Erde, zerbrochene Felsen, gelichteter Wald usw.;
  • in geringerer Anzahl folgen Begriffe, die von Fuhrwerken und dem Rad abgeleitet sind;
  • in vergleichbarer Menge namengebend ist die Form des Untergrundes:
    Einschnitt, Rille, Rinne, Gleis;
  • Begriffe für das Überbrücken von Gewässern und Untiefen:
    Bäume, Stämme und Balken oder Deiche.
  • Eine einzige Bezeichnung für Pfad (ig. H1ei-tór) muss aus einer älteren Protosprache stammen, im Sinne von `Ende der Lebenszeit´, also vielleicht verbunden mit dem `Weg ins Jenseits´.
  • Die ergiebigsten namengebenden indogermanischen Wurzeln für `Pfad, Weg, Straße´ für alle Sprachfamilien sind *H1ei- `gehen´ (to go) und *sentu-/-o- `senden´ (to sent).
  • Die Wurzel *uegh Weg (way) `tragen´ (to carry) wird in vier Sprachfamilien fruchtbar.
  • Ableitungen zur Wurzel *pont-(eH)-s `den Pfad suchen´ (to search /the path) finden sich in fast allen Sprachfamilien.
  • Die vermutlichste älteste Wurzel bhrodho- `Furt´ (ford) lässt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit auch mit ähnlichen Belegen in den afroasiatischen Sprachen verbinden; für *dhreg- `tragen´ (to drag) lässt sich das nur vorsichtig annehmen.
  • Baldinger, Kurt
    Die Bezeichnungen für 'Weg' im Galloromanischen.
    Serta Romanica: Festschrift für Gerhard Rohlfs zum 75. Geburtstag, edited by Rudolf Baehr, Kurt Wais, W. Theodor Elwert und Heinrich Lausberg, Berlin, Boston: Max Niemeyer Verlag, 2015, pp. 89-106. Online
  • Dockalová, Lenka, Václav Blazek
    On Indo-European Roads.
    Journal of Indo-European studies 39.3/4 (2011) 299.
    “Perhaps no other word in any language, living or dead, has, despite geographical and cultural circumstances, such a multifarious meaning in the sense ‘connection from one place to another’ as the word “way” or “road” does.”
    Eine umfassende semantische Untersuchung lexikalischer Quellen für die indoeuropäischen Bezeichnungen um “road” und verwandte Begriffe wie path/pathway/foothpath, sidewalk, way, trajectory/course, route, street, track, trail, ford, (foot)bridge. Diese Wurzeln überwiegend in der Fortbewegung sowie in der Technik und in den Materialien des Transportes. Als älteste indoeuropäische Wurzeln werden *bhrodho- und *dhregh- identifiziert. Im Tschechischen werden als Bezeichnungen gefunden: cesta “road”, p±sina “pathway”, stezka “footpath”, chodník “sidewalk, dráha “trajectory, course”, trat’ “route, line”, silnice “road”, vozovka “road for cars” und ulice “street”.
  • Felecan, Nicolae
    Noţiunea drum în limba română (IV).
    Limba Română 171.9-10 (2009): 193-200.
    Ein auführliches Glossar synonymer Lehnworte zu rumänisch `drum´ (Straße) und deren Wurzeln im Deutschen, Englischen, Fanzösischen, Italienischen, Ungarischen usw.
  • Hamp, Eric
    A Rule of the Road.
    General Linguistics. 41.1 (2001) 147-158.
  • Hochuli, Emil
    Einige Bezeichnungen für den Begriff Strasse, Weg und Kreuzweg im Romanischen.
    Diss. Phil. I. Univ. Zürich. XIV, 172 S. Aarau (Druck) 1926: H.R. Sauerländer & Co.

Synonyme in anderen Sprachen: via, ὁδός, leið, wea

Das lateinische via

Das mit Weg u̯ai sprachverwandte lateinische vir `Mann´ (igs. u̯ī̆ro, `der Kräftige´) betont die urwüchsige Kraft und findet sich auch in Werwolf und dem nordischen vargr 12).

Die Metapher vom Lebensweg könnte bereits in diesen sprachlichen Wurzeln angelegt sein, denn da solch kreatürliche Kraft Ausdruck von Leben ist - vita: `jung, grün, lebendig´ - verbindet dies im Lateinischen: `virgo´ (Jungfrau), `vir´ (Mann), `viridere´ (grün), `virga´ (junge Weidenrute), `verga´ `Hirtenstab´ 13).

Das griechische ὁδός

Das griechische Wort für Weg, ὁδός hodós (`Hodometer´) wurzelt im idg. *sed- `gehen´, bildet jedoch mit der Vorsilbe μετα metá `nach, mit, zwischen, über´ das heute vertraut erscheinende Wort `Methode´ und deutet damit auf den `Weg zu einem Ziel hin´ als Art und Weise dieses Ziel zu erreichen. Insofern sind ὁδός und Weg bedeutungsgleich.

Das nordische leið

In den nordischen Sprachen findet sich der Rómavegr und der Wegur til Róms, aber auch Wege im Sinne von Routen wie vestri leið, eystri leið 14). Während hier `Weg´ vorwiegend die Landreise mit dem Ortsziel bezeichnet, verweist leið eher auf eine Schiffahrtsroute und die Angabe der Himmelsrichtung; erkennbar auch an der etymologischen Wurzel zu *leiÞan im Sinne von `gleiten´ 15). Himmelsrichtungen werden aber nicht am Kompass festgemacht, sondern an variablen Orientierungssystemen: Man segelt nordwärts, weil die Küste rechts zu sehen ist, auch wenn der Küstenverlauf nach Osten oder Süden abknickt 16): Im Namen nor-way ist der Landesname Norwegen angelegt - das Land, wo der nor-way wieder nach Süden führt.

leið öffnet ein Begriffsfeld um den Weg, aber auch um das Leiden, gemeinsam ist beiden die zielgerichtete Bewegung, das Vorankommen. Diese Bewegung im physischen ebenso wie im übertragenen Sinne führt auf ein Ziel hin, sie bringt den Menschen weiter, befördert und entwickelt ihn. Ausgelöst wird die Bewegung durch einen inneren Antrieb, den Druck der Drangsal, das drängende Bedürfnis zu etwas hin 17).

Das australische wea

Die tradional pathways der australischen Ureinwohnerwaren verbanden die physische Wegbeschreibung mit einer mindmap aus Geschichten, ihre Vorfahren und die Natur betreffend zur wea, bei uns bekannt geworden als »Traumzeit« 18)

Literatur

  • Bulle; Heinrich
    Geleisestraßen des Altertums
    Sitzungsberichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1947, Heft 2
    München 1948, 133 S., 30 Tafeln
  • Classen, Albrecht
    Roads, Streets, Bridges, and Travelers.
    in: Bd. 3 Albrecht Classen (Hg.), Berlin, München, Boston: De Gruyter, 2015, pp. 1511-1534. Online
  • Conover; Ted
    Die Wege der Menschen. Auf den Straßen, die unsere Welt verändern
    Malik München 2010, 352 S. 8 Bildtafeln, 6 Karten, Literaturverzeichnis
  • Conte, Francis, Laure Troubetzkoy
    Routes et chemins slaves.
    Tagungsband: Kolloquium Pais Mai 2003. XVII, 408 S. Cahiers Slaves 10 (2008). Inhalt u.a.:
    • Civ'jan Tat'jana, Azam Olivier
      Le chemin fatal de Kolobok. Online
    • Berezovič Elena, Stépanoff Charles
      La dénomination des chemins dans la toponymie de la Russie du Nord et les représentations populaires du monde. Online
    • Ščepanskaja Tat'jana Borisovna, Pernette Cédric
      L'ethnographe de terrain.
      Le déplacement comme contexte de la connaissance ethnographique. Online
    • Viellard Stéphane
      «A beau mentir qui vient de loin»
      Catherine II et l'écriture du voyage en Crimée. Online
    • Goubina Maya
      La route dans les notes de voyage des Français et des Russes au début du XIXe siècle
      Aspect du paysage ou illustration du «chemin» de la pensée? Online
    • Platov Ilya
      1876, les routes de la croisade slave. Online
    • Breuillard Jean
      Le voyage philosophique de Nikolaj Karamzin. Online
    • de Proyart Jacqueline
      Le personnage en chemin dans l'œuvre d'Anton Čehov (partie I). Online
    • Niqueux Michel
      Quêtes utopiques, chemins allégoriques
      Le genre de l'itinéraire spirituel en Russie et ses transformations (XIIe-XXe siècle). Online
    • Lanne Jean-Claude
      Le «Putestan» futurien: tentative d'hodographie. Online
    • Skonečnaja Ol'ga, Jurgenson Luba
      Carnets de voyage et manie de la persécution
      Les Carnets d'un toqué d' Andrej Belyj. Online
    • Delacroix Marie
      Deux itinéraires de Mandelštam au début des années 1930.
      Exil et renaissance poétique. Online
    • Troubetzkoy Laure
      Route américaine et voie soviétique: une convergence éphémère. Online
    • Balina Marina, Gréciet Françoise
      La fin du protocole: La transformation des récits de voyage dans la littérature russe des années 1960-1980. Online
    • Ivanova Natalja
      Victime de la géographie
      L'écrivain russe découvre et referme le monde. Online
    • Čongarova Irina, Mélat Olga
      Par les routes et les chemins avec Jordan Radičkov. Online
    • Brumfield William Craft
      The Architectural Heritage of Solikamsk and the Northern Districts of Perm Province. Online
  • Courbières, Caroline
    La route, milieu mythique
    Communication & langages 195 (2018/1) 23-26. Online
  • Dagognet, François
    Route, anti-route et méta-route
    Les Cahiers de médiologie 2 (1996) 19-28.
  • Debray, Régis
    Rhapsodie pour la route
    Les Cahiers de médiologie 2 (1996) 5-17.
  • Doßmann, Axel
    Via Appia, Route Nationale, Autobahn
    Zeitschrift des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte. Rechtsgeschichte-Legal History 6 (2005) 161-180 Online
  • Hvattum, Mari, Janike Kampevold Larsen, Brita Brenna, Beate Elvebakk
    Routes, roads and landscapes.
    XV, 248 S., Farnham 2011: Ashgate. Inhalt u.a.:
    • Moving Through the Landscape: King of the road: describing Norwegian landscapes in the 18th century, Brita Brenna;
    • Flow: rivers, roads, routes and cartographies of leisure, Vittoria di Palma
    • 'To lead the curious to points of view': the 18th century design of Irish routes, roads and landscapes, Finola O'Kane
    • Travel, en route writing, and the problems of correspondence, Charles W.J. Withers
    • The Route as Icon and Occurrence: Redefining the American sublime, from open road to interstate, David E. Nye
    • Staging the driving experience: parkways in Germany and the United States, Thomas Zeller
    • Curating views: the Norwegian tourist route project, Janike Kampevold Larsen
    • Stop, rest and digest: feeding people into nature, Lars Frers
    • Roadside aesthetics: guidelines from the Norwegian public roads administration, Beate Elvebakk
    • Enfolding and gathering the landscape: a geography of England's M1 corridor, Peter Merriman
    • Landscapes on the road, Gernot Böhme
  • Kühn, Günther
    Der gleislose Erdbau
    Berlin Springer 1956, 376 S., ISBN 978-3-642-49006-4
  • Landau, Georg
    Beiträge zur Geschichte der alten Heer- und Handelsstraßen in Deutschland.
    Eingeleitet und durch eine Übersichtskarte erläutert von Willi Görich (Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde, Heft 1), Kassel / Basel 1958
  • Lay, Maxwell G.
    Die Geschichte der Straße. Vom Trampelpfad zur Autobahn
    Frankfurt/M. 1994
  • Lozovan, Eugène
    Les „Routes“ de la Romania orientale.
    In: Revue Internationale d'Onomastique, 9.3 (1957) 213-226. Online
  • Niederehe, Hans-Josef
    Strasse und Weg in der galloromanischen Toponomastik.
    Zugl.: Köln, Univ., Diss. 1967 203 S. Genève 1967: Droz.
  • Albert C. Rose
    Public Roads of the Past.
    Washington : American Association of State Highway Officials 1952-53. Band 1: 3500 B.C. to 1800 A.D. Band 2: Historic American highways (2. erw. A. 1972)
  • Schreiber, Hermann
    Sinfonie der Straße. Der Mensch und seine Wege von den Karawanenpfaden bis zum Super-Highway
    Econ Verlag Düsseldorf 1959, 423 S.
  • Weise; Alfred
    Vom Wildpfad zur Motorstraße. Streifzüge durch die Geschichte des Verkehrs
    Verkehrswissenschaftliche Lehrmittelgesellschaft Berlin 1933

Der Weg als Metapher

  • Kufeld, Klaus
    Ars viatica als utopisches Paradigma: Sinn, Erkenntnis, Glück
    In: Die Reise als Utopie. Leiden, 2010: Brill doi: https://doi.org/10.30965/9783846749371_007
  • Schimmel, Annemarie
    Das Thema des Weges und der Reise im Islam.
    Opladen Westdt. Verl. 1994 Literaturverz. S. 25-27
  • Straub J., Seitz H.
    Metaphernanalyse in der kulturpsychologischen Biographieforschung
    Theoretische Überlegungen und empirische Analysen am Beispiel des „Zusammenschlusses“ von Staaten.
    In: Bohnsack R., Marotzki W. (Hg.) Biographieforschung und Kulturanalyse. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1998. Online
  • Paul Michel (Hg.)
    Symbolik von Weg und Reise
    Wien Lang 1992, darin:
    • Zum Bild des Weges in der Literatur des antiken Griechenland
      THOMAS FLEISCHHAUER
    • Gott und Mensch auf dem Weg.
      Einige Hinweise zur hebräischen Bibel, ausgehend von Jes. 55,9
      FELIX MATHYS
    • Zum Motiv des Weges im Buddhismus
      KARL H. HENKING
    • Aufstieg und Abstieg.
      Zur Metapher des Weges bei Rudolf von Biberach, Meister Eckhart und Johannes Tauler
      NIKLAUS LARGIER
    • Die Wegmetapher in den Autobiographien von Johannes Butzbach und Ignatius von Loyola
      ANDREAS BERIGER
    • Unterwegs nach Jerusalem: Die Pilgerfahrt als Denkabenteuer
      URSULA GANZ-BLÄTTLER
    • John Bunyan, »Die Pilgerreise nach dem Berge Zion«
      MARIA HUTTER
    • Weg und Wandlung
      Ethnologische Feldforschung zur Spiritualität heutiger Jakobs-Pilger und Pilgerinnen

      BARBARA HAAB
    • Das Eigene und das Andere.
      Strategien der Fremddarstellung in Reiseberichten

      STEFAN DEEG
    • Ahasver. Studien zur Sage über den Ewigen Juden
      GÜNTHER KAPFHAMMER
    • Das Bild der Brücke in Märchen und Sagen
      KATA LINHORN
    • Sightseeing, Shopping, Souvenirs und Spezialitäten.
      Symbole und Symbolkonsum in massentouristischer Sicht

      UELI GYR
    • The Way Inward; or, Swifts Knife
      ALLEN REDDICK
    • „Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg“: Zum Motiv des Weges bei Franz Kafka
      BERNARD FASSBIND
    • Weg und Fahrt im Traum
      PETER SEIDMANN
    • Way Symbolism in Personal Life
      Illustrated and explained from a Taoist perspective
      RENS J. P. VAN LO ON
    • Weg — Richtung — Gericht
      HERMANN LEVIN GOLDSCHMIDT
  • Zehnder, Markus Philipp
    Wegmetaphorik im Alten Testament.
    Eine semantische Untersuchung der alttestamentlichen und altorientalischen Weg-Lexeme mit besonderer Berücksichtigung ihrer metaphorischen Verwendung. Zugl. Diss. Univ. Basel 1997. Berlin / New York 1999.
1)
Woher stammt die Redewendung »Wo ein Wille ist, (da) ist auch ein Weg«?
Der Sprachdienst 6/2017
Jennifer Speake
The Oxford Dictionary of Proverbs
5. Aufl., Oxford: Oxford University Press, 2008, S. 346
Sandreczki, C
Reise nach Mosul und durch Kurdistan nach Urumia
unternommen im Auftrage der Church Missionary Society in London 1850
In brieflichen Mittheilungen aus dem Tagebuche. Steinkopf, 1857, Zweiter Teil S. 45, Fussnote
2)
Wege in Siedlungen werden meist anders bezeichnet als Wege außerhalb.
3)
der Weg als Metapher
4)
Winfried Breidbach
Reise - Fahrt - Gang.
Nomina der Fortbewegung in den altgermanischen Sprachen.

Peter Lang 1994 Diss. Köln S. 159, Fußnoten 499, 500
5)
Otfrieds Evangelienbuch 1,5,5-6
6)
Glauch, Sonja, Köbele, Susanne, Störmer-Caysa, Uta
Projektion - Reflexion - Ferne
Berlin, Boston: De Gruyter, 2011. Online
7)
in den baltischen, italischen und tocharischen Sprachen, s. Doçkalová 2011:331
8)
Winfried Breidbach: Reise - Fahrt - Gang. Nomina der Fortbewegung in den altgermanischen Sprachen. Peter Lang 1994 Diss. Köln
9)
„Wẽg“, Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart (Ausgabe letzter Hand, Leipzig 1793–1801), digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21, <https://www.woerterbuchnetz.de/Adelung?lemid=W01120>, abgerufen am 23.05.2021
10)
„weg, m.“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=W10890>, abgerufen am 23.05.2021; zu vegr s. Fritzner 3, 891
11)
zu den Wortfeldern um road, path/pathway/foothpath, sidewalk, way, trajectory/course, route, street, track, trail, ford, (foot)bridge
12)
N. L. Westergaard
Über die Verwandtschaft zwischen dem Sanskrit und Isländischen
Zeitschrift für die Wissenschaft der Sprache. G. Reimer, Berlin 1846
S. 124 und 137-139 über die sprachlichen Verbindungen zwischen Vargr (aisl.), Vrika (sk.) `Wolf´ zu ver (isl.), vira (sk.) `Mann´.
13)
sehr ausführlich diskutiert https://latin.stackexchange.com/questions/5455/are-vir-and-virgo-etymologically-relatedhier;
Romain Garnier
Sur l’étymologie du latin virgō « vierge «
Studia Etymologica Cracoviensia 19.2 (2014) 59-70
14)
Leiðarvisir einem Itinerar von Nikúlas Bergsson um 1155
15)
Breidbach, S. 260
16)
Simonsen, Povl
Ottar fra Hålogaland Ottar 14 (1957) 3, Anmerkung 11, S. 10 f.
Ottar, Populære småskrifter fra Tromsø Museum. Lofotpostens trykkeri
17)
Das Leiden: Der Weg, das Befördernde, das Entwickelnde, in:
Kühnhold, Christa
Der Begriff des Sprunges und der Weg des Sprachdenkens
eine Einführung in Kierkegaard
Berlin 1975: Walter de Gruyter
S. 112-115, dort auch ein anschauliches Begriffsfeld
18)
Spooner, P. G., M. Firman, Yalmambirra
Origins of Travelling Stock Routes. 1. Connections to Indigenous traditional pathways. The Rangeland Journal. 32.3 (2010) 329-339
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