Federico SchiratoSilent Nominal Heads in Manner Adverbials.
Qulso 10 (2024) 65–78. DOI, Online
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Unterwegs-Sein lässt sich verstehen als Methode, die darin besteht, sich zu bewegen, damit daraus etwas Neues entstehen kann. Im Einzelnen ist diese Methode unbestimmt, weil sie weder die Art der Fortbewegung enthält noch die Herkunfts- und Zielorte, weder Absichten erkennen lässt noch Handlungen festlegt, also eine passive Offenheit voraussetzt (Serendipity).
Diese Vorstellung Eins-zu-Eins in andere Sprachen zu übersetzen ist nur begrenzt möglich (`auf dem Weg sein´) und erfordert längere Umschreibungen. Sprachfamilienübergreifend enthält jedoch der Begriff des Weges auch die übertragene Bedeutung 'auf dem richtigen Weg sein' als Art und Weise etwas zu tun. 1)
→ Von 'Weg' abgeleitete Konzepte
In den sieben altgermanischen Sprachen 2) lassen sich 21 Stämme für das `sich-fortbewegen´ des Menschen ermitteln. 3) Da jeder dieser Stämme von einem anderen Verb ausgeht, enthalten sie auch andere Bedeutungen, welche zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als etwas Anderes für das Unterwegs-sein, zu ihrer Zeit Neues wahrgenommen wurden. Von diesen ist *faran die produktivste, etwa in Fahrt, Fahrzeug, Gefahr, Gefährte, fertig u.a.
→ Gang - Fahrt - Reise