Die Brautfahrt (engl. bridal journey, frz. voyage nuptial, lat. iter nuptiale) ist keine Reise, weil Letztere eine Rückkehr voraussetzt.
Als Fahrt wird sie zur „Reise ohne Wiederkehr“ 1), das gilt allerdings nicht für ihr Gefolge.
Als ein Ortswechsel unter Zwang kann sie als Migration gedeutet werden 2), schließlich auch als Ritual des Familienwechsels.
Zu unterscheiden ist die Brautfahrt sowohl von der Hochzeitsreise (engl. wedding journey, „honeymoon“) als auch von der Reise des Bräutigams (engl. groom) zur Braut (engl. bride).
Pastrnak 3) schlägt „nuptial journey“ (marital travels) als Oberbegriff vor.
→ Literaturliste Frauen unterwegs
Hans Schäufelin, Hans Burgkmair und Leonhard Beck.Maximilian I. zu seiner Braut Maria von Burgund. In kaiserlichem Auftrag entstand später »der Theuerdank« als fiktive Geschichte der Brautfahrt zu Fräulein Ernreich in Versen, gedruckt unter anderem 1519 von Johann Schönsperger d. Ä. (um 1455–1521) in Augsburg. Die dabei verwendete »Theuerdank-Schrift« wurde zum Vorläufer der Frakturschriften.Bulle, HeinrichOtto Roquette (1851) → Wandervogel,,reisegeschichte.de © 1998–2026 Norbert Lüdtke. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.,,
Christiane CoesterPatrik PastrnakMaximilian I. zu Maria von Burgund und Maximilian II. im 16. Jahrhundert als Gegenstück zur Brautfahrt.