Inhaltsverzeichnis

Staaten in Ozeanien

Auf etwa einem Drittel der Erdoberfläche erstreckt sich der Pazifik zwischen den Alëuten und der Antarktis. Amerika bildet die östliche Grenze, Philippinen, Neuguinea, Australien und Neuseeland die westliche. Südsee bezeichnet das Gebiet zwischen Äquator und südlichem Wendekreis, während Ozeanien die pazifische Inselwelt bezeichnet, unterteilt in Polynesien (griechisch: viele Inseln), Mikronesien (griechisch: kleine Inseln), Melanesien (griechisch: schwarze Inseln) und Hawaii. Melanesien erhielt seinen Namen wegen der größtenteils dunkelhäutigen Bevölkerung. Im »Paradies Südsee« wüteten immer schon Naturgewalten wie Überschwemmungen, Starkregen, Erdrutsche, Taifune und Hurrikane - der steigende Meeresspiegel bedroht alle Inseln.

Bereits ab 1300 v. Chr. segelten »Austronesier« mit Ausleger-Segelbooten von Südchina und Taiwan nach Osten, rund 10.000 km in 1500 Jahren. Dabei besiedelten sie die Inselküsten bis Polynesien. 1520/21 überquerte Fernão Magellan den Ozean zwischen Asien und Amerika. Ausnahmesweise war die See ruhig und so nannte er sie friedliches Meer: »el mare pacifico«. Auf rund 10.000 Inseln siedeln heute weniger als neun Millionen Menschen. Viele Inseln werden von den USA, Australien, Neuseeland, Großbritannien oder Frankreich verwaltet. Schiffsverbindungen dauern Tage oder Wochen, Flüge sind außerhalb der Hauptstrecken selten.

Sonderfälle

Liste der Staaten in Ozeanien

Land Hauptstadt
Cookinseln Avarua
Fidschi Suva
Kiribati South Tarawa
Marshallinseln Majuro
Mikronesien Palikir
Nauru Yaren
Neuseeland Wellington
Palau Ngerulmud
Papua-Neuguinea Port Moresby
Salomonen Honiara
Samoa Apia
Tonga Nukuʻalofa
Tuvalu Funafuti
Vanuatu Port Vila

Literatur

Hermann Joseph Hiery (Hg.)
Die deutsche Südsee 1884 - 1914
Ferdinand Schöningh Paderborn 2002
Ein Hand- und Lesebuch mit dem Umfang (880 S.) eines Kompendiums über die Zeit, als Kaiser-Wilhelmland auf Neuguinea lag und Neupommern eine Südsee-Insel war.