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 → [[wiki:literaturliste_alpen_alpinismus|Literaturliste Alpen & Alpinismus]]\\  → [[wiki:literaturliste_alpen_alpinismus|Literaturliste Alpen & Alpinismus]]\\ 
 → [[wiki:reisebild-kategorien#Unterwegs mit Metaphern|Unterwegs mit Metaphern]] Der Weg als Metapher\\  → [[wiki:reisebild-kategorien#Unterwegs mit Metaphern|Unterwegs mit Metaphern]] Der Weg als Metapher\\ 
-→ [[wiki:ausstellungsliste_wege_strassen|Ausstellungsliste Wege und Straßen]] \\ +→ [[wiki:ausstellungsliste_wege_strassen|Ausstellungsliste Wege und Straßen]]\\ 
  
   Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg.   Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg.
  
-Diese //Redewendung// ist weder deutsch noch sehr alt, sondern erscheint zuerst im Englischen 1822 als »Where there is a will, there is a way« ((//Woher stammt die Redewendung »Wo ein Wille ist, (da) ist auch ein Weg«?//\\ [[https://gfds.de/9015-2/|Der Sprachdienst 6/2017]]\\ ''Jennifer Speake''\\//The Oxford Dictionary of Proverbs//\\ 5. Aufl., Oxford: Oxford University Press, 2008, S. 346\\ ''Sandreczki, C''\\//Reise nach Mosul und durch Kurdistan nach Urumia//\\ unternommen im Auftrage der Church Missionary Society in London 1850\\ In brieflichen Mittheilungen aus dem Tagebuche. Steinkopf, 1857, Zweiter Teil S. 45, Fussnote)) und zeigt die Bedeutungsvielfalt des Wortes an, angelehnt an den Duden als:+Diese //Redewendung// ist weder deutsch noch sehr alt, sondern erscheint zuerst im Englischen 1822 als »Where there is a will, there is a way« ((//Woher stammt die Redewendung »Wo ein Wille ist, (da) ist auch ein Weg«?//\\ [[https://gfds.de/9015-2/|Der Sprachdienst 6/2017]]\\ ''Jennifer Speake''\\ //The Oxford Dictionary of Proverbs//\\ 5. Aufl., Oxford: Oxford University Press, 2008, S. 346\\ ''Sandreczki, C''\\ //Reise nach Mosul und durch Kurdistan nach Urumia//\\ unternommen im Auftrage der Church Missionary Society in London 1850\\ In brieflichen Mittheilungen aus dem Tagebuche. Steinkopf, 1857, Zweiter Teil S. 45, Fussnote)) und zeigt die Bedeutungsvielfalt des Wortes an, angelehnt an den Duden als:
   * sichtbarer Weg durch ein [[wiki:gelaende|Gelände]] oder eine [[wiki:landschaft|Landschaft]], befestigt oder nicht, mehr oder weniger deutlich verlaufend, kann sich verzweigen in ein Wegbündel, oft ohne eindeutigen Anfang oder Ende, daher [[wiki:orientierung|Orientierung]] erfordernd;   * sichtbarer Weg durch ein [[wiki:gelaende|Gelände]] oder eine [[wiki:landschaft|Landschaft]], befestigt oder nicht, mehr oder weniger deutlich verlaufend, kann sich verzweigen in ein Wegbündel, oft ohne eindeutigen Anfang oder Ende, daher [[wiki:orientierung|Orientierung]] erfordernd;
   * Richtung auf ein bestimmtes Ziel hin;   * Richtung auf ein bestimmtes Ziel hin;
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     * ''Meineke, E.'', ''Schilp, T.''\\ //Hellweg.//\\ In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Bd. 14 Berlin 1999, S. 313–317.     * ''Meineke, E.'', ''Schilp, T.''\\ //Hellweg.//\\ In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Bd. 14 Berlin 1999, S. 313–317.
     * ''Jürgen Udolph''\\ //Die Ortsnamen Hall, Halle, Hallein, Hallstatt und das Salz.//\\ Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2014     * ''Jürgen Udolph''\\ //Die Ortsnamen Hall, Halle, Hallein, Hallstatt und das Salz.//\\ Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2014
-    * ''John W. Bernhardt''\\ //Itinerant Kingship and Royal Monasteries in Early Medieval Germany c.936-1075//.\\  Cambridge ; New York : Cambridge University Press, 1993/2002.+    * ''John W. Bernhardt''\\ //Itinerant Kingship and Royal Monasteries in Early Medieval Germany c.936-1075//.\\ Cambridge ; New York : Cambridge University Press, 1993/2002.
  
 ==== Hohlwege ==== ==== Hohlwege ====
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 **Saumpfade** im Gebirge ermöglichten den [[wiki:transport|Transport]] von [[wiki:lasten|Lasten]] »Saum« ((Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bd. 14, Sp. 1908, Z. 14: »Lehnwort aus mittellat. salma, sauma, einer entstellung aus sagma, griech. σάγμα 'packsattel', zu σάττειν 'packen'«)) mit [[wiki:nutztiere|Lasttieren]], schweiz. Nossweg, Noss `Maultier´ ((Schweiz. Idiotikon Bd XV 842)), nicht aber mit [[wiki:fuhrwerke|Fuhrwerken]], bestanden daher bereits vor den befestigten [[wiki:alpenpaesse|Alpenübergängen]] aus römischer Zeit; sie sind »Höhenwege« im Unterschied zu »Hochwegen«. **Saumpfade** im Gebirge ermöglichten den [[wiki:transport|Transport]] von [[wiki:lasten|Lasten]] »Saum« ((Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bd. 14, Sp. 1908, Z. 14: »Lehnwort aus mittellat. salma, sauma, einer entstellung aus sagma, griech. σάγμα 'packsattel', zu σάττειν 'packen'«)) mit [[wiki:nutztiere|Lasttieren]], schweiz. Nossweg, Noss `Maultier´ ((Schweiz. Idiotikon Bd XV 842)), nicht aber mit [[wiki:fuhrwerke|Fuhrwerken]], bestanden daher bereits vor den befestigten [[wiki:alpenpaesse|Alpenübergängen]] aus römischer Zeit; sie sind »Höhenwege« im Unterschied zu »Hochwegen«.
     * ''Baumgartner, Roland'', ''Lucia Degonda''\\ //Saumpfade. Wegbau und Säumerwesen in den Schweizer Alpen//.\\ Eine Publikation im Rahmen des Projektes "Wege zur Schweiz". Inventar Hist. Verkehrswege der Schweiz (IVS), 61, [18] S. Basel 1994 Ed. Schweiz im Wiese-Verl.\\ = Mulattiere: costruzione delle strade e traffico dei mulattieri Ufficio nazionale svizzero del turismo\\ = Mule-paths: path construction and mule transport in the Swiss Alps     * ''Baumgartner, Roland'', ''Lucia Degonda''\\ //Saumpfade. Wegbau und Säumerwesen in den Schweizer Alpen//.\\ Eine Publikation im Rahmen des Projektes "Wege zur Schweiz". Inventar Hist. Verkehrswege der Schweiz (IVS), 61, [18] S. Basel 1994 Ed. Schweiz im Wiese-Verl.\\ = Mulattiere: costruzione delle strade e traffico dei mulattieri Ufficio nazionale svizzero del turismo\\ = Mule-paths: path construction and mule transport in the Swiss Alps
-    * ''Robert Louis Stevenson'' (1850-1894)\\ //Travels with a Donkey in the Cévennes.//\\ London 1879: C. Kegan Paul. [[https://www.gutenberg.org/ebooks/535|Online]] \\ Eine zwölftägige Wanderung mit einem Esel auf alten Saumpfaden, 200 Meilen von Le Monastier nach Saint-Jean-du-Gard.+    * ''Robert Louis Stevenson'' (1850-1894)\\ //Travels with a Donkey in the Cévennes.//\\ London 1879: C. Kegan Paul. [[https://www.gutenberg.org/ebooks/535|Online]]\\ Eine zwölftägige Wanderung mit einem Esel auf alten Saumpfaden, 200 Meilen von Le Monastier nach Saint-Jean-du-Gard.
     * ''Yanick Turin'', ''Bastien Piguet''\\ //Du Muletier au Guide de Montagne//\\ Dokumentarfilm Schweiz 2016 über die [[http://www.dumuletierauguidedemontagne.ch/|Asociacion del arriero al guia de alta montaña]].     * ''Yanick Turin'', ''Bastien Piguet''\\ //Du Muletier au Guide de Montagne//\\ Dokumentarfilm Schweiz 2016 über die [[http://www.dumuletierauguidedemontagne.ch/|Asociacion del arriero al guia de alta montaña]].
     * ''Mazon, Albin''\\ //Les muletiers du Vivarais, du Velay et du Gévaudan.//\\ Le Puy-en-Velay 1892: Impr. Prades-Freydier. (Reprint Nîmes 2005: C. Lacour)     * ''Mazon, Albin''\\ //Les muletiers du Vivarais, du Velay et du Gévaudan.//\\ Le Puy-en-Velay 1892: Impr. Prades-Freydier. (Reprint Nîmes 2005: C. Lacour)
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 ==== Folkweg, Leuteweg, Dietweg ==== ==== Folkweg, Leuteweg, Dietweg ====
  
-  * **Die(t)weg**, Dei(t)weg, auch Dietfurt und ähnliches sind die Fernwege des Volkes\\ `leutlane´ (afries., mnd.), ein öffentlicher Weg mit vorgeschriebener Breite ((Deutsches Rechtswörterbuch [[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=leutlane#Leutlane|Online]] )):\\//»non via vel strata, que dicitur deitwech, sed semita duntaxat peditum, que vulgo path vocatur«//((Deutsches Rechtswörterbuch [[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=Dietweg|Online]] )).\\ //»iter populo debetur«// im Unterschied zu Heerstraße und via regia einerseits und zu Karrenweg anderseits, zahlreiche Beispielen am Oberrhein ((''Mone, Franz Joseph''\\ //Urgeschichte des badischen Landes bis zu Ende des siebenten Jahrhunderts.//\\ Band 2. Karlsruhe 1845: Macklot S. 31-33; unverstanden verballhornt zu Dieb in Diebstig, Diebawinkel, diepweg )) belegen die weitflächige Verbreitung beidseits des Rheins, auch in Hessen ((''Ramge, Hans, Jörg Riecke, Herbert Schmidt, Gerd Richter, Jasmin S. Rühl, Gerda Weigel-Greilich''\\ //Südhessisches Flurnamenbuch.//\\ Darmstadt 2002: Hessische Historische Kommission. S. 291, 293 )), Belgien und Norddeutschland ((''Burgard, Friedhelm''\\ //Auf den Römerstraßen ins Mittelalter Beiträge zur Verkehrsgeschichte zwischen Maas und Rhein von der Spätantike bis ins [[wiki:unterwegs_im_19._jahrhundert|19. Jahrhundert]].//\\ Mainz von Zabern 1997, S. 157-159; ausführlich ''Ehrismann, Otfrid Reinald'':  //Volk: Eine Wortgeschichte.// Vom Ende des 8. Jahrhunderts bis zum Barock. Diss. Univ. Gießen: Chemoprint 1970 )).+  * **Die(t)weg**, Dei(t)weg, auch Dietfurt und ähnliches sind die Fernwege des Volkes\\ `leutlane´ (afries., mnd.), ein öffentlicher Weg mit vorgeschriebener Breite ((Deutsches Rechtswörterbuch [[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=leutlane#Leutlane|Online]] )):\\ //»non via vel strata, que dicitur deitwech, sed semita duntaxat peditum, que vulgo path vocatur«//((Deutsches Rechtswörterbuch [[https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&term=Dietweg|Online]] )).\\ //»iter populo debetur«// im Unterschied zu Heerstraße und via regia einerseits und zu Karrenweg anderseits, zahlreiche Beispielen am Oberrhein ((''Mone, Franz Joseph''\\ //Urgeschichte des badischen Landes bis zu Ende des siebenten Jahrhunderts.//\\ Band 2. Karlsruhe 1845: Macklot S. 31-33; unverstanden verballhornt zu Dieb in Diebstig, Diebawinkel, diepweg )) belegen die weitflächige Verbreitung beidseits des Rheins, auch in Hessen ((''Ramge, Hans, Jörg Riecke, Herbert Schmidt, Gerd Richter, Jasmin S. Rühl, Gerda Weigel-Greilich''\\ //Südhessisches Flurnamenbuch.//\\ Darmstadt 2002: Hessische Historische Kommission. S. 291, 293 )), Belgien und Norddeutschland ((''Burgard, Friedhelm''\\ //Auf den Römerstraßen ins Mittelalter Beiträge zur Verkehrsgeschichte zwischen Maas und Rhein von der Spätantike bis ins [[wiki:unterwegs_im_19._jahrhundert|19. Jahrhundert]].//\\ Mainz von Zabern 1997, S. 157-159; ausführlich ''Ehrismann, Otfrid Reinald'':  //Volk: Eine Wortgeschichte.// Vom Ende des 8. Jahrhunderts bis zum Barock. Diss. Univ. Gießen: Chemoprint 1970 )).
     * ''Elfriede Hornecker'', ''Willi Schreiber''\\ //Unterwegs auf alten Spuren : der Folcwech zwischen Weser und Hunte.//\\ 196 S. Bibliogr. S. 178--185Kiel 2019: Solivagus. [[https://d-nb.info/1188531603/04|Inhalt]] u.a. zu :     * ''Elfriede Hornecker'', ''Willi Schreiber''\\ //Unterwegs auf alten Spuren : der Folcwech zwischen Weser und Hunte.//\\ 196 S. Bibliogr. S. 178--185Kiel 2019: Solivagus. [[https://d-nb.info/1188531603/04|Inhalt]] u.a. zu :
       * den Themen: Ochsenweg, Hesseweg, Buribruc, Hünenburg, Landwehren, Wesermarsch, Furt und Fähre       * den Themen: Ochsenweg, Hesseweg, Buribruc, Hünenburg, Landwehren, Wesermarsch, Furt und Fähre
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 Das mit Weg //u̯ai// sprachverwandte lateinische //vir// `Mann´ (igs. u̯ī̆ro, `der Kräftige´) betont die urwüchsige Kraft und findet sich auch in //Werwolf// und dem nordischen **[[wiki:vargr|vargr]]** ((''N. L. Westergaard''\\ //Über die Verwandtschaft zwischen dem Sanskrit und Isländischen//\\ Zeitschrift für die Wissenschaft der Sprache. G. Reimer, Berlin 1846\\ S. 124 und 137-139 über die sprachlichen Verbindungen zwischen //Vargr// (aisl.), //Vrika// (sk.) `Wolf´ zu //ver// (isl.), //vira// (sk.) `Mann´.)).  Das mit Weg //u̯ai// sprachverwandte lateinische //vir// `Mann´ (igs. u̯ī̆ro, `der Kräftige´) betont die urwüchsige Kraft und findet sich auch in //Werwolf// und dem nordischen **[[wiki:vargr|vargr]]** ((''N. L. Westergaard''\\ //Über die Verwandtschaft zwischen dem Sanskrit und Isländischen//\\ Zeitschrift für die Wissenschaft der Sprache. G. Reimer, Berlin 1846\\ S. 124 und 137-139 über die sprachlichen Verbindungen zwischen //Vargr// (aisl.), //Vrika// (sk.) `Wolf´ zu //ver// (isl.), //vira// (sk.) `Mann´.)). 
  
-Die //Metapher// vom //Lebensweg// könnte bereits in diesen sprachlichen Wurzeln angelegt sein, denn da solch kreatürliche Kraft Ausdruck von Leben ist - vita: `jung, grün, lebendig´ - verbindet dies im Lateinischen: `virgo´ (Jungfrau), `vir´ (Mann), `viridere´ (grün), `virga´ (junge Weidenrute), `verga´ `Hirtenstab´ ((sehr ausführlich diskutiert [[https://latin.stackexchange.com/questions/5455/are-vir-and-virgo-etymologically-relatedhier]];\\ ''Romain Garnier''\\//Sur l’étymologie du latin virgō « vierge «//\\ Studia Etymologica Cracoviensia 19.2 (2014) 59-70)).+Die //Metapher// vom //Lebensweg// könnte bereits in diesen sprachlichen Wurzeln angelegt sein, denn da solch kreatürliche Kraft Ausdruck von Leben ist - vita: `jung, grün, lebendig´ - verbindet dies im Lateinischen: `virgo´ (Jungfrau), `vir´ (Mann), `viridere´ (grün), `virga´ (junge Weidenrute), `verga´ `Hirtenstab´ ((sehr ausführlich diskutiert [[https://latin.stackexchange.com/questions/5455/are-vir-and-virgo-etymologically-relatedhier]];\\ ''Romain Garnier''\\ //Sur l’étymologie du latin virgō « vierge «//\\ Studia Etymologica Cracoviensia 19.2 (2014) 59-70)).
  
 ==== Das griechische ὁδός ==== ==== Das griechische ὁδός ====
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 In den nordischen Sprachen findet sich der //Rómavegr// und der //Wegur til Róms//, aber auch Wege im Sinne von Routen wie //vestri leið//, //eystri leið// ((//Leiðarvisir// einem [[wiki:itinerar|Itinerar]] von ''Nikúlas Bergsson'' um 1155)). Während hier `Weg´ vorwiegend die Landreise mit dem Ortsziel bezeichnet, verweist leið eher auf eine Schiffahrtsroute und die Angabe der [[wiki:orientierung#Richtung und Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]]; erkennbar auch an der etymologischen Wurzel zu *leiÞan im Sinne von `gleiten´ ((Breidbach, S. 260)). Himmelsrichtungen werden aber nicht am Kompass festgemacht, sondern an variablen [[wiki:orientierung|Orientierung]]ssystemen: Man segelt nordwärts, weil die Küste rechts zu sehen ist, auch wenn der Küstenverlauf nach Osten oder Süden abknickt ((''Simonsen, Povl''\\ //Ottar fra Hålogaland// Ottar 14 (1957) 3, Anmerkung 11, S. 10 f.\\ Ottar, Populære småskrifter fra Tromsø Museum. Lofotpostens trykkeri)): Im Namen nor-way ist der Landesname Norwegen angelegt - das Land, wo der nor-way wieder nach Süden führt. In den nordischen Sprachen findet sich der //Rómavegr// und der //Wegur til Róms//, aber auch Wege im Sinne von Routen wie //vestri leið//, //eystri leið// ((//Leiðarvisir// einem [[wiki:itinerar|Itinerar]] von ''Nikúlas Bergsson'' um 1155)). Während hier `Weg´ vorwiegend die Landreise mit dem Ortsziel bezeichnet, verweist leið eher auf eine Schiffahrtsroute und die Angabe der [[wiki:orientierung#Richtung und Himmelsrichtungen|Himmelsrichtung]]; erkennbar auch an der etymologischen Wurzel zu *leiÞan im Sinne von `gleiten´ ((Breidbach, S. 260)). Himmelsrichtungen werden aber nicht am Kompass festgemacht, sondern an variablen [[wiki:orientierung|Orientierung]]ssystemen: Man segelt nordwärts, weil die Küste rechts zu sehen ist, auch wenn der Küstenverlauf nach Osten oder Süden abknickt ((''Simonsen, Povl''\\ //Ottar fra Hålogaland// Ottar 14 (1957) 3, Anmerkung 11, S. 10 f.\\ Ottar, Populære småskrifter fra Tromsø Museum. Lofotpostens trykkeri)): Im Namen nor-way ist der Landesname Norwegen angelegt - das Land, wo der nor-way wieder nach Süden führt.
  
-leið öffnet ein Begriffsfeld um den Weg, aber auch um das Leiden, gemeinsam ist beiden die zielgerichtete Bewegung, das Vorankommen. Diese Bewegung im physischen ebenso wie im übertragenen Sinne führt auf ein Ziel hin, sie bringt den Menschen weiter, befördert und entwickelt ihn. Ausgelöst wird die Bewegung durch einen inneren Antrieb, den Druck der Drangsal, das drängende Bedürfnis zu etwas hin ((Das Leiden: Der Weg, das Befördernde, das Entwickelnde, in:\\   +leið öffnet ein Begriffsfeld um den Weg, aber auch um das Leiden, gemeinsam ist beiden die zielgerichtete Bewegung, das Vorankommen. Diese Bewegung im physischen ebenso wie im übertragenen Sinne führt auf ein Ziel hin, sie bringt den Menschen weiter, befördert und entwickelt ihn. Ausgelöst wird die Bewegung durch einen inneren Antrieb, den Druck der Drangsal, das drängende Bedürfnis zu etwas hin ((Das Leiden: Der Weg, das Befördernde, das Entwickelnde, in:\\  
-''Kühnhold, Christa''\\ //Der Begriff des Sprunges und der Weg des Sprachdenkens//\\ eine Einführung in Kierkegaard\\  Berlin 1975: Walter de Gruyter\\  S. 112-115, dort auch ein anschauliches Begriffsfeld)).+''Kühnhold, Christa''\\ //Der Begriff des Sprunges und der Weg des Sprachdenkens//\\ eine Einführung in Kierkegaard\\ Berlin 1975: Walter de Gruyter\\ S. 112-115, dort auch ein anschauliches Begriffsfeld)).
  
 ==== `Weg´ in den germanischen Sprachen ==== ==== `Weg´ in den germanischen Sprachen ====
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   * ''Bosio, Luciano''\\ //Le strade romane della Venetia e dell'Histria.// 2. A. Padova 1997: Esedra Ed. (Il mito e la storia, 4).   * ''Bosio, Luciano''\\ //Le strade romane della Venetia e dell'Histria.// 2. A. Padova 1997: Esedra Ed. (Il mito e la storia, 4).
   * ''Chevallier, Raymond''\\ //Les voies romaines.// Paris 1972: Colin.   * ''Chevallier, Raymond''\\ //Les voies romaines.// Paris 1972: Colin.
-  * ''Davies, Hugh'' \\ //Designing Roman Roads.// In: Britannia 29 (1998) 1–16.+  * ''Davies, Hugh''\\ //Designing Roman Roads.// In: Britannia 29 (1998) 1–16.
   * ''Esch, Arnold''\\ //Römische Straßen in ihrer Landschaft.//\\ Das Nachleben antiker Straßen um Rom. Mit Hinweisen zur Begehung im Gelände.\\ Mainz am Rhein 1997: Philipp von Zabern   * ''Esch, Arnold''\\ //Römische Straßen in ihrer Landschaft.//\\ Das Nachleben antiker Straßen um Rom. Mit Hinweisen zur Begehung im Gelände.\\ Mainz am Rhein 1997: Philipp von Zabern
   * ''Grewe, Klaus''\\ //Alle Wege führen nach Rom. Römerstraßen im Rheinland und anderswo.//\\ In: Harald Koschik (Hg.)\\ "Alle Wege führen nach Rom ...". Internationales Römerstraßenkolloqium Bonn [vom 25. bis 27. Juni 2003]. Pulheim-Brauweiler 2004: Rhein-Eifel-Mosel-Verl. (Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland, 16), S. 9–42.   * ''Grewe, Klaus''\\ //Alle Wege führen nach Rom. Römerstraßen im Rheinland und anderswo.//\\ In: Harald Koschik (Hg.)\\ "Alle Wege führen nach Rom ...". Internationales Römerstraßenkolloqium Bonn [vom 25. bis 27. Juni 2003]. Pulheim-Brauweiler 2004: Rhein-Eifel-Mosel-Verl. (Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland, 16), S. 9–42.
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   * ''Pekáry, Thomas''\\ //Untersuchungen zu den römischen Reichsstraßen.//\\ Bonn 1969: Habelt.   * ''Pekáry, Thomas''\\ //Untersuchungen zu den römischen Reichsstraßen.//\\ Bonn 1969: Habelt.
   * ''Rathmann, Michael''\\ //Viae publicae in den Provinzen des Imperium Romanum. Probleme einer rechtlichen Definition.//\\ In: Eckart Olshausen, Holger Sonnabend (Hg.)\\ Zu Wasser und zu Land - Verkehrswege in der antiken [[wiki:welt|Welt]]. Stuttgarter Kolloquium zur Historischen Geographie des Altertums. Stuttgart 2002: Steiner (Geographica historica, 17), S. 410–418.   * ''Rathmann, Michael''\\ //Viae publicae in den Provinzen des Imperium Romanum. Probleme einer rechtlichen Definition.//\\ In: Eckart Olshausen, Holger Sonnabend (Hg.)\\ Zu Wasser und zu Land - Verkehrswege in der antiken [[wiki:welt|Welt]]. Stuttgarter Kolloquium zur Historischen Geographie des Altertums. Stuttgart 2002: Steiner (Geographica historica, 17), S. 410–418.
-  * ''Rathmann, Michael''\\ //Untersuchungen zu den Reichsstraßen in den westlichen Provinzen des Imperium Romanum.//\\  Bonn, Univ., Diss., 1998/99. Mainz 2003: Philipp von Zabern (Beihefte der Bonner Jahrbücher, 55).+  * ''Rathmann, Michael''\\ //Untersuchungen zu den Reichsstraßen in den westlichen Provinzen des Imperium Romanum.//\\ Bonn, Univ., Diss., 1998/99. Mainz 2003: Philipp von Zabern (Beihefte der Bonner Jahrbücher, 55).
   * ''Rathmann, Michael''\\ //Städte und Verwaltung der Reichstraßen.//\\ In: ''Regula Frei-Stolba'' 2004   * ''Rathmann, Michael''\\ //Städte und Verwaltung der Reichstraßen.//\\ In: ''Regula Frei-Stolba'' 2004
   * ''Regula Frei-Stolba'' (Hg.), Heinz Herzig (Mitarbeit)\\ //Siedlung und Verkehr im Römischen Reich. Römerstraßen zwischen Herrschaftssicherung und Landschaftsprägung.//\\ Akten des Kolloquiums zu Ehren von Prof. H. E. Herzig vom 28. und 29. Juni 2001 in Bern. Bern 2004: Lang, S. 163–226.   * ''Regula Frei-Stolba'' (Hg.), Heinz Herzig (Mitarbeit)\\ //Siedlung und Verkehr im Römischen Reich. Römerstraßen zwischen Herrschaftssicherung und Landschaftsprägung.//\\ Akten des Kolloquiums zu Ehren von Prof. H. E. Herzig vom 28. und 29. Juni 2001 in Bern. Bern 2004: Lang, S. 163–226.
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 siehe auch → Literatur zu transalpinem Verkehr und [[wiki:alpenpaesse|Alpenpässen]] siehe auch → Literatur zu transalpinem Verkehr und [[wiki:alpenpaesse|Alpenpässen]]
-  * ''Knox, Alexander''\\ //Glossary of geographical and topographical terms and of words of frequent occurrences in the composition of such terms and of place-names.// \\ London 1904: E. Stanford [[https://archive.org/details/glossaryofgeogra00knoxrich|Online]]\\ S. 31: 'path' in 18 Bantusprachen mit Hinweisen auf deren Verwandtschaft\\ → [[wiki:pfad|Pfad]], [[wiki:weg|Weg]] → [[wiki:liste_bezeichnungen_weg_pfad_afrika_asien|Liste der Bezeichnungen in afrikanischen und asiatischen Sprachen]], hier:+  * ''Knox, Alexander''\\ //Glossary of geographical and topographical terms and of words of frequent occurrences in the composition of such terms and of place-names.//\\ London 1904: E. Stanford [[https://archive.org/details/glossaryofgeogra00knoxrich|Online]]\\ S. 31: 'path' in 18 Bantusprachen mit Hinweisen auf deren Verwandtschaft\\ → [[wiki:pfad|Pfad]], [[wiki:weg|Weg]] → [[wiki:liste_bezeichnungen_weg_pfad_afrika_asien|Liste der Bezeichnungen in afrikanischen und asiatischen Sprachen]], hier:
     * 59: Calcosa (It.), a beaten path, a road.      * 59: Calcosa (It.), a beaten path, a road. 
     * 94: Doroga (Russ.), a road     * 94: Doroga (Russ.), a road
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