====== System ====== ===== Begriff ===== Das altgriechische //sýstema// bezeichnet etwas, das aus Teilen besteht, also ein Gebilde, etwas Verbundenes oder Zusammengestelltes. Naturphilosophisch betrachtet ist also alles System, da sich alles zerlegen lässt: [[wiki:chemie#3. Eigenarten und Stoffe|Stoffe]] in Moleküle, Moleküle in Atome, diese in Elementarteilchen usw. Dann wäre der Begriff also weitgehend sinnlos. * Zur Begriffsgeschichte siehe [[https://begriffsgeschichte.de/doku.php/begriffe/system|ZfL »System«]] Der Begriff wird vielfach entwertet, weil er auch dazu benutzt wird, Nicht-Wissen zu verschleiern:// >>Wenn du es nicht kennst, nenne es ein System. Wenn du nicht weißt, wie es funktioniert, nenne es einen Prozess.<2), verlieren auch geschlossene Systeme in geringem Maße Materie.)) * Nervensignale werden weitergeleitet und lösen chemische Vorgänge im Körper aus. * Evolution\\ Strukturelle Kopplung mit anderen Systemen kann die Struktur des Systems verändern, und macht es möglich, sich anzupassen. ===== Systemtheorie der Technik ===== Basierend auf Luhmanns Systemtheorie hat ''Günter Ropohl'' eine //Systemtheorie der Technik// ausgearbeitet. Sie basiert auf der Vorstelllung eines //»soziotechnischen Handlungssystems«//, das also nicht nur auf die Technik schaut, sondern auf die Verwendung der [[techne|Technik]] im soziotechnischen Handeln, das auch technisches [[wissen|Wissen]] voraussetzt. »Technik umfasst die Menge der (a) nutzenorientierten, künstlichen, gegenständlichen Gebilde (Artefakte, Sachsysteme), (b) menschlicher Handlungen und Einrichtungen, in denen Sachsysteme entstehen und (c) menschlicher Handlungen, in denen Sachsysteme verwendet werden.« Dieser Ansatz unterscheidet * Zielsysteme: Die Frage nach Sinn und Zweck * Organisationssysteme: Die Frage nach dem Wie? * Sachsysteme: Die Frage nach dem Womit? * Personale Systeme: Die Frage mit Wem? Ziel-, Organisations- und Sachsysteme sowie deren Subsysteme lassen sich beschreiben durch ihre Funktion, die an Stoff-, Energie- und Informationsflüsse gebunden ist.\\ Personale Systeme sind damit durch einen Entstehungszusammenhang und einen Verwendungszusammenhang verbunden.\\ Handlungskreise verbinden die Teilsysteme. Teilsysteme können substituiert werden. ===== Unterwegs-sein als soziotechnisches Handlungssystem ===== Basierend auf den obigen Theorien wird hier das [[soziotechnisches_handlungssystem|Unterwegs-sein als soziotechnisches Handlungssystem]] beschrieben: * »Unterwegs-sein« wäre dann ein System, dass dem Einfluss der Antagonisten //sich [[wiki:fortbewegung|fortbewegen]] von// und //ankommen// als sich wiederholendem Handlungskreis unterliegt. * Personale Systeme ([[figuren_typen_rollen|Figuren]]) bewegen sich dabei in einem //dynamischen// Verhältnis zu Gemeinschaft und Gesellschaft. * Deren Verhalten lässt sich in soziotechnischen Handlungskreisen beschreiben, etwa als * [[alltag_unterwegs|Alltag unterwegs]] * [[navigation|Navigation]] zur Orientierung * Dabei werden andere Systeme gekoppelt, etwa: * [[ausruestung|Ausrüstung]] als Organisationssystem zur Vorbereitung * [[itinerar|Itinerare]] als Informationssystem zur Routenplanung * Als emergente Phänomene erscheinen dabei unter bestimmten Bedingungen [[wiki:unterwegs-sein-konzepte|Konzepte des Unterwegs-Seins]] wie [[wiki:fahrt|Fahrt]], [[wiki:reisen|Reise]], [[travel|Travel]], Voyage, [[wiki:safari|Safari]] und andere. * Bedingungen und Folgen zeigen sich im [[bild_reise|Das Bild der Reise]] * Die Folgen des Handelns resultieren aus der //Dynamik// der intentionalen [[fortbewegung|Fortbewegung]] im [[liste_raumvorstellungen|Raum]] und ermöglicht die Bildung von dynamischen Kategorien wie [[transport|Transport]], Transfer, Transformation, Translation, Transit (→ [[Dynamik intentionalen Fortbewegung|Die Dynamik der intentionalen Fortbewegung im Raum]]). ===== Literatur ===== → [[Literaturliste soziotechnische Handlungssysteme|Literaturliste soziotechnische Handlungssysteme]]