Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


wiki:reisegoetter

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
wiki:reisegoetter [2026/02/16 17:49] – ↷ Links angepasst weil Seiten im Wiki verschoben wurden 2a03:2880:f800:3b::wiki:reisegoetter [2026/07/28 12:45] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 53: Zeile 53:
  
 ==== Nomadische Wurzeln ==== ==== Nomadische Wurzeln ====
-Das Bild des »guten Hirten« hat als Metapher bis heute überdauert: bärtig, groß und stark, voller Lebenskraft, gegen Mensch und [[wiki:tiere|Tier]] gerüstet schützt er seine Herde. Seine [[wiki:liste_attribute_des_reisens|Attribute]] decken sich denen der Reisegötter und mit denen der Fürsten - weltlicher ebenso wie geistlicher. Es scheint, als bezögen diese Reisegötter ihre Kräfte aus der nomadischen Kultur von Abel im Gegensatz zum hausbauenden Schmied Kain: +Das Bild des »guten Hirten« hat als Metapher bis heute überdauert: bärtig, groß und stark, voller Lebenskraft, gegen Mensch und [[wiki:tiere|Tier]] gerüstet schützt er seine Herde. Seine [[wiki:liste_ikonographischen_attribute_reisens|Attribute]] decken sich denen der Reisegötter und mit denen der Fürsten - weltlicher ebenso wie geistlicher. Es scheint, als bezögen diese Reisegötter ihre Kräfte aus der nomadischen Kultur von Abel im Gegensatz zum hausbauenden Schmied Kain: 
   * Der Hund wurde zuerst zum Begleiter des [[wiki:nomaden|Nomaden]] und ist ein Symbol für Schutz.   * Der Hund wurde zuerst zum Begleiter des [[wiki:nomaden|Nomaden]] und ist ein Symbol für Schutz.
   * [[wiki:nutztiere|Ziegen]] stehen für Fruchtbarkeit, der Ziegenbock für Männlichkeit; sie wurden von nomadisierenden Hirten domestiziert.   * [[wiki:nutztiere|Ziegen]] stehen für Fruchtbarkeit, der Ziegenbock für Männlichkeit; sie wurden von nomadisierenden Hirten domestiziert.
Zeile 64: Zeile 64:
  
 ==== In Afrika ==== ==== In Afrika ====
-  * Den vorigen vergleichbar bringt in der ägyptischen Mythologie **Anubis** die Seelen der Verstorbenen zum [[wiki:faehrmann|Fährmann]] **Thot**, der sie über den Totenfluss Eridanos geleitet. Anubis wird vorwiegend mit einem Hunde- oder Schakalkopf dargestellt sowie mit einem spiralfömigen, gegabelten //Was-Zepter//, welches gedeutet wird als Phallus-Symbol und als [[wiki:stock_stab|Stab]], mit dem Schlangen gefangen wurden. **Thot** ist die ägyptische Entsprechung des Hermes (( ''Cicero'' \\ //In De natura deorum// 3, 56)) und verschmilzt synkretistisch mit ihm zu //Hermes Trismegistos//, dem `dreimal größten Hermes´.+  * Den vorigen vergleichbar bringt in der ägyptischen Mythologie **Anubis** die Seelen der Verstorbenen zum [[wiki:faehrmann|Fährmann]] **Thot**, der sie über den Totenfluss Eridanos geleitet. Anubis wird vorwiegend mit einem Hunde- oder Schakalkopf dargestellt sowie mit einem spiralfömigen, gegabelten //Was-Zepter//, welches gedeutet wird als Phallus-Symbol und als [[wiki:stock_stab|Stab]], mit dem Schlangen gefangen wurden. **Thot** ist die ägyptische Entsprechung des Hermes (( ''Cicero''\\ //In De natura deorum// 3, 56)) und verschmilzt synkretistisch mit ihm zu //Hermes Trismegistos//, dem `dreimal größten Hermes´.
  
 ==== In Asien ==== ==== In Asien ====
  
-  * Der armenische Gott **Tir** ((Ter, Tyr, Tiur, Tiwr; identisch mit dem pers./altiran. Tištrya, Teštar)) ist ein Begleiter und Psychopompos wie //Hermes// und wird im Persischen dem Planeten //Merkur// zugeordnet ((''Jürgen Tubach''\\ //Herakles vom Berge Sanbulos//\\ Ancient Society Vol. 26 (1995), pp. 241-271\\ insbes. Fußnote 57 und ab S. 263 ausführlich mit zahlreichen Quellenbelegen\\ ''Carsten Colpe''\\ //Götter und Mythen der kaukasischen und iranischen Völker//\\ Wörterbuchs der Mythologie  Band 4\\ Klett-Cotta, 1986, S. 140 Eintrag `Tir´; Dort auch der Hinweis auf zahlreiche Personennamen Tir-* sowie Ortsnamen: Tiraric bei Bagrevand, jetzt Kösa dagh; Tirakatar, s. ''H. Hübschmann''\\ //Die altarmenischen Ortsnamen//\\ Mit Beiträgen zur historischen Topographie Armeniens und einer Karte\\ 1904; Reprint 2019 de Gruyter )). Sein Name weist ihn als [[wiki:faehrmann|Fährmann]] aus ((indogermanisch [[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/index.htm|ter-4]], also `hinübergelangen, hindurchdringen; überqueren, überwinden, überholen, hinüberbringen, retten')) ebenso wie Toth. Das //Tirband// ist in Armenien eine volkstümliche Methode zum Wahrsagen. Neuarmenisches //ter// `Herr´ findet sich erhalten im //Tyrannen//, griechisch tyrannos, armenisch tirel `//herrschen´//. Der Name //Tyrrhenós//, altgriechisch Τυρρηνός, der mythische Stammvater der Etrusker, könnte darauf zurückzuführen sein; das //Thyrrenische// Meer zwischen Italien, Sardinien und Sizilien ist nach ihm benannt.+  * Der armenische Gott **Tir** ((Ter, Tyr, Tiur, Tiwr; identisch mit dem pers./altiran. Tištrya, Teštar)) ist ein Begleiter und Psychopompos wie //Hermes// und wird im Persischen dem Planeten //Merkur// zugeordnet ((''Jürgen Tubach''\\ //Herakles vom Berge Sanbulos//\\ Ancient Society Vol. 26 (1995), pp. 241-271\\ insbes. Fußnote 57 und ab S. 263 ausführlich mit zahlreichen Quellenbelegen\\ ''Carsten Colpe''\\ //Götter und Mythen der kaukasischen und iranischen Völker//\\ Wörterbuchs der Mythologie  Band 4\\ Klett-Cotta, 1986, S. 140 Eintrag `Tir´; Dort auch der Hinweis auf zahlreiche Personennamen Tir-* sowie Ortsnamen: Tiraric bei Bagrevand, jetzt Kösa dagh; Tirakatar, s. ''H. Hübschmann''\\ //Die altarmenischen Ortsnamen//\\ Mit Beiträgen zur historischen Topographie Armeniens und einer Karte\\ 1904; Reprint 2019 de Gruyter )). Sein Name weist ihn als [[wiki:faehrmann|Fährmann]] aus ((indogermanisch [[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/index.htm|ter-4]], also `hinübergelangen, hindurchdringen; überqueren, überwinden, überholen, hinüberbringen, retten')) ebenso wie Toth. Das//Tirband//ist in Armenien eine volkstümliche Methode zum Wahrsagen. Neuarmenisches//ter//`Herr´ findet sich erhalten im//Tyrannen//, griechisch tyrannos, armenisch tirel `//herrschen´//. Der Name//Tyrrhenós//, altgriechisch Τυρρηνός, der mythische Stammvater der Etrusker, könnte darauf zurückzuführen sein; das//Thyrrenische// Meer zwischen Italien, Sardinien und Sizilien ist nach ihm benannt.
  
   * **Pushan** ((''Laurie L. Patton''\\ //Bringing the Gods to Mind\\ Mantra and Ritual in Early Indian Sacrifice//\\ Berkeley University of California Press 2005)) ist ein vedischer Gott aus der Rigveda, der Wächter der Wege und Beschützer der Reisenden, er begleitet auch die Toten in die Unterwelt. Er schützt die Haustiere und führt Vieh gesund in den Stall zurück. Dargestellt wird er als bärtiger Mann mit Speer und einem von Ziegen gezogenen Wagen. Die Kundalinischlange umwindet den Lingam. Pushan verkörperte Aspekte, die später Shiva zukamen. Er war als vedischer Gott jedoch weit älter und wird dem viehzüchtenden vedischen Stamm der  Bharadvajas zugeordnet, hier insbesondere den Ziegen zugehörig. //»All this almost indicates the Indo-European infra-structure for the common ancestor of Pusan and Hermes.«// ((''Sukumari Bhattarcharji''\\ //The Indian Theogony//\\ A comparative study of Indian mythology. From the Vedas to the Puranas\\ Delhi 1988, s. z.B. S. 187, Fussnote 1))   * **Pushan** ((''Laurie L. Patton''\\ //Bringing the Gods to Mind\\ Mantra and Ritual in Early Indian Sacrifice//\\ Berkeley University of California Press 2005)) ist ein vedischer Gott aus der Rigveda, der Wächter der Wege und Beschützer der Reisenden, er begleitet auch die Toten in die Unterwelt. Er schützt die Haustiere und führt Vieh gesund in den Stall zurück. Dargestellt wird er als bärtiger Mann mit Speer und einem von Ziegen gezogenen Wagen. Die Kundalinischlange umwindet den Lingam. Pushan verkörperte Aspekte, die später Shiva zukamen. Er war als vedischer Gott jedoch weit älter und wird dem viehzüchtenden vedischen Stamm der  Bharadvajas zugeordnet, hier insbesondere den Ziegen zugehörig. //»All this almost indicates the Indo-European infra-structure for the common ancestor of Pusan and Hermes.«// ((''Sukumari Bhattarcharji''\\ //The Indian Theogony//\\ A comparative study of Indian mythology. From the Vedas to the Puranas\\ Delhi 1988, s. z.B. S. 187, Fussnote 1))
-  * Auch der indische Gott **Agni** ähnelt dem Hermes in manchen Punkten ((''P.-L. van Berg''\\  //Hermes and Agni: a fire-god in Greece?//\\ University of California Los Angeles; 189-204; 2001 ISBN: 0941694798\\ Zu Agni siehe: ''Ferdinand Justi''\\ //Ueber das eddische Lied von Fiölsvidr//. Eine Vorlesung.\\ Orient und Occident insbesondere in ihren gegenseitigen Beziehungen: Forschungen und Mittheilungen (Dieterich), 2 (1864) 50.\\ ''Paul Wurm''\\ //Geschichte der indischen Religion: im Umriss dargestellt//\\ VIII, 303 S. Basel 1874: Bahnmaier. insbes. S. 40−43))+  * Auch der indische Gott **Agni** ähnelt dem Hermes in manchen Punkten ((''P.-L. van Berg''\\ //Hermes and Agni: a fire-god in Greece?//\\ University of California Los Angeles; 189-204; 2001 ISBN: 0941694798\\ Zu Agni siehe: ''Ferdinand Justi''\\ //Ueber das eddische Lied von Fiölsvidr//. Eine Vorlesung.\\ Orient und Occident insbesondere in ihren gegenseitigen Beziehungen: Forschungen und Mittheilungen (Dieterich), 2 (1864) 50.\\ ''Paul Wurm''\\ //Geschichte der indischen Religion: im Umriss dargestellt//\\ VIII, 303 S. Basel 1874: Bahnmaier. insbes. S. 40−43))
  
   * **Kṣitigarbha** (Sanskrit), ein Bodhisattva, ist in Indien seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar und wurde in ganz Asien populär als Dìzàng (chin.) ((''Nan Ouyang''\\ //Localizing a Bodhisattva in Late Imperial China: Kṣitigarbha, Mt. Jiuhua, and Their Connections in Precious Scrolls//\\ Journal of Chinese Religions Vol. 47, Nr. 2, November 2019, S. 195-219, Johns Hopkins University Press)) , Jizō (jap.), Địa tạng (vietn.), ji jang (kor.) ((''Heinz Bechert''\\ //Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen//\\ Kohlhammer Verlag 1999, Kap. 1.3 Kṣitigarbha [Jizō])). Kṣitigarbha trägt einen Mönchsstab (khakkhara) und gilt als Beschützer von Kindern und Reisenden sowie als Begleiter in die Unterwelt.   * **Kṣitigarbha** (Sanskrit), ein Bodhisattva, ist in Indien seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar und wurde in ganz Asien populär als Dìzàng (chin.) ((''Nan Ouyang''\\ //Localizing a Bodhisattva in Late Imperial China: Kṣitigarbha, Mt. Jiuhua, and Their Connections in Precious Scrolls//\\ Journal of Chinese Religions Vol. 47, Nr. 2, November 2019, S. 195-219, Johns Hopkins University Press)) , Jizō (jap.), Địa tạng (vietn.), ji jang (kor.) ((''Heinz Bechert''\\ //Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen//\\ Kohlhammer Verlag 1999, Kap. 1.3 Kṣitigarbha [Jizō])). Kṣitigarbha trägt einen Mönchsstab (khakkhara) und gilt als Beschützer von Kindern und Reisenden sowie als Begleiter in die Unterwelt.
Zeile 80: Zeile 80:
  
 **Ek Chuah** (= Ek Chuaj, Gott M in der Schellhas-Zimmermann-Taube Klassifikation) galt bei den Maya als Gott der Händler und der Reisenden, als Schwarzer Kriegsherr (= Schwarzer Skorpion, Schwarzer Kapitän) und Patron der Kakaopflanze. Damit verbunden wurde die Hoffnung auf Wohlstand.\\ Stab (Wanderstab, Schlagwaffe?) und Bündel (mit Waren?) mit Trageseil an der Stirn sind offensichtliche Attribute.\\ Eine große Unterlippe und Zahnlücken deuten auf einen alten Mann hin.\\ 'Ek' bedeutet sowohl 'Schwarz' als auch 'Stern' und kann mit dem Richtung weisenden Polarstern 'Xamen Ek' verbunden werden. **Ek Chuah** (= Ek Chuaj, Gott M in der Schellhas-Zimmermann-Taube Klassifikation) galt bei den Maya als Gott der Händler und der Reisenden, als Schwarzer Kriegsherr (= Schwarzer Skorpion, Schwarzer Kapitän) und Patron der Kakaopflanze. Damit verbunden wurde die Hoffnung auf Wohlstand.\\ Stab (Wanderstab, Schlagwaffe?) und Bündel (mit Waren?) mit Trageseil an der Stirn sind offensichtliche Attribute.\\ Eine große Unterlippe und Zahnlücken deuten auf einen alten Mann hin.\\ 'Ek' bedeutet sowohl 'Schwarz' als auch 'Stern' und kann mit dem Richtung weisenden Polarstern 'Xamen Ek' verbunden werden.
-  * ''Kepecs, Susan''\\ //Ek Chuah Encounters the Holy Ghost in the Colonial Labyrinth: Ideology and Commerce on Both Sides of the Spanish Invasion.//\\ S. 103-131 in: Funari, Pedro Paulo A.; Senatore, Maria Ximena (eds.). Archaeology of Culture Contact and Colonialism in Spanish and Portuguese America. Cham 2014: Springer.+  * ''Kepecs, Susan''\\ //Ek Chuah Encounters the Holy Ghost in the Colonial [[Labyrinth|Labyrinths]]: Ideology and Commerce on Both Sides of the Spanish Invasion.//\\ S. 103-131 in: Funari, Pedro Paulo A.; Senatore, Maria Ximena (eds.). Archaeology of Culture Contact and Colonialism in Spanish and Portuguese America. Cham 2014: Springer.
   * ''Guerrero, Ana María''\\ //Ek Chuah, deidad identificada principalmente por fuentes coloniales del Centro de México: Similitudes iconográficas.//\\ En XXII Simposio de Investigaciones Arqueológicas en Guatemala, 2008 (editado por J.P. Laporte, B. Arroyo y H. Mejía), pp.1193-1199. Museo Nacional de Arqueología y Etnología, Guatemala 2009 [[https://www.asociaciontikal.com/wp-content/uploads/2017/01/085_-_Ana_Maria.08.pdf|Online]]   * ''Guerrero, Ana María''\\ //Ek Chuah, deidad identificada principalmente por fuentes coloniales del Centro de México: Similitudes iconográficas.//\\ En XXII Simposio de Investigaciones Arqueológicas en Guatemala, 2008 (editado por J.P. Laporte, B. Arroyo y H. Mejía), pp.1193-1199. Museo Nacional de Arqueología y Etnología, Guatemala 2009 [[https://www.asociaciontikal.com/wp-content/uploads/2017/01/085_-_Ana_Maria.08.pdf|Online]]
  
 ==== In Europa==== ==== In Europa====
   * **Hekate** galt bereits in vorgriechischer Zeit als Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge. Sie bewachte die Tore zwischen den Welten, hatte Zugang zur Unterwelt. Ihr wesentliches Attribute war die Fackel, sie wird mit Hunden zusammen gezeigt und mit Hermes verbunden, beide werden an Vollmond verehrt. Ihre Beinamen sind unter anderem: Enodia (die am Wege), Kleidukos (die Schlüsseltragende), Phosphoros (Lichtbringerin), Propolos (Führende), Propylaia (Torhüterin), Trioditis oder Trivia (Dreiwege). Sie ist eine dreigesichtige  sechshändige chtonische Erdgöttin altorientalischer Herkunft. ((''S. I. Johnston''\\ //Crossroads//\\ Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik 88 (1991) 217–224\\ Zur orientalischen Provenienz siehe: ''David R. West''\\ //The Goddess Hekate and Related Chthonian Daemons, with Antecedents in Semitic Demonology.// Kevelaer 1995.\\ ''Johnston, S. I.''\\ //Hekate Soteira. A study of Hecate´s role in the chaldean oracles and related literature//. Atlanta, Ga. 1990: Scholars Press)). Oft wird sie mit der griechischen //Demeter// und der ägyptischen //Isis// gleichgesetzt wegen der gemeinsamen Attribute Mondsichel, Ähren, Fackel.   * **Hekate** galt bereits in vorgriechischer Zeit als Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge. Sie bewachte die Tore zwischen den Welten, hatte Zugang zur Unterwelt. Ihr wesentliches Attribute war die Fackel, sie wird mit Hunden zusammen gezeigt und mit Hermes verbunden, beide werden an Vollmond verehrt. Ihre Beinamen sind unter anderem: Enodia (die am Wege), Kleidukos (die Schlüsseltragende), Phosphoros (Lichtbringerin), Propolos (Führende), Propylaia (Torhüterin), Trioditis oder Trivia (Dreiwege). Sie ist eine dreigesichtige  sechshändige chtonische Erdgöttin altorientalischer Herkunft. ((''S. I. Johnston''\\ //Crossroads//\\ Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik 88 (1991) 217–224\\ Zur orientalischen Provenienz siehe: ''David R. West''\\ //The Goddess Hekate and Related Chthonian Daemons, with Antecedents in Semitic Demonology.// Kevelaer 1995.\\ ''Johnston, S. I.''\\ //Hekate Soteira. A study of Hecate´s role in the chaldean oracles and related literature//. Atlanta, Ga. 1990: Scholars Press)). Oft wird sie mit der griechischen //Demeter// und der ägyptischen //Isis// gleichgesetzt wegen der gemeinsamen Attribute Mondsichel, Ähren, Fackel.
-  * Der griechische Gott **Hermes** ((von gr. hermios lophos, eirō, hermeneuō)) schützte die Reisenden, als Hermes //Kriophoros// trägt er ein Lamm (das spätere Sinnbild für Christus) auf den Schultern; die [[wiki:steinmann|Steinsäulen]] am Straßenrand hießen //Hermai// ((''Ifigenija Radulović, Snežana Vukadinović, Aleksandra Smirnov Brkić''\\ //“ΟΥΔΕΝ ΠΡΟΣ ΤΗΝ ΚΛΟΠΗΝ”  Hermes the Transformer//\\ Agora. Estudos Clássicos em Debate 17 (2015) 45‐62,  ISSN: 0874‐5498 )). Der //Hermesstab// (lat. Caduceus) wird von zwei einander anblickenden Schlangen umwunden; auf dem Kopf trägt Hermes den geflügelten Reisehut ((''Rolf Hurschmann''\\ //Petasos//\\ In: Der Neue Pauly (DNP). Enzyklopädie der Antike\\ Band 9, Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01479-7, Sp. 660)). Der Hermeskult ist der älteste der griechischen Mythologie und könnte pelasgische oder orientalische Wurzeln haben (('' A.L. Frothingham''\\ //The Babylonian Origin of Hermes the Snake-God, and of the Caduceus//\\ AJA 20.2 (1916) 175‐211)). Als Tierträger und »Hundebezwinger« wirkt er als Hirtengott. //Hermes// begleitet die Seelen der verstorbenen in die Unterwelt und übergibt sie dem [[wiki:faehrmann|Fährmann]] //Charon//, der sie über den Totenfluss Styx bringt ((''Kahn, L.''\\ //Hermes à la frontière et l´identité ambigue//.\\ Ktema 4 (1979) 201–211)). Hermes ist auch als Bote der Götter immer unterwegs. Seine Botschaften fordern Einsicht und Verständnis; noch heute bezeichnet man die Wissenschaft vom »Deuten und Verstehen« als Hermeneutik. ((''Athanassakis, A.''\\ //From the phallic cairn to shepherd god and divine herald//.\\ Eranos 87 (1989) 33–49 [[http://www.dge.filol.csic.es/DGE-I/RBLG-D/Proco/Athanassakis%201989.pdf|Online]] ))+  * Der griechische Gott **Hermes** ((von gr. hermios lophos, eirō, hermeneuō)) schützte die Reisenden, als Hermes //Kriophoros// trägt er ein Lamm (das spätere Sinnbild für Christus) auf den Schultern; die [[wiki:steinmann|Steinsäulen]] am Straßenrand hießen //Hermai// ((''Ifigenija Radulović, Snežana Vukadinović, Aleksandra Smirnov Brkić''\\ //“ΟΥΔΕΝ ΠΡΟΣ ΤΗΝ ΚΛΟΠΗΝ”  Hermes the Transformer//\\ Agora. Estudos Clássicos em Debate 17 (2015) 45‐62,  ISSN: 0874‐5498 )). Der //Hermesstab// (lat. Caduceus) wird von zwei einander anblickenden Schlangen umwunden; auf dem Kopf trägt Hermes den geflügelten Reisehut ((''Rolf Hurschmann''\\ //Petasos//\\ In: Der Neue Pauly (DNP). Enzyklopädie der Antike\\ Band 9, Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01479-7, Sp. 660)). Der Hermeskult ist der älteste der griechischen Mythologie und könnte pelasgische oder orientalische Wurzeln haben ((''A.L. Frothingham''\\ //The Babylonian Origin of Hermes the Snake-God, and of the Caduceus//\\ AJA 20.2 (1916) 175‐211)). Als Tierträger und »Hundebezwinger« wirkt er als Hirtengott. //Hermes// begleitet die Seelen der verstorbenen in die Unterwelt und übergibt sie dem [[wiki:faehrmann|Fährmann]] //Charon//, der sie über den Totenfluss Styx bringt ((''Kahn, L.''\\ //Hermes à la frontière et l´identité ambigue//.\\ Ktema 4 (1979) 201–211)). Hermes ist auch als Bote der Götter immer unterwegs. Seine Botschaften fordern Einsicht und Verständnis; noch heute bezeichnet man die Wissenschaft vom »Deuten und Verstehen« als Hermeneutik. ((''Athanassakis, A.''\\ //From the phallic cairn to shepherd god and divine herald//.\\ Eranos 87 (1989) 33–49 [[http://www.dge.filol.csic.es/DGE-I/RBLG-D/Proco/Athanassakis%201989.pdf|Online]] ))
   * Der römische **Mercur**, benannt nach //merx//, dem Markt, ist ein Beschützer der reisenden Kaufleute und ebenfalls Götterbote und Seelenbegleiter, gleicht mit Flügelhut und Schlangenstab ((''Aloys Ludwig Hirt''\\ //Götter und Heroen der Griechen und Römer//\\ nach alten Denkmälern bildlich dargestellt auf XLVII Tafeln, nebst deren Erklärung.\\ August Rücker, 1826)) völlig dem Hermes, nur dass sein Totenfluss Acheron heißt, außerdem trägt er meist einen Geldbeutel (marsupium). Sein Beiname Chrysorrhapis ((Χρυσόῤῥαπις, der goldene Ruthenträger)) verweist auf den goldenen [[wiki:stock_stab|Stab]]; ein Widder und sein Ruf als Erfinder des wollenen Mantels verweisen auf seine Hirtenwurzeln.   * Der römische **Mercur**, benannt nach //merx//, dem Markt, ist ein Beschützer der reisenden Kaufleute und ebenfalls Götterbote und Seelenbegleiter, gleicht mit Flügelhut und Schlangenstab ((''Aloys Ludwig Hirt''\\ //Götter und Heroen der Griechen und Römer//\\ nach alten Denkmälern bildlich dargestellt auf XLVII Tafeln, nebst deren Erklärung.\\ August Rücker, 1826)) völlig dem Hermes, nur dass sein Totenfluss Acheron heißt, außerdem trägt er meist einen Geldbeutel (marsupium). Sein Beiname Chrysorrhapis ((Χρυσόῤῥαπις, der goldene Ruthenträger)) verweist auf den goldenen [[wiki:stock_stab|Stab]]; ein Widder und sein Ruf als Erfinder des wollenen Mantels verweisen auf seine Hirtenwurzeln.
-  * Der etruskische Gott **Turms** ((𐌕𐌖𐌓𐌌𐌑, aus indogermanischem [[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/index.htm|ter-4]] //`hinübergelangen, hindurchdringen; überqueren, überwinden, überholen, hinüberbringen, retten´//\\ A. L. Crawford\\ Etruscan Inscriptions Analysed. J. Murray, London 1872)) zeigt ebenfalls die Merkmale Petasos, Umhang, Stab, hat jedoch einen eigenen Ursprung und sein Name deutet auf weit ältere Wurzeln als Merkur ((''Masssimo Pallotino''\\ //Etruskologie: Geschichte und Kultur der Etrusker//\\ Springer 1988)). Er ist als //turms aitas// (Hades) seelenbegleiter wie Hermes Psychopompos mit dem  χarun als [[wiki:faehrmann|Fährmann]] ((''Radke, Gerhard''\\ //Beobachtungen zur 'Religion' der Etrusker.//\\ Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft. Neue Folge 14 (1988) 93-107 [[http://dx.doi.org/10.11588/wja.1988.0.26788.||DOI]] )). Sein Stab ähnelt dem Caduceus, erscheint jedoch auch in Form einer Gabel, die nach unten zeigend und in einer Jagdszene eher als Waffe erscheint sowie oft gemeinschaftlich mit Herkules, dessen Keule gleichfalls auf die Jagd verweist ((''D. Emmanuel-Rebuffat''\\ //Herclé Agonistique En Étrurie//\\ Latomus, vol. 44, no. 3, 1985, pp. 473–487. JSTOR, www.jstor.org/stable/41535077. Accessed 26 Sept. 2020, z.B. Fig.2 Haken, Fug. 4, Fig. 7 Gabel zum Boden\\ ''Simona Rafanelli''\\ //La religione etrusca in età ellenistica//\\ Rituale e iconografia fra tradizione e contaminazioni\\ In: Roma 2008 - International Congress of Classical Archaeology. Meetings between Cultures in the Ancient Mediterranean. In collaborazione con AIAC Associazione Internazionale di Archeologia Classica. Art, Italy: Cultures in Contact \\ Abb. 7 Jagdszene mit gegabeltem Stab\\, auf einem [[https://collections.mfa.org/objects/186691/scarab-with-turmshermes|Scarabäus]] und [[https://www.britishmuseum.org/collection/object/G_1872-0604-1238|hier]] mit Zacken und auf einem Bronzespiegel mit Dreizack, siehe ''Nancy Thomson de Grummond'', //Etruscan Myth, Sacred History, and Legend//, Philadelphia: University of Pennsylvania Museum 2006, S. 125 )). +  * Der etruskische Gott **Turms** ((𐌕𐌖𐌓𐌌𐌑, aus indogermanischem [[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/index.htm|ter-4]]//`hinübergelangen, hindurchdringen; überqueren, überwinden, überholen, hinüberbringen, retten´//\\ A. L. Crawford\\ Etruscan Inscriptions Analysed. J. Murray, London 1872)) zeigt ebenfalls die Merkmale Petasos, Umhang, Stab, hat jedoch einen eigenen Ursprung und sein Name deutet auf weit ältere Wurzeln als Merkur ((''Masssimo Pallotino''\\ //Etruskologie: Geschichte und Kultur der Etrusker//\\ Springer 1988)). Er ist als//turms aitas//(Hades) seelenbegleiter wie Hermes Psychopompos mit dem  χarun als [[wiki:faehrmann|Fährmann]] ((''Radke, Gerhard''\\ //Beobachtungen zur 'Religion' der Etrusker.//\\ Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft. Neue Folge 14 (1988) 93-107 [[http://dx.doi.org/10.11588/wja.1988.0.26788.||DOI]] )). Sein Stab ähnelt dem Caduceus, erscheint jedoch auch in Form einer Gabel, die nach unten zeigend und in einer Jagdszene eher als Waffe erscheint sowie oft gemeinschaftlich mit Herkules, dessen Keule gleichfalls auf die Jagd verweist ((''D. Emmanuel-Rebuffat''\\ //Herclé Agonistique En Étrurie//\\ Latomus, vol. 44, no. 3, 1985, pp. 473–487. JSTOR, www.jstor.org/stable/41535077. Accessed 26 Sept. 2020, z.B. Fig.2 Haken, Fug. 4, Fig. 7 Gabel zum Boden\\ ''Simona Rafanelli''\\ //La religione etrusca in età ellenistica//\\ Rituale e iconografia fra tradizione e contaminazioni\\ In: Roma 2008 - International Congress of Classical Archaeology. Meetings between Cultures in the Ancient Mediterranean. In collaborazione con AIAC Associazione Internazionale di Archeologia Classica. Art, Italy: Cultures in Contact\\ Abb. 7 Jagdszene mit gegabeltem Stab\\ , auf einem [[https://collections.mfa.org/objects/186691/scarab-with-turmshermes|Scarabäus]] und [[https://www.britishmuseum.org/collection/object/G_1872-0604-1238|hier]] mit Zacken und auf einem Bronzespiegel mit Dreizack, siehe ''Nancy Thomson de Grummond'', //Etruscan Myth, Sacred History, and Legend//, Philadelphia: University of Pennsylvania Museum 2006, S. 125 )). 
  
   * Im nördlichen Europa verschmolz Merkur mit dem keltischen Reisegott **Cissonius** zu //Mercur Cissonius//, der ebenfalls mit Flügelhut und Heroldsstab dargestellt wurde; sein Name wurde als Tapferer oder auch (Ziegen-)Wagenfahrer gedeutet. Ebenfalls römisch-keltisch ist //Mercurius Arvernus//.   * Im nördlichen Europa verschmolz Merkur mit dem keltischen Reisegott **Cissonius** zu //Mercur Cissonius//, der ebenfalls mit Flügelhut und Heroldsstab dargestellt wurde; sein Name wurde als Tapferer oder auch (Ziegen-)Wagenfahrer gedeutet. Ebenfalls römisch-keltisch ist //Mercurius Arvernus//.
-  * Dem litauischen Reisegott **Kielu Dziewos** ((auch: Kelių/Keliu/Kelio dievas, Kelukis, Kellukis, Keliukis; zu lit. keliù `heben, emporheben, tragen, übers Wasser befördern´ aus ig. [[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/index.htm|kel-1]] oder [[https://alew.hu-berlin.de/dict/1126|kelis]])) wurde in Steinen am Wegesrand gehuldigt, ebenso wie es die Hermes- oder Merkursteine am Weg gab, insbesondere an Kreuzwegen ((''Walter C. Jaskiewicz''\\ //A Study in Lithuanian Mythology. Juan Łasicki's treatise on the Samogitian Gods//\\ Diss., Studi baltici 9 (1952): 65–106; hier: S.77)). Mit `gero kelio; laimingos kelionės´ also `Gute Reise´ werden Reisende verabschiedet. »Reisegott, dem man weiße Hähne opferte, Stab in der Hand, gegürtet, in Bastschuhen ... //Zella māte//, die lett. Wegegöttin« (( ''Brückner, A.''\\ //Osteuropäische Götternamen. Ein Beitrag Zur Vergleichenden Mythologie.// Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der Indogermanischen Sprachen 50.3–4 (1922) 161–197 [[https://www.jstor.org/stable/40847373|Online]] )) \\ //Surma// ist Psychopompos und Totengott mit der Gestalt eines Hundes.\\ //Simargl//, ostslawischer Gott, wird durch einen geflügelten Hund symbolisiert oder durch einen Riesenvogel. Als Riesenvogel wird auch der persische Simurgh dargestellt.+  * Dem litauischen Reisegott **Kielu Dziewos** ((auch: Kelių/Keliu/Kelio dievas, Kelukis, Kellukis, Keliukis; zu lit. keliù `heben, emporheben, tragen, übers Wasser befördern´ aus ig. [[https://indogermanisch.org/pokorny-etymologisches-woerterbuch/index.htm|kel-1]] oder [[https://alew.hu-berlin.de/dict/1126|kelis]])) wurde in Steinen am Wegesrand gehuldigt, ebenso wie es die Hermes- oder Merkursteine am Weg gab, insbesondere an Kreuzwegen ((''Walter C. Jaskiewicz''\\ //A Study in Lithuanian Mythology. Juan Łasicki's treatise on the Samogitian Gods//\\ Diss., Studi baltici 9 (1952): 65–106; hier: S.77)). Mit `gero kelio; laimingos kelionės´ also `Gute Reise´ werden Reisende verabschiedet. »Reisegott, dem man weiße Hähne opferte, Stab in der Hand, gegürtet, in Bastschuhen ... //Zella māte//, die lett. Wegegöttin« (( ''Brückner, A.''\\ //Osteuropäische Götternamen. Ein Beitrag Zur Vergleichenden Mythologie.// Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der Indogermanischen Sprachen 50.3–4 (1922) 161–197 [[https://www.jstor.org/stable/40847373|Online]] ))\\ //Surma//ist Psychopompos und Totengott mit der Gestalt eines Hundes.\\ //Simargl//, ostslawischer Gott, wird durch einen geflügelten Hund symbolisiert oder durch einen Riesenvogel. Als Riesenvogel wird auch der persische Simurgh dargestellt.
   * Im germanischen Götterhimmel entspricht ihnen **Hermodr**, der Mutige. Er reitet auf dem achtbeinigen  //Sleipnir// in die Unterwelt und begegnet der Totengöttin //Hel//, gilt als Götterbote und Schutzherr der Boten. Eine vergleichbare Aufgabe haben die Walküren, die einerseits den Kriegern Waffen bringen und sie andererseits nach ihrem Tod begleiten. Die Unterstützung der Reisenden und der Wege erscheint im germanischen Pantheon allerdings wenig ausgeprägt zu sein.   * Im germanischen Götterhimmel entspricht ihnen **Hermodr**, der Mutige. Er reitet auf dem achtbeinigen  //Sleipnir// in die Unterwelt und begegnet der Totengöttin //Hel//, gilt als Götterbote und Schutzherr der Boten. Eine vergleichbare Aufgabe haben die Walküren, die einerseits den Kriegern Waffen bringen und sie andererseits nach ihrem Tod begleiten. Die Unterstützung der Reisenden und der Wege erscheint im germanischen Pantheon allerdings wenig ausgeprägt zu sein.
  
Zeile 105: Zeile 105:
     * einer der 12 olympischen Götter: //Hermes//     * einer der 12 olympischen Götter: //Hermes//
     * einer der 12 Adityas, vedischen Schutzgottheiten: //Pushan//     * einer der 12 Adityas, vedischen Schutzgottheiten: //Pushan//
-    * einer der shintoistischen [[ https://www.univie.ac.at/rel_jap/k/index.php?title=D%C5%8Dsojin&oldid=20730|Dōsojin]]: //Jizō//+    * einer der shintoistischen [[ https://www.univie.ac.at/rel_jap/k/index.php?title=D%C5%8Dsojin&oldid=20730|Dōsojin]]://Jizō//
     * [[wiki:genius_cucullatus|Genius Cucullatus]]     * [[wiki:genius_cucullatus|Genius Cucullatus]]
   * Sohn des Göttervaters:   * Sohn des Göttervaters:
Zeile 125: Zeile 125:
     * die Steine des //Kielu Dziewos//     * die Steine des //Kielu Dziewos//
  
-Das Bild dieser »Reisegötter« weist zwischen Nordeuropa, Ostasien und dem südlichen Indien wiederkehrende [[wiki:liste_attribute_des_reisens|Merkmale]] auf ((''H. Collitz''\\ //Wodan, Hermes und Pushan//\\ Festskrift tillägnad Hugo Pipping pȧ hans sextioȧrsdag den 5 November 1924, S. 574–587)). Hermes wurde in Gallien auch Artaeus genannt `der Perser´ ((''Franz-Josef Mone''\\ //Geschichte des Heidenthums im nördlichen Europa//\\ Leipzig 1822, II, 413. - Hier zit. nach\\ ''Hermann Müller''\\ //Das nordische Griechenthum und die urgeschichtliche Bedeutung des nordwestlichen Europas//\\ Kirchheim, Schott und Thielmann, 1844, S. 364)). Sprachwissenschaftlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Pushan (( ''Siecke, Ernst''\\ 1846-1935\\ //Pûshan: Studien zur Idee des Hirtengottes// Im Anschluß an die Studien über 'Hermes Den Mondgott'; Pûshan Im Rig-Veda.\\ Mythologische Bibliothek Leipzig Hinrichs 1914 )), Pan ((''Roscher, Wilhelm H.'' //Pan als Allgott//\\ Eine religionsgeschichtliche Untersuchung.\\ Mit 3 Textfiguren. Leipzig 1893: Engelmann. Sonderdruck aus: Festschrift für Joh. Overbeck Seite 56-72)) und Hermes ((''M. L. West, Morris West''\\ //Indo-European Poetry and Myth//\\ OUP Oxford, 2007 ISBN  9780199280759\\ Kap. 7 Nymphs and Gnomes)). Rekonstruiert wurde ein gemeinsamer proto-indo-europäischer Hirtengott *Péh₂usōn `Beschützer´ ((''Mallory, J. P.; Adams, D. Q.''\\ //The Oxford Introduction to Proto-Indo-European and the Proto-Indo-European World//\\ England: Oxford University Press 2006, S. 434. ISBN 978-0-19-929668-2)).+Das Bild dieser »Reisegötter« weist zwischen Nordeuropa, Ostasien und dem südlichen Indien wiederkehrende [[wiki:liste_ikonographischen_attribute_reisens|Merkmale]] auf ((''H. Collitz''\\ //Wodan, Hermes und Pushan//\\ Festskrift tillägnad Hugo Pipping pȧ hans sextioȧrsdag den 5 November 1924, S. 574–587)). Hermes wurde in Gallien auch Artaeus genannt `der Perser´ ((''Franz-Josef Mone''\\ //Geschichte des Heidenthums im nördlichen Europa//\\ Leipzig 1822, II, 413. - Hier zit. nach\\ ''Hermann Müller''\\ //Das nordische Griechenthum und die urgeschichtliche Bedeutung des nordwestlichen Europas//\\ Kirchheim, Schott und Thielmann, 1844, S. 364)). Sprachwissenschaftlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Pushan (( ''Siecke, Ernst''\\ 1846-1935\\ //Pûshan: Studien zur Idee des Hirtengottes// Im Anschluß an die Studien über 'Hermes Den Mondgott'; Pûshan Im Rig-Veda.\\ Mythologische Bibliothek Leipzig Hinrichs 1914 )), Pan ((''Roscher, Wilhelm H.'' //Pan als Allgott//\\ Eine religionsgeschichtliche Untersuchung.\\ Mit 3 Textfiguren. Leipzig 1893: Engelmann. Sonderdruck aus: Festschrift für Joh. Overbeck Seite 56-72)) und Hermes ((''M. L. West, Morris West''\\ //Indo-European Poetry and Myth//\\ OUP Oxford, 2007 ISBN  9780199280759\\ Kap. 7 Nymphs and Gnomes)). Rekonstruiert wurde ein gemeinsamer proto-indo-europäischer Hirtengott *Péh₂usōn `Beschützer´ ((''Mallory, J. P.; Adams, D. Q.''\\ //The Oxford Introduction to Proto-Indo-European and the Proto-Indo-European World//\\ England: Oxford University Press 2006, S. 434. ISBN 978-0-19-929668-2)).
  
 ==== Literatur ==== ==== Literatur ====
wiki/reisegoetter.1771264160.txt.gz · Zuletzt geändert: von 2a03:2880:f800:3b::

Donate Powered by PHP Valid HTML5 Valid CSS Driven by DokuWiki