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wiki:orientierung

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wiki:orientierung [2026/07/28 11:49] – Externe Bearbeitung 127.0.0.1wiki:orientierung [2026/08/04 04:08] (aktuell) – [Die Richtungen der europäischen Flüsse] Norbert Lüdtke
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   * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Orientierung im Raum : Zeichen für die Fortbewegung.//\\ 144 S. Tübingen 2011: Stauffenburg.   * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Orientierung im Raum : Zeichen für die Fortbewegung.//\\ 144 S. Tübingen 2011: Stauffenburg.
   * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Landkarten als synoptisches Medium.//\\ Zeitschrift für Semiotik 20.1-1 (1998) 244 (Aufsatzsammlung)   * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Landkarten als synoptisches Medium.//\\ Zeitschrift für Semiotik 20.1-1 (1998) 244 (Aufsatzsammlung)
-  * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Orts- und Richtungsangaben in Wanderführern eine linguistische Analyse//\\  (= Universität des Saarlandes, 3) Saarbrücken 17 S. +  * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Orts- und Richtungsangaben in Wanderführern eine linguistische Analyse//\\ (= Universität des Saarlandes, 3) Saarbrücken 17 S. 
   * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Spuren und Wege Information und Täuschung im Kontext der Fortbewegung.//\\ (=Universität des Saarlandes, 26) Saarbrücken 1998, 16 S.   * ''Schmauks, Dagmar''\\ //Spuren und Wege Information und Täuschung im Kontext der Fortbewegung.//\\ (=Universität des Saarlandes, 26) Saarbrücken 1998, 16 S.
-  * ''Holenstein, E.''\\ //Natürliche Grenzen der kulturellen Verschiedenheit.//\\ S. 243–260 in: Seitz, S., Graneß, A., Stenger, G. (Hg.): Facetten gegenwärtiger Bildtheorie. Reihe Interkulturelle Philosophie. Wiesbaden 2018: Springer VS. [[https://doi.org/10.1007/978-3-658-22827-9_14|DOI]] \\ Weshalb sich chinazentrierte Karten auch nicht in China durchsetzen, amerikazentrierte nicht in Amerika und gesüdete Karten nicht auf der Südhalbkugel.+  * ''Holenstein, E.''\\ //Natürliche Grenzen der kulturellen Verschiedenheit.//\\ S. 243–260 in: Seitz, S., Graneß, A., Stenger, G. (Hg.): Facetten gegenwärtiger Bildtheorie. Reihe Interkulturelle Philosophie. Wiesbaden 2018: Springer VS. [[https://doi.org/10.1007/978-3-658-22827-9_14|DOI]]\\ Weshalb sich chinazentrierte Karten auch nicht in China durchsetzen, amerikazentrierte nicht in Amerika und gesüdete Karten nicht auf der Südhalbkugel.
  
 ===== Richtung und Himmelsrichtungen ===== ===== Richtung und Himmelsrichtungen =====
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   - Rücken Sonnenuntergang (Abend),    - Rücken Sonnenuntergang (Abend), 
   - links (Mitternacht > dunkel).   - links (Mitternacht > dunkel).
-In den semitischen Sprachen bedeutete dasselbe Wort `Süd´ und `rechts´; im Jakutischen bedeutet //ilin// Ost und `Vorderseite´, //aryā// bedeutet West und `Rücken´, //una// bedeutet Süd und `rechts´ ((Sitzungsberichte der Finnischen Akademie der Wissenschaften 1962, S. 166)), ebenso bei den Tuareg: dat-akal 'vorne' > Osten, defter akal 'hinten' > Westen, tezalge 'links' > Norden, aghil 'rechts' > Süden  ([[https://en.wikipedia.org/wiki/Body_relative_direction|Body relative direction]]) . Die vier Hauptrichtungen (engl. cardinal directions) sind weltweit zu finden, werden jedoch oftmals ergänzt durch oben, unten und das Zentrum (die eigene Position); das indische System ordnet 10 Dikpalas den vier Hauptrichtungen, vier Nebenrichtungen, oben unten und Zentrum zu. Auf der Nordhalbkugel beginnen diese Ordnungen im Osten und schreiten im Uhrzeigersinn fort - das scheint jedoch bisher niemand systematisch vergleichend untersucht zu haben, obwohl körperbezogene Begriffe und Metaphernimmer wieder im Zusammenhang mit Raumvorstellungen und dem Weltbild erscheinen, etwa//Umbilicus mundi//'Nabel der Welt' und//Caput mundi// 'Haupt der Welt'.+ 
 +In den semitischen Sprachen bedeutete dasselbe Wort `Süd´ und `rechts´; im Jakutischen bedeutet //ilin// Ost und `Vorderseite´, //aryā// bedeutet West und `Rücken´, //una// bedeutet Süd und `rechts´ ((Sitzungsberichte der Finnischen Akademie der Wissenschaften 1962, S. 166)), ebenso bei den Tuareg: dat-akal 'vorne' > Osten, defter akal 'hinten' > Westen, tezalge 'links' > Norden, aghil 'rechts' > Süden  ([[https://en.wikipedia.org/wiki/Body_relative_direction|Body relative direction]]). Die vier Hauptrichtungen (engl. cardinal directions) sind weltweit zu finden, werden jedoch oftmals ergänzt durch oben, unten und das Zentrum (die eigene Position); das indische System ordnet 10 Dikpalas den vier Hauptrichtungen, vier Nebenrichtungen, oben unten und Zentrum zu.  
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 +Auf der Nordhalbkugel beginnen diese Ordnungen im Osten und schreiten im Uhrzeigersinn fort - das scheint jedoch bisher niemand systematisch vergleichend untersucht zu haben, obwohl körperbezogene Begriffe und Metaphernimmer wieder im Zusammenhang mit Raumvorstellungen und dem Weltbild erscheinen, etwa//Umbilicus mundi//'Nabel der Welt' und//Caput mundi// 'Haupt der Welt'.  Ein Zusammenhang mit Farben ist nur im asiatischen Raum (chinesisch, tibetisch, indisch) festzustellen.
  
   * ''Alexander V. Podossinov''\\ //Oben und unten. Begriffe der Raumorientierung in antiken Texten.//\\ In: K. Geus, M. Rathmann (Hg.): [[vermessen_raum|Vermessung]] der Oikumene. Mapping the Oecumene. Berlin 2013: Walter de Gruyter, S. 5–23   * ''Alexander V. Podossinov''\\ //Oben und unten. Begriffe der Raumorientierung in antiken Texten.//\\ In: K. Geus, M. Rathmann (Hg.): [[vermessen_raum|Vermessung]] der Oikumene. Mapping the Oecumene. Berlin 2013: Walter de Gruyter, S. 5–23
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   * ''Gordon, B. L.''\\ //Sacred Direction, Orientation, and the Top of the Map//\\ History of Religions 10 (1971) 211-227 [[https://www.jstor.org/stable/1062011|Online]]   * ''Gordon, B. L.''\\ //Sacred Direction, Orientation, and the Top of the Map//\\ History of Religions 10 (1971) 211-227 [[https://www.jstor.org/stable/1062011|Online]]
  
-In der nordischen Mythologie personifizieren die vier Erdzwerge Norðri, Suðri, Austri und Vestri diese Himmelsrichtungen und stützen derart angeordnet den Himmel (( Lieder-Edda: Völuspá 11; Prosa-Edda: Gylfaginning 8 und 14; Skáldskaparmál 23; Þulur III 40)). Als Himmelsrichtungen verbinden sie sich mit [[wiki:weg|Wegen]] und werden zu [[wiki:routen|Routen]], die in bestimmte Weltgegenden führen wie //vestri leið//, //eystri leið// und der [[wiki:transkontinentale|transkontinentale]] [[wiki:Austrwegr|Austrwegr ]] durch die Kiewer Rus bis zum Schwarzen Meer (Byzanz) und Kaspischem Meer (Daylam), siehe [[https://en.wikipedia.org/wiki/Viking_expansion#/media/File:Viking_Expansion.svg|Karte]]. Vom Weg entlang der Küste nach Norden, dem//norðrvegr//, lieh das Land Norwegen seinen Namen. Heute bezeichnen auch alle romanischen Sprachen die Himmelsrichtungen mit den ursprünglich nordgermanischen Bezeichnungen. Ein Zusammenhang mit Farben ist nicht festzustellenexistiert jedoch im asiatischen Raum (chinesischtibetisch, indisch).+In der nordischen Mythologie personifizieren die vier Erdzwerge Norðri, Suðri, Austri und Vestri diese Himmelsrichtungen und stützen derart angeordnet den Himmel (( Lieder-Edda: Völuspá 11; Prosa-Edda: Gylfaginning 8 und 14; Skáldskaparmál 23; Þulur III 40)). Als Himmelsrichtungen verbinden sie sich mit [[wiki:weg|Wegen]] und werden zu [[wiki:routen|Routen]], die in bestimmte Weltgegenden führen wie //vestri leið//, //eystri leið// und der [[wiki:transkontinentale|transkontinentale]] [[wiki:Austrwegr|Austrwegr ]] durch die Kiewer Rus bis zum Schwarzen Meer (Byzanz) und Kaspischem Meer (Daylam), siehe [[https://en.wikipedia.org/wiki/Viking_expansion#/media/File:Viking_Expansion.svg|Karte]]. Vom Weg entlang der Küste nach Norden, dem//norðrvegr//, lieh das Land Norwegen seinen Namen.\\  
 +Das Färöische bezeichnet Nordosten als landnyrðingur („Landnord“)Südosten als landsynningur („Landsüd“), Nordwesten als útnyrðingur („Hinausnord“) und Südwesten als útsynningur („Hinaussüd“). Die in diesen Begriffen gespeicherte Vorstellung passt nur für Menschen an einer ausgedehnten Westküste wie etwa im norwegischen Bergen. ((''JacksonTatjana''\\ //On The Old Norse System Of Spatial Orientation.//\\ Saga-Book XXV (199872−82[[https://www.academia.edu/1471679/On_The_Old_Norse_System_Of_Spatial_Orientation_In_Saga_Book_XXV_1998_pp_72_82|Online]]))
  
 Die Nützlichkeit, mit Himmelsrichtungen die [[wiki:fortbewegung|Fortbewegung]] im Raum zu beschreiben, unterliegt jedoch geographischen Bedingungen - die Sichtweise hängt dann vom Standpunkt ab und bestimmt die Begriffe ((''Spengler, Oswald''\\ //Reden und Aufsätze.// München 1937: C. H. Beck, S. 171-174)). Vier Himmelsrichtungen sind sinnvoll im Zentrum eines ausgedehnten Festlandes, denn am Rande und mit dem Meer im Rücken genügen drei Himmelsrichtungen für die Orientierung auf dem Land. In Ägypen gab es zwei Hauptrichtungen aufwärts und abwärts entlang des Nils, ebenso auf der Vulkaninsel Hawaii für hinauf und hinab. Zentren und Richtungen als Orientierungsachsen bei den Makassar auf Sulawesi im malaiischen Archipel dienen gleichermaßen zur Orientierung im Haus, in der Landschaft und im Makrokosmos ((''Rössler, Martin''\\ //Landkonflikt und politische Räumlichkeit: Die Lokalisierung von Identität und Widerstand in der nationalen Krise Indonesiens.//\\ In: Brigitta Hauser-Schäublin und Michael Dickhardt (Hg.): Kulturelle Räume – räumliche Kultur. Zur Neubestimmung des Verhältnisses zweier fundamentaler Kategorien menschlicher Praxis, S. 171–220. Münster 2003: Lit, hier S. 189–191)). Die Nützlichkeit, mit Himmelsrichtungen die [[wiki:fortbewegung|Fortbewegung]] im Raum zu beschreiben, unterliegt jedoch geographischen Bedingungen - die Sichtweise hängt dann vom Standpunkt ab und bestimmt die Begriffe ((''Spengler, Oswald''\\ //Reden und Aufsätze.// München 1937: C. H. Beck, S. 171-174)). Vier Himmelsrichtungen sind sinnvoll im Zentrum eines ausgedehnten Festlandes, denn am Rande und mit dem Meer im Rücken genügen drei Himmelsrichtungen für die Orientierung auf dem Land. In Ägypen gab es zwei Hauptrichtungen aufwärts und abwärts entlang des Nils, ebenso auf der Vulkaninsel Hawaii für hinauf und hinab. Zentren und Richtungen als Orientierungsachsen bei den Makassar auf Sulawesi im malaiischen Archipel dienen gleichermaßen zur Orientierung im Haus, in der Landschaft und im Makrokosmos ((''Rössler, Martin''\\ //Landkonflikt und politische Räumlichkeit: Die Lokalisierung von Identität und Widerstand in der nationalen Krise Indonesiens.//\\ In: Brigitta Hauser-Schäublin und Michael Dickhardt (Hg.): Kulturelle Räume – räumliche Kultur. Zur Neubestimmung des Verhältnisses zweier fundamentaler Kategorien menschlicher Praxis, S. 171–220. Münster 2003: Lit, hier S. 189–191)).
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 ===== Die Richtungen der Winde im Mediterraneum =====  ===== Die Richtungen der Winde im Mediterraneum ===== 
  
-Die seefahrenden Völker im Mediterraneum entwickelten dagegen die [[windrose|Windrose]] mit insgesamt 8 (12 oder 16) Haupt- und Nebenrichtungen, die durch den Namen typischer Winde bezeichnet wurde ((siehe [[https://de.wikipedia.org/wiki/Windrose|Windrose]] in Wikipedia)). ''Karl der Große'' (747 bis 814) führte für sein ausgedehntes Reich das lateinische und das germanische System zusammen ((//Einhardi vita Caroli Magni//, 29: »tem venos duodecim propriis appellationibus insignivit; cum prius non amplius quam vix quattuor ventorum vocabula possent inveniri.\\ Ventis vero hoc modo nomina imposuit, ut Subsolanum vocaret Ostronivint, Eurum Ostsundroni, Euroaustrum Sundostroni, Austrum Sundroni, Austroafricum Sundwestroni, Africum Westsundroni, Zefyrum Westroni, Chorum Westnordroni, Circium Nordwestroni, Septemtrionem Nordroni, Aquilonem Nordostroni, Vulturnum Ostnordroni.«)):+Heute bezeichnen auch alle romanischen Sprachen die Himmelsrichtungen mit den ursprünglich nordgermanischen Bezeichnungen. Ursprünglich entwickelten die seefahrenden Völker im Mediterraneum 8 (12 oder 16) Haupt- und Nebenrichtungen, die durch den Namen typischer Winde bezeichnet wurde ((siehe [[https://de.wikipedia.org/wiki/Windrose|Windrose]] in Wikipedia)), wie sie sich später in der die [[windrose|Windrose]] finden lassen. 
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 +''Karl der Große'' (747 bis 814) führte für sein ausgedehntes Reich das lateinische und das germanische System zusammen ((//Einhardi vita Caroli Magni//, 29:\\ //»tem venos duodecim propriis appellationibus insignivit; cum prius non amplius quam vix quattuor ventorum vocabula possent inveniri.\\ Ventis vero hoc modo nomina imposuit, ut Subsolanum vocaret Ostronivint, Eurum Ostsundroni, Euroaustrum Sundostroni, Austrum Sundroni, Austroafricum Sundwestroni, Africum Westsundroni, Zefyrum Westroni, Chorum Westnordroni, Circium Nordwestroni, Septemtrionem Nordroni, Aquilonem Nordostroni, Vulturnum Ostnordroni.«//)):
  
 ^ PIE ((Proto-Indo-Europäische Wurzel)) ^ ^ Heute ^Griech. ^ Latein ^ Germanisch ^ Windrose ^ Arabisch ^ Indisch ((Lokpala: Himmelsrichtung)) ^ ^ PIE ((Proto-Indo-Europäische Wurzel)) ^ ^ Heute ^Griech. ^ Latein ^ Germanisch ^ Windrose ^ Arabisch ^ Indisch ((Lokpala: Himmelsrichtung)) ^
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 ^ baskisch | ekialdea | mendebaldea | iparraldea | hegoaldea |  ^ baskisch | ekialdea | mendebaldea | iparraldea | hegoaldea | 
  
-===== Die Richtungen der Flüsse in Nordeuropa ===== +===== Die Richtungen der europäischen Flüsse ===== 
  
-[[wiki:europa|Europa]] hat von allen Kontinenten den größten Küstenanteil im Verhältnis zur Fläche und ist daher durch seine großen [[gewaesser|Flüsse]] gegliedert, die im Großen und Ganzen den Himmelsrichtungen und den [[wiki:ozeane|Meeren]] entsprechen, in die sie fließen:+[[wiki:europa|Europa]] hat von allen Kontinenten den größten Küstenanteil im Verhältnis zur Fläche und ist daher durch seine großen [[gewaesser|Flüsse]] gegliedert, die im Großen und Ganzen den Haupthimmelsrichtungen folgen und den [[wiki:ozeane|Meeren]] entsprechen, in die sie fließen:
   * nach Osten fließen die Donau ins Schwarze Meer und der Po in die Adria;   * nach Osten fließen die Donau ins Schwarze Meer und der Po in die Adria;
   * nach Süden fließen die Rhone ins Mittelmeer sowie Don und Dnjepr ins Schwarze Meer;   * nach Süden fließen die Rhone ins Mittelmeer sowie Don und Dnjepr ins Schwarze Meer;
-  * nach Westen fließen die Loire und die meisten iberischen Flüsse außer dem Ebro;  +  * nach Westen fließen die Loire und die meisten iberischen Flüsse in den Atlantik (außer dem Ebro);  
-  * nach Norden fließen alle Flüsse zwischen Dwina (Russland) und Seine (Frankreich) und münden ins Polarmeer, in die Ostsee und in die Nordsee. +  * nach Norden fließen alle Flüsse zwischen der Nördlichen Dwina (Russland > Weißes Meer) und Seine (Frankreich) und münden in Ostsee und Nordsee (außer der Dwind)
-  * nach Norden fließen auch Ob, Jenissei und Lena, die großen sibirischen Flüsse+  * nach Norden fließen auch die großen sibirischen Flüsse ObJenissei und Lenasie münden ins Polarmeer.
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-Frühe russische Karten waren oft gesüdet. ((Dazu auch Fußnote 32 in: L. A. Goldenberg: Russian Cartography to ca. 1700. [[https://press.uchicago.edu/books/hoc/HOC_V3_Pt2/HOC_VOLUME3_Part2_chapter62.pdf|Online]]\\ ''Leo Bagrow''\\//Semyon Remezov: A Siberian Cartographer//\\ Imago Mundi 11 (1954) 114.\\ ''Leo Bagrow'' (Hg. und Einführung\\//The Atlas of Siberia by Semyon U. Remezov//\\ S.-Gravenhage 1958: Moutonu. a. Faksimile der Kompilationen von Semjon Remesow von 1697-1711. )) Zum Einen wurde die Expansion vom russischen Zentrum aus gesehen und erfolgte daher überwiegend nach Süden. Zum Anderen folgte die Erkundung vom Meer aus über die Flüssealso ebenfalls von Norden nach Süden. Die Dynamik der Expansion bestimmt die Blickrichtung.+
  
 //>>Russian cartography before the eighteenth century knew none of the mathematics and geographic  fundamentals practiced in Western Europe to map vast areas of the earth’s surface by using latitude and longitude coordinates, projection, and scale. Instead, a single cartographic canvas was composed of structurally heterogeneous materials, which were spatially arranged around the “skeleton” of routes. These routes extended along main rivers and roads. The orientation of such routes as parts of a complete drawing was facilitated by the fact that the main rivers in European Russia flow in the direction of the meridians.<<// ((''Postnikov, Alexei V.''\\ //Outline of the history of Russian cartography.//\\ Kap. 1 S.5 in: Kimitaka Matsuzato (Hg.): Regions. A Prism to View the Slavic-Eurasian World. Towards a Discipline of “Regionology, Sapporo 2000: Slavic Research Center, Hokkaido University.)) //>>Russian cartography before the eighteenth century knew none of the mathematics and geographic  fundamentals practiced in Western Europe to map vast areas of the earth’s surface by using latitude and longitude coordinates, projection, and scale. Instead, a single cartographic canvas was composed of structurally heterogeneous materials, which were spatially arranged around the “skeleton” of routes. These routes extended along main rivers and roads. The orientation of such routes as parts of a complete drawing was facilitated by the fact that the main rivers in European Russia flow in the direction of the meridians.<<// ((''Postnikov, Alexei V.''\\ //Outline of the history of Russian cartography.//\\ Kap. 1 S.5 in: Kimitaka Matsuzato (Hg.): Regions. A Prism to View the Slavic-Eurasian World. Towards a Discipline of “Regionology, Sapporo 2000: Slavic Research Center, Hokkaido University.))
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 +Frühe russische Karten waren oft gesüdet. ((Dazu auch Fußnote 32 in: L. A. Goldenberg: Russian Cartography to ca. 1700. [[https://press.uchicago.edu/books/hoc/HOC_V3_Pt2/HOC_VOLUME3_Part2_chapter62.pdf|Online]]\\ ''Leo Bagrow''\\ //Semyon Remezov: A Siberian Cartographer//\\ Imago Mundi 11 (1954) 114.\\ ''Leo Bagrow'' (Hg. und Einführung\\ //The Atlas of Siberia by Semyon U. Remezov//\\ S.-Gravenhage 1958: Mouton, u. a. Faksimile der Kompilationen von Semjon Remesow von 1697-1711. )) Zum Einen wurde die Expansion vom russischen Zentrum aus gesehen und erfolgte daher überwiegend nach Süden. Zum Anderen folgte die Erkundung vom Meer aus über die Flüsse, also ebenfalls von Norden nach Süden. Die Dynamik der Expansion bestimmte die Blickrichtung.
  
 ===== Richtung und Sehnsucht =====  ===== Richtung und Sehnsucht ===== 
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