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wiki:der_fahrende_haendler

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 Daher muss die Formulierung //nudi cum ferro// (wörtlich: `Nackte mit Eisen´) etwas Spezifisches enthalten, dass diese Gruppe von anderen unterschied.  Daher muss die Formulierung //nudi cum ferro// (wörtlich: `Nackte mit Eisen´) etwas Spezifisches enthalten, dass diese Gruppe von anderen unterschied. 
   - "Nudi" meint im Mittelalter jedoch nicht `völlig nackt´ (plane nudus ((Robert Jütte, Der anstößige Körper. Anmerkungen zu einer Semiotik der Nacktheit, in: Gepeinigt, begehrt, vergessen. Symbolik und Sozialbezug des Körpers im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, hrsg. v. Klaus Schreiner/Norbert Schnitzler, München 1992, S. 109–129, hier: S. 115)) ), sondern ein Erscheinungsbild, das nicht den Gepflogenheiten und Anlässen entsprach (auch ein Ritter ohne Waffen galt als nudi): //"In den Quellen sind ‚nackt‘ und ‚im Hemd‘ problemlos austauschbar."// ((Jean-Claude Bologne: //Nacktheit und Prüderie. Eine Geschichte des Schamgefühls.// VII, 480 S. Weimar 2001: Hermann Böhlaus Nachfolger, S. 161;\\ Buschinger, Danielle: //Le «nu» dans quelques textes médiévaux allemands.// S. 75-86 in: Le nu et le vêtu au Moyen Âge; Aix-en-Provence : Presses universitaires de Provence, 2001 [[https://doi.org/10.4000/books.pup.2526|DOI]].\\ Nudi ist mehr als „barfuß“ (nudis pedibus) oder „beinfrei“ (nudo femore), s. 407 Anm. 67 u.a.  in: Bießenecker, Stefan. 2008. //"Und sie erkannten, dass sie nackt waren" Nacktheit im Mittelalter//. Ergebnisse einer interdisziplinären Tagung des Zentrums für Mittelalterstudien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 3. & 4. November 2006. Bamberg Univ. of Bamberg Press 2008 [[https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/144|Online]])).\\ Leo Wiener zieht nun zwei andere Textstellen heran, in denen coctio beschrieben werden als //coctio derasus// [kahl rasiert] sowie als nur mit Hemd und kurzer Hose bekleidet ((//Responsumque accipiens, quia cuidam //coctio derasus [kahl rasiert], insulsus et insaniens,// linea tantum et femoralibus indutus, se absque mora postularet alloqui//. zit. nach Wiener S. 269\\ Ebenso S. 9f. zum Stichwort `Gaukler´ in: Ersch, Johann Samuel, Johann Gottfried Gruber. 1852. Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste Band 55, Leipzig: Gleditsch)). Nach Leo Wiener könnten damit Zigeuner gemeint sein.   - "Nudi" meint im Mittelalter jedoch nicht `völlig nackt´ (plane nudus ((Robert Jütte, Der anstößige Körper. Anmerkungen zu einer Semiotik der Nacktheit, in: Gepeinigt, begehrt, vergessen. Symbolik und Sozialbezug des Körpers im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, hrsg. v. Klaus Schreiner/Norbert Schnitzler, München 1992, S. 109–129, hier: S. 115)) ), sondern ein Erscheinungsbild, das nicht den Gepflogenheiten und Anlässen entsprach (auch ein Ritter ohne Waffen galt als nudi): //"In den Quellen sind ‚nackt‘ und ‚im Hemd‘ problemlos austauschbar."// ((Jean-Claude Bologne: //Nacktheit und Prüderie. Eine Geschichte des Schamgefühls.// VII, 480 S. Weimar 2001: Hermann Böhlaus Nachfolger, S. 161;\\ Buschinger, Danielle: //Le «nu» dans quelques textes médiévaux allemands.// S. 75-86 in: Le nu et le vêtu au Moyen Âge; Aix-en-Provence : Presses universitaires de Provence, 2001 [[https://doi.org/10.4000/books.pup.2526|DOI]].\\ Nudi ist mehr als „barfuß“ (nudis pedibus) oder „beinfrei“ (nudo femore), s. 407 Anm. 67 u.a.  in: Bießenecker, Stefan. 2008. //"Und sie erkannten, dass sie nackt waren" Nacktheit im Mittelalter//. Ergebnisse einer interdisziplinären Tagung des Zentrums für Mittelalterstudien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 3. & 4. November 2006. Bamberg Univ. of Bamberg Press 2008 [[https://fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/144|Online]])).\\ Leo Wiener zieht nun zwei andere Textstellen heran, in denen coctio beschrieben werden als //coctio derasus// [kahl rasiert] sowie als nur mit Hemd und kurzer Hose bekleidet ((//Responsumque accipiens, quia cuidam //coctio derasus [kahl rasiert], insulsus et insaniens,// linea tantum et femoralibus indutus, se absque mora postularet alloqui//. zit. nach Wiener S. 269\\ Ebenso S. 9f. zum Stichwort `Gaukler´ in: Ersch, Johann Samuel, Johann Gottfried Gruber. 1852. Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste Band 55, Leipzig: Gleditsch)). Nach Leo Wiener könnten damit Zigeuner gemeint sein.
-  - "cum ferro" (wörtlich: `mit Eisen´) wird nicht erklärt, oft zitiert (( Ut mangones et cociones et nudi homines, qui cum ferro vadunt non sinantur vagari. siehe: „cocio“, [[https://www.woerterbuchnetz.de/MLW?lemid=C05342|Mittellateinisches Wörterbuch]] )) und verschieden gedeutet, etwa als Bussgang mit Ketten und Ringen ((Gregorovius, Ferdinand. 1876. Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter vom [[wiki:reisegenerationen#Etwa ab dem 5. Jahrhundert|fünften Jahrhundert]] bis zum [[wiki:reisegenerationen#Ab dem 16. Jahrhundert|sechszehnten Jahrhundert]] Band 3. Stuttgart: Cotta. S. 80)). Da die nudi cum ferro jedoch audrücklich als identisch mit den  mango und coctio bezeichnet werden, ließe sich dies als Wanderschmied oder Hufschmied deuten, was bei Pferdehändlern nahe liegt. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit der Einführung genagelter Hufeisen (lat. ferripedo), welche 910 erstmals erwähnt werden ((''Clark, Bracy'' (1831). //An essay on the knowledge of the ancients respecting the art of shoeing the horse, and of the probable period of the commencement of this art.// 36, [4] S., [2] Tafeln, hier S. 33)). Archäologisch finden sich genagelte Hufeisen vereinzelt ab dem [[wiki:reisegenerationen#6./7. Jahrhundert|6. Jahrhundert]] und sind bis zum [[wiki:reisegenerationen#9. und 10. Jahrhundert|10. Jahrhundert]] weit verbreitet ((''Martini, Simone'' //Mittelalterliche und neuzeitliche Hufeisen im Rheinischen Landesmuseum Trier.// Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier : Aus der Arbeit des Rheinischen Landesmuseums Trier. 42 (2010), 70-90) )).+  - "cum ferro" (wörtlich: `mit Eisen´) wird nicht erklärt, oft zitiert (( Ut mangones et cociones et nudi homines, qui cum ferro vadunt non sinantur vagari. siehe: „cocio“, [[https://www.woerterbuchnetz.de/MLW?lemid=C05342|Mittellateinisches Wörterbuch]] )) und verschieden gedeutet, etwa als Bussgang mit Ketten und Ringen ((Gregorovius, Ferdinand. 1876. Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter vom [[wiki:zeitleiste_reisegenerationen#Etwa ab dem 5. Jahrhundert|fünften Jahrhundert]] bis zum [[wiki:zeitleiste_reisegenerationen#Ab dem 16. Jahrhundert|sechszehnten Jahrhundert]] Band 3. Stuttgart: Cotta. S. 80)). Da die nudi cum ferro jedoch audrücklich als identisch mit den  mango und coctio bezeichnet werden, ließe sich dies als Wanderschmied oder Hufschmied deuten, was bei Pferdehändlern nahe liegt. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit der Einführung genagelter Hufeisen (lat. ferripedo), welche 910 erstmals erwähnt werden ((''Clark, Bracy'' (1831). //An essay on the knowledge of the ancients respecting the art of shoeing the horse, and of the probable period of the commencement of this art.// 36, [4] S., [2] Tafeln, hier S. 33)). Archäologisch finden sich genagelte Hufeisen vereinzelt ab dem [[wiki:zeitleiste_reisegenerationen#6./7. Jahrhundert|6. Jahrhundert]] und sind bis zum [[wiki:zeitleiste_reisegenerationen#9. und 10. Jahrhundert|10. Jahrhundert]] weit verbreitet ((''Martini, Simone'' //Mittelalterliche und neuzeitliche Hufeisen im Rheinischen Landesmuseum Trier.// Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier : Aus der Arbeit des Rheinischen Landesmuseums Trier. 42 (2010), 70-90) )).
  
 → Liste von [[wiki:Liste Fahrender Händler |Bezeichnungen für Fahrende Händler]]\\  → Liste von [[wiki:Liste Fahrender Händler |Bezeichnungen für Fahrende Händler]]\\ 
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   *  ''Silverstein, Adam  J.''\\ //From Markets to Marvels: Jews on the Maritime route to China ca. 850-ca. 950 CE.//\\ Journal of Jewish Studies 58 (2007) 91–104. [[https://doi.org/10.18647/2707/JJS-2007|Online]]\\ Der Autor bezieht sich auf den "Reisebericht" des [[https://www.jewishencyclopedia.com/articles/5515-eldad-ben-mahli-ha-dan |Eldad ha-Dānī]] (=Eldad der Daniter), der als jüdischer reisender Händler um 880 in Nordafrika und Spanien nachgewiesen ist und in seinen hinterlassenen Schriften beschreibt, wie er als Schiffbrüchiger in Äthiopien landet, als Gefangener nach China gebracht kommt und schließlich über Persien, Armenien und das Zweistromland heimkehrt.   *  ''Silverstein, Adam  J.''\\ //From Markets to Marvels: Jews on the Maritime route to China ca. 850-ca. 950 CE.//\\ Journal of Jewish Studies 58 (2007) 91–104. [[https://doi.org/10.18647/2707/JJS-2007|Online]]\\ Der Autor bezieht sich auf den "Reisebericht" des [[https://www.jewishencyclopedia.com/articles/5515-eldad-ben-mahli-ha-dan |Eldad ha-Dānī]] (=Eldad der Daniter), der als jüdischer reisender Händler um 880 in Nordafrika und Spanien nachgewiesen ist und in seinen hinterlassenen Schriften beschreibt, wie er als Schiffbrüchiger in Äthiopien landet, als Gefangener nach China gebracht kommt und schließlich über Persien, Armenien und das Zweistromland heimkehrt.
   * ''Annette L. Juliano'', ''Judith A. Lerner'' (Hg.)\\ //Nomads, traders and holy men along China's silk road.//\\ (= Silk Road Studies, 7) Tagungsband. 125 S. Turnhout 2002: Brepols.   * ''Annette L. Juliano'', ''Judith A. Lerner'' (Hg.)\\ //Nomads, traders and holy men along China's silk road.//\\ (= Silk Road Studies, 7) Tagungsband. 125 S. Turnhout 2002: Brepols.
-  * ''Jason Emmanuel Neelis''\\ //Long-distance trade and the transmission of Buddhism through Northern Pakistan, primarily based on Kharoṣṭhī and Brāhmī Inscriptions .//\\ XIII, 599 S. PhD Diss., University of Washington 2001. UMI Dissertation services, Ann Arbor, Mich, 2001.\\ Die Dissertation geht aus von "Zürcher’s model of long-distance transmission through transit zones and Liu’s theory of the saptaratna"+  * ''Jason Emmanuel Neelis''\\ //Long-distance trade and the transmission of Buddhism through Northern Pakistan, primarily based on Kharoṣṭhī and Brāhmī Inscriptions .//\\ XIII, 599 S. PhD Diss., University of Washington 2001. UMI Dissertation services, Ann Arbor, Mich, 2001.\\ Die Dissertation geht aus von "Zürcher’s model of long-distance transmission through [[Transit|Transit]] zones and Liu’s theory of the saptaratna"
   * ''Jason Emmanuel Neelis''\\ //La Vieille Route Reconsidered: Alternative Paths for Early Transmission of Buddhism beyond the Borderlands of South Asia.//\\ Bulletin of the Asia Institute 16 (2006) 143–64. [[https://www.jstor.org/stable/24049163|Online]]. Der Titel ziert das Werk von ''A. Foucher'' und ''E. Bazin-Foucher'' (//La vieille route de l'Inde de Bactres à Taxila//, Paris 1942-47: Les Éditions d'art et d'histoire).   * ''Jason Emmanuel Neelis''\\ //La Vieille Route Reconsidered: Alternative Paths for Early Transmission of Buddhism beyond the Borderlands of South Asia.//\\ Bulletin of the Asia Institute 16 (2006) 143–64. [[https://www.jstor.org/stable/24049163|Online]]. Der Titel ziert das Werk von ''A. Foucher'' und ''E. Bazin-Foucher'' (//La vieille route de l'Inde de Bactres à Taxila//, Paris 1942-47: Les Éditions d'art et d'histoire).
   * ''Jason Emmanuel Neelis''\\ //Early Buddhist Transmission and Trade Networks: Mobility and Exchange within and beyond the Northwestern Borderlands of South Asia//.\\ (= Dynamics in the History of Religions, 2). Leiden 2011: Brill. Inhalt u.a.:\\ Road Map for [[wiki:traveller|Travelers]]; Models for the Movement of Buddhism; Merit, Merchants, and the Buddhist Sangha ... Cross-Cultural Transmission in Northwestern Contact Zones; Saka Migrants and Mediators between Central Asia and South Asia ... Trade Networks in Ancient South Asia ; Northern Route ([[wiki:grand_trunk_road|Uttarapatha]]) ; Southern Route (Daksinapatha) ; Seaports and Maritime Routes across the [[wiki:indik|Indian Ocean]]; Old Roads in the Northwestern Borderlands... [[wiki:routen|Routes]] of Buddhist Missionaries and Pilgrims to and from Gandhara ... Capillary Routes of the Upper Indus ... Long-Distance Transmission to Central Asian Silk Routes and China; [[wiki:seidenstrasse|Silk Routes]] of Eastern Central Asia   * ''Jason Emmanuel Neelis''\\ //Early Buddhist Transmission and Trade Networks: Mobility and Exchange within and beyond the Northwestern Borderlands of South Asia//.\\ (= Dynamics in the History of Religions, 2). Leiden 2011: Brill. Inhalt u.a.:\\ Road Map for [[wiki:traveller|Travelers]]; Models for the Movement of Buddhism; Merit, Merchants, and the Buddhist Sangha ... Cross-Cultural Transmission in Northwestern Contact Zones; Saka Migrants and Mediators between Central Asia and South Asia ... Trade Networks in Ancient South Asia ; Northern Route ([[wiki:grand_trunk_road|Uttarapatha]]) ; Southern Route (Daksinapatha) ; Seaports and Maritime Routes across the [[wiki:indik|Indian Ocean]]; Old Roads in the Northwestern Borderlands... [[wiki:routen|Routes]] of Buddhist Missionaries and Pilgrims to and from Gandhara ... Capillary Routes of the Upper Indus ... Long-Distance Transmission to Central Asian Silk Routes and China; [[wiki:seidenstrasse|Silk Routes]] of Eastern Central Asia
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