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wiki:1788_vorrede_koehler_reiseklugheit

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-Jahren zuließ, so muß man bedenken, daß er von Reisen zur Erlernung der Staatsklugheit redet. In anderer Absicht möchte man dieses Alter schwerlich für zweckmäßig halten. Mehrentheils bringt das spätere männliche Alter Verdrossenheit und Schwachheit mit sich. Man empfindet nicht mehr so lebhaft, das Auge ist nicht mehr so scharf, das Gedächtniß nicht so treu. Man ist leicht zu ängstlich bei Gefahren, zu empfindlich bei Verdrießlichkeiten und Grobheiten der Menschen, und wird dadurch an manchem Vergnügen verhindert. Das mittlere männliche Alter ist daher zu gelehrten Reisen unstreitig das bequemste, wenigstens dasjenige Jünglingsalter, welches sich mehr dem männlichen nähert. Selten wird ein zwanzigjähriger Jüngling allen denjenigen Nutzen von einer Reise haben, den er hätte haben können, wenn er noch einige Zeit gewartet hätte. Unterdessen kommt auch hier der Endzweck der Reisen, die schon erlangten Kenntnisse, und die Festigkeit des Characters in Betrachtung. Durch frühe [[bildungsreise|Bildung]] und glückliche Anlage kann jemand schon in jungen Jahren Greises Klugheit besitzen. ''Bernegger'' urtheilet sehr gut (§. 18. p. 26): //Animus iuuenilis aptior eft ad colligenda conseruandaque ea, ex quibus//+Jahren zuließ, so muß man bedenken, daß er von Reisen zur Erlernung der Staatsklugheit redet. In anderer Absicht möchte man dieses Alter schwerlich für zweckmäßig halten. Mehrentheils bringt das spätere männliche Alter Verdrossenheit und Schwachheit mit sich. Man empfindet nicht mehr so lebhaft, das Auge ist nicht mehr so scharf, das Gedächtniß nicht so treu. Man ist leicht zu ängstlich bei Gefahren, zu empfindlich bei Verdrießlichkeiten und Grobheiten der Menschen, und wird dadurch an manchem Vergnügen verhindert. Das mittlere männliche Alter ist daher zu gelehrten Reisen unstreitig das bequemste, wenigstens dasjenige Jünglingsalter, welches sich mehr dem männlichen nähert. Selten wird ein zwanzigjähriger Jüngling allen denjenigen Nutzen von einer Reise haben, den er hätte haben können, wenn er noch einige Zeit gewartet hätte. Unterdessen kommt auch hier der Endzweck der Reisen, die schon erlangten Kenntnisse, und die Festigkeit des Characters in Betrachtung. Durch frühe [[bildungsreise|Bildung]] und glückliche Anlage kann jemand schon in jungen Jahren Greises Klugheit besitzen. ''Bernegger'' urtheilet sehr gut (§. 18. p. 26): //Animus iuuenilis aptior est ad colligenda conseruandaque ea, ex quibus//
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