wiki:1788_vorrede_koehler_reiseklugheit
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| - | Jahren zuließ, so muß man bedenken, daß er von Reisen zur Erlernung der Staatsklugheit redet. In anderer Absicht möchte man dieses Alter schwerlich für zweckmäßig halten. Mehrentheils bringt das spätere männliche Alter Verdrossenheit und Schwachheit mit sich. Man empfindet nicht mehr so lebhaft, das Auge ist nicht mehr so scharf, das Gedächtniß nicht so treu. Man ist leicht zu ängstlich bei Gefahren, zu empfindlich bei Verdrießlichkeiten und Grobheiten der Menschen, und wird dadurch an manchem Vergnügen verhindert. Das mittlere männliche Alter ist daher zu gelehrten Reisen unstreitig das bequemste, wenigstens dasjenige Jünglingsalter, | + | Jahren zuließ, so muß man bedenken, daß er von Reisen zur Erlernung der Staatsklugheit redet. In anderer Absicht möchte man dieses Alter schwerlich für zweckmäßig halten. Mehrentheils bringt das spätere männliche Alter Verdrossenheit und Schwachheit mit sich. Man empfindet nicht mehr so lebhaft, das Auge ist nicht mehr so scharf, das Gedächtniß nicht so treu. Man ist leicht zu ängstlich bei Gefahren, zu empfindlich bei Verdrießlichkeiten und Grobheiten der Menschen, und wird dadurch an manchem Vergnügen verhindert. Das mittlere männliche Alter ist daher zu gelehrten Reisen unstreitig das bequemste, wenigstens dasjenige Jünglingsalter, |
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