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Die reisenden Helden aller Zeiten sind meist
tragische Gestalten: der Ritter Don Quijote, der Tramp Charlie Chaplin oder
Dennis Hopper in Easy Rider. Auf den Spuren der Helden von Karl May, Jack
London und B. Traven reisen nun schon fast vier Generationen.
Der Mensch sehnt sich nach Reisen – und nach Sicherheit. Reisende aus Berufung verzichten jedoch auf das soziale Netz. Warum vergeuden sie scheinbar unnütz ihre Zeit? Die Seßhaften schauten immer schon mißtrauisch auf Abenteurer, Alleinreisende, Aussteiger, Auswanderer, Bacchanten, Bergsteiger, Exilanten, fahrende Schüler und Studenten, Ferntouristen, Flaneure, Fremde, Gammler, Globetrotter, Gottsucher, Handwerksburschen, Heimatlose, Hippies, Hobos, homo viator, Jäger, Jet-Setter, Kreuzfahrer, Krieger, Kunden, Landstreicher, Missionare, Neugierige, Pilger, Radreisende, Raubritter, Reiseleiter, Reiseschriftsteller, Reisläufer, Revolutionstouristen, Scholaren, Seeleute, Singles, Sonntagsfahrer, Spaziergänger, Stadtstreicher, Tippelbrüder, Tippelschicksen, Touristen, Tramps, Träumer, Traveller, Trekker, Vagabunden, Vaganten, Wallfahrer, Walzbrüder, Wanderarbeiter, Wandervögel, Weltreisende …
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Kein Museum setzt diesen Rittern der Landstraße ein Denkmal. Doch das Archiv zur Geschichte des Individuellen Reisens, AGIR, sammelt und ordnet die unbeachteten und oft einmaligen Zeugnisse meist unbekannter Reisender. Eine Bibliothek mit rund 6000 Büchern ist so entstanden, mit 15 Metern Reisezeitschriften und etwa 20.000 Blättern und Broschüren. Darin finden sich sehr persönliche Schnappschüsse des Lebens als Reise und zeigen eine Welt, die nie mehr sein wird:
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