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Pressespiegel Deutsche Zentrale für Globetrotter dzg Autor

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Saarbrücker Zeitung Dienstag, 19.9.2000 von Wolfgang Weber

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  Anlaufstelle für alle Weltenbummler
   
  Die Deutschland-Zentrale für Globetrotter wurde nach Saarbrücken verlegt – Tipps und Ratschläge von Experten an Experten

 

Das Herz der rund 800 organisierten deutschen Weltenbummler schlägt künftig in der saarländischen Landeshauptstadt. Dort wurde jetzt die Deutschlandzentrale für alle Glo betrotter eingerichtet.
 

Saarbrücken (wow). In der 100 Quadratmeter großen Wohnung der NeuSaarbrücker Norbert Lüdtke und seiner Lebensgefährtin Sonja Roschy laufen seit kurzem alle Fäden der Deutschen Zentrale für Globetrotter (DZG) zusammen. Die Koffer und Kisten in der gemütlichen Behausung über dem Lokal "Zum Storch" in der Talstraße sind noch nicht ganz ausgepackt. Und doch funktioniert die deutsche Anlaufstelle für Globetrotter bereits reibungslos: "Tausendsassa" Norbert Lüdtke, 43, hat viel zu tun. Er ist zweiter Vorsitzender dieser Zentrale und hat mit seiner Partnerin, der gelernten Kauffrau Sonja Roschy, 36, die stellvertretende Vorsitzende des nationalen Clubs der Extremund Individualreisenden nach Saarbrücken mitgebracht. Bisher organisierten und verwalteten die beiden Abenteurer — wenn sie denn zu Hause waren — einen Großteil der Zentrale von ihrem bisherigen Wohnsitz Pulheim bei Köln aus. Großen Anteil daran, dass Norbert Lüdtke und Sonja Roschy ausgerechnet in Saarbrücken gelandet sind, hat mit Heinz RoxSchulz, 79, der "König der Globetrotter". Der altgediente Weltenbummler, lange Jahre überall auf dem Globus unterwegs, ist schon seit 20 Jahren Direktor eines wohl einzigartigen Abenteuermuseums im Alten Rathaus am Saarbrücker Schloss. "Wir waren insgesamt sieben Monate unterwegs in Tibet und China und wollten wieder sesshaft werden", erzählt Lüdtke, der früher Chemie mit technischen Schwerpunkten studiert hatte. Er wirkt eher wie ein bescheidener Selfmade-Unternehmer als ein Vollblut-Globetrotter mit der Liebe zu fernen Ländern und Kulturen. Vor der Langzeittour hatte der agile "Motor" der organisierten Bewegung der IndividualTouristen, Laborund Betriebserfahrungen gesammelt und war lange Zeit in der beruflichen Umwelt-Bildung tätig. Er gab sein Haus in Köln auf und änderte sein ganzes Leben.

Nach der strapaziösen Tour hatten sich Lüdtke und Freundin über zwölf Wochen lang Wohnungen im gesamten Südwesten der Republik angesehen. "Rox — er ist ja auch Ehrenvorsitzender der Globetrotter — hat uns dann auf die Wohnung in Saarbrücken aufmerksam gemacht." Heute sind beide "glücklich", dass sie hierzulande heimisch sind, wollen Land und Leuten näher kommen.

Noch lange nicht ist alles "an Bord" in der Talstraße: Lüdtke, schon seit vielen Jahren im Vorstand der DZG, befasst sich auch intensiv mit Geschichte, Kultur, Bedingungen und Folgen des Reisens. Kein Wunder, dass für etwa 150 Meter Reiseliteratur, etwa 6 000 Bücher, Tausende von Illustrierten und Berichten aus aller Welt und seine Loseblattsammlung in Saarbrücken kaum Platz vorhanden ist. "Das Gros lagert noch in einer Garage in Köln." Nur die wichtigsten Utensilien sind direkt greifbar. Die braucht der vielseitige GlobetrotterFunktionär auch, um den eigenwilligen Verband mit der DZG-Vorsitzenden Ulla Siegmund, Düsseldorf, seiner Partnerin, dem Kassierer Uwe Bretschneider aus Stuttgart und dem Schriftführer Thomas Simoneit aus München zu lenken.

Norbert Lüdtke, erfahren im Verlagsgeschäft, in der Werbung und der Pädagogik, will die Deutsche Zentrale für Globetrotter von Saarbrücken aus noch stärker professionalisieren. Kurz vor der Verwirklichung stehen eine ReiseKnow-how-Börse, ein Arbeitsmarkt-Angebot für Globetrotter (sechs Monate arbeiten, sechs Monate frei) und die Verbesserung der Reisepartnersuche im Internet. Dem vorläufig sesshaften Zugvogel und dem Vorstand schwebt vor, neben dem traditionellen Pfingsttreffen — 1999 feierte die DZG im Westerwald 25-Jähriges Bestehen — ein weiteres bundesweites Treffen an der Saar zu initiieren: "In Saarbrücken könnte auch der "Globetrotter des Jahres" gekürt werden". verrät Lüdtke seine Ideen.

Mit die bekanntesten Globetrotter und Abenteurer in Deutschland sind neben Wüstenfuchs "Sahara-Willy" Haussen, der Saarbrücker Heinz Rox-Schulz, Harald Melcher aus dem Schwarzwald, der seit fünf Jahren Expeditionen nach Papua durchführt, die Freiburger Elena Erat und Peter Materne, gerade mit dem Fahrrad um die Welt gefahren und der Hamburger Bäckermeister Rüdiger Nehberg, der erst im Frühjahr in einem ausgehöhlten Baumstamm von Afrika über den Atlantik nach Brasilien segelte und dort für das Überleben der Yanomami-lndianer kämpft.

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:Die Deutsche Zentrale für Globetrotter wurde 1974 in Hagen (Nordrhein-Westfalen) gegründet. Der offizielle Amtssitz ist Berlin. Stellvertretender Vorsitzender Norbert Lüdlke: "Da sitzt aber niemand, da geht's nur um die rechtliche Sache." Die Postadresse der Zentrale in Saarbrücken lautet: Talstraße 65, T (0681) 5959674, Fax (0681) 5959675. Aber die Zentralstelle für alle deutschen Globetrotter wickelt auch viel über Internet ab (E-Mail: norbert@globetrotter.org). Norbert Lüdtke, der Neu-Saarbrücker aus dem Rheinland betreut mit seiner Partnerin nicht nur die Mitglieder (750 in Deutschland und 50 im Ausland), engagiert sich auch im Internet, in der Öffentlichkeitsarbeit, wirkt beider Mitgliederzeitschrift "Der Trotter" mit, organisiert Treffen der "Spezies Nomaden" und beteiligt sich für die DeutschlandZentrale an überregionalen Fach-Ausstellungen. Vor zwei Jahren gab Autor Norbert Lüdlke im Auftrag der DZG "Das Selbstreise-Handbuch" ("10000 Ideen, Fakten und Adressen für Reisen auf eigene Faust") heraus, das bald in dritter Auflage erscheint, wow

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