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Reisen & Schreiben

 

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
Alexander von Humboldt

Wer von weither kommt, hat leicht lügen.
Voltaire

 

Nachfolgend finden sich Reisende aller Zeiten: Forscher und Entdecker, Spinner und Glücksritter, Abenteuerer und Phantasten ... Manche reisten, ohne zu schreiben - andere schrieben, ohne zu reisen.

Sie alle wurden aufgenommen, denn eines war ihnen gemeinsam: sie verehrten die Idee des Reisens.

 

 
Biographien in Büchern

Atlas der Entdeckungsreisen

 

In weinrotes Leinen gebunden weckt der großformatige Band hohe Erwartungen. Innen setzt sich die Großzügigkeit fort, viele Karten kommen doppelseitig, Texte sind auf einer Doppelseite abgeschlossen und lesefreundlich mit viel Weißraum versehen, das Layout ist elegant und ruhig.

In auffälligem Gegensatz zu den reichhaltigen historischen Karten stehen die schlichten modernen Karten, die den Themen wie »Auf den Spuren der Konquistadoren« beigegeben sind. Zackige Farbflächen betonen die am Computer entstandenen Karten. Darin sind die Routen der Entdecker anschaulich zu finden, an weiteren Details wurde jedoch gespart und selbst der Autor empfiehlt im Vorwort, einen modernen Atlas danebenzulegen. Das wird nicht viel helfen, wenn, wie auf der Karte »Unter der Glutsonne Arabiens« zwischen Bombay, Teheran, Mekka und Aden kein weiterer geographischer Name angegeben ist.

Weder werden die Routen der Karte systematisch im Text aufgegriffen, noch finden sich systematisch die geographischen Begriffe aus dem Text in der Karte verzeichnet. Im Konquistadorentext erhält jeder Name von Cabral bis Fawcett auf der Doppelseite einen Absatz mit manchmal nur 3, 4 Sätzen. Auch hier weiß das Vorwort Rat: Man nehme die im gleichen Verlag erschienenen Titel zu Hilfe: Lexikon der Abenteuerreisen sowie Lexikon der Abenteuer- und Reiseliteratur, um mehr zu erfahren. Der Text scheint also eher entbehrlich zu sein, die modernen Übersichtskarten wären auch auf weniger Platz noch großzügig, den gewonnenen Platz verdienten die historischen Karten. Fazit: Mehr Design als Sein.

Heinrich Pleticha

1. Auflage (=Edition Erdmann), Stuttgart: Thienemanns 2000. Leinenband mit Schutzumschlag und Fadenheftung 24 x 33 cm: 189 Seiten, Farbtafeln, durchgehend farbig bebildert.
Zeittafel & Entdeckungsgeschichte, zahlreiche Karten und Pläne Literatur, Register: Orte, Personen

Die großen Entdecker

Schon etwas älter, aber eine ernsthafte Konkurrenz zu obigem Band: Weniger schick, dafür größer, umfangreicher und erheblich lebendiger mit zahlreichen Abbildungen aus dem Umfeld von »Entdeckern und Entdeckten«, der Text erzählt eher Geschichten, alle Abbildungen sind ausführlich kommentiert. Leider ohne Literaturverzeichnis und wohl nur noch auf den Ramschtischen der Kaufhäuser mit Glück zu entdecken.

Paolo Novaresio (Text)

Erlangen: K. Müller 1996. Pappband mit Schutzumschlag und Fadenheftung 25,5 x 35,5 cm: 314 Seiten, mehrere hundert Farbabb., Karten und Pläne, Register und Bildnachweis

Lexikon der Entdeckungsreisen

Was gehört in ein Lexikon der Entdeckungsreisen? Die Entdecker? Ihre Expeditionen? Ihre Schiffe, Mitreisenden und Helfer? Die entdeckten Regionen und die »entdeckten« Völker? Pleticha und Schreiber haben sich für ein Lexikon der Entdecker entschieden und füllen damit fast 650 Seiten in zwei Bänden – das Thema scheint unendlich. In dieser Art scheint das Werk wirklich konkurrenzlos und enthält schätzungsweise 2500 Namen.

Natürlich kann man diskutieren, ob dieser oder jener fehlt, hier oder da mehr oder weniger zu sagen gewesen wäre. Aber nach welchen Kriterien wurde ausgewählt? Arved Fuchs erhält einen Eintrag, Sir Vivian Fuchs nicht, auch nicht Hillary als Everest-Erstbesteiger oder Juri Gagarin als erster Mensch im Weltraum. Wollte man sie alle aufnehmen, erhielte man die seit 1978 erscheinende »Enzyklopädie der Entdecker und Erforscher der Erde« (Graz), die bei 2500 Seiten und dem Buchstaben Q angelangt ist.

Was ich jedoch schmerzhaft vermisse, sind Zusammenhänge, Motive, Chronologien sowie ein Hinweis auf die wichtigsten Originalpublikationen dieser Entdecker jeweils unter ihrem Eintrag.

Heinrich Pleticha, Hermann Schreiber

Bd. 1 A-H, Bd. 2 I - Z
1. Auflage (=Edition Erdmann), Stuttgart: Thienemanns 1999. Leinenband mit Schutzumschlag 12,5 x 20,5 cm: je 319 Seiten, SW-Abb. im Text, Literatur, Personenregister 90 DM

Explorers and Discoverers of the World

Der erste Satz der Einführung definiert das Thema: »Exploration in this book is defined as systematic investigation while discovery means to make known, especially to make known to the wider world. Discovery does not mean that the explorers presented here were the first humans to have sen a place …” Es folgt eine Chronology of Exploration (8 Seiten) sowie zahlreiche Übersichtskarten mit Küsten, Flüssen, Städten.

Im Hauptteil erhalten die Entdecker ein bis zwei großformatige Doppelseiten; das beschränkt deren Anzahl auf 322 Personen, abschließend wird auf Quellen und Sekundärliteratur hingewiesen.

Daniel B. Baker (Hg.)

Detroit/USA: Gale 1993. Pappband 21 x 28 cm: 637 Seiten, Textabb., Pläne
Anhang: Glossar, Bibliographie, List of Explorers by Area Explored, List of Explorers by Place of Birth, Index

Die berühmten Entdecker und Forscher 80 Persönlichkeiten werden mehrseitig vorgestellt, ein 60seitiges Lexikon mit Kurzbiographien schließt sich an. Hervorragendes Bildmaterial. Einleitend mit einer "Psychologie des Welterforschers" von André Leroi-Gourhan sowie "Die Triebkräfte des Erforschertums" von Lucien Febvre. "Es gibt zwei Formen des Entdeckers: einmal den, welcher im Herzen fast aller Menschen lebt, und dann den anderen, den wirklichen, dreidimensionalen Menschen, der tatsächlich eines Tages aufbricht nach den Grenzen der Welt. Man kann über den zweiten nicht schreiben, ohne im leser die Vorstellung des ersten zu wecken. … Christoph Columbus, der Mann, der uns die andere Hälfte der Erdkugel schenkte, lebt in der Gedankenwelt des einfachen Menschen als gänzlich entpersonalisiertes Wesen, als Held …Zum Irrealen, das die Gestalt des Abfahrenden umgibt, gesellt sich das Irreale des Ziels seiner fahrt. Der Entdecker, der in uns lebt, gehört ins Märchen, in jenes schöne Märchen von der Sehnsucht, die Grenze des vertrauten Lebenskreises zu durchbrechen, auszuziehen nach den erahnten, jenseits der Berge liegenden Schätzen." A. L.-G. versucht sich vorsichtig an einer Typisierung und Klassifizierung, sucht nach Konstanten. LEROI-GOURHAN, ANDRE (HG.)

373 S., Genf: Kunstverlag Lucien Mazenod 1947
 

 

 
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