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Tove Simpfendörfer Der Teufel geht auf die JagdDas Leben des Aboriginals Ernie Holden1. Auflage, P. Hammer Wuppertal 2001. Broschur 12,5 x 20,5 cm: 168 Seiten 12,9 €
Der Autor studierte Theologie und Journalistik. Sechs Reisen nach Australien dienten eigentlich dem Studium, doch fand er Kultur und Leben der australischen Ureinwohner viel interessanter. Und weil dieses Interesse ehrlich war, erzählte ihm der Aborigine und Landarbeiter Ernie Holden auf einer wackligen Bank vor einer hölzernen Kirche sein Leben. Tove Simpfendörffer nahm es auf, schrieb es ab und machte daraus das vorliegende Buch. Da wird gesoffen und gehurt, geprügelt und geflucht: »Ich war erst sechzehn damals … Ich dachte: „Jetzt bin ich ein erwachsener Kerl. Ich arbeite für großes Geld. deshalb muß ich hart sein und ebenfalls saufen.“« Doch das ist Vergangenheit; die eigentliche Story beginnt, als Ernie seinen Dämon Alk loswerden will. In seinen Glaubensvorstellungen manifestiert sich darin der Teufel. Doch an Teufel kann nur glauben, wer auch an Gott glaubt. Ernie: »Weiße ignorieren den Teufel. Für sie lebt er nur in der Vorstellung. Aber wir Aboriginals sind uns bewußt, daß es diese dämonische macht gibt. Wir halten den Teufel für real.« Dieses Buch ist mehr als eine in Bukowski-Manier geschriebene harte Story. Ernie erzählt sie vor einer Kirche, nachdem er den Teufel besiegt hatte. Es ist daher auch die Story der Aboriginals, ihrer Schwächen und Stärken – ohne die Romantik der Traumpfade. Absolut empfehlenswert. - NL |