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Hagar Spohr

Die Reise nach Mekka

Eine deutsche Frau erzählt von ihrer Pilgerfahrt ins Herz des Islam

Bonndorf: Gorski & Spohr 1998. 22x13cm: 193 S., einige Abb., 2 Karten, Lit.-verz., Register, Geleitwort von Annemarie Schimmel. 24,80 DM.

Die Autorin wird mit 30 Jahren Muslimin und unternimmt 1990 eine Pilgerfahrt nach Mekka, per Bus mit 40 anderen Gläubigen. Die Strapazen sind enorm und manchen liegen die Nerven blank, so daß es nicht verwundert, wenn es hie und da zu Streitereien kommt.

Die heiligen Stätten des Pilgerweges werden sehr genau beschrieben, ebenso das Heiligtum Mekkas, die Ka’Ba und deren Geschichte. Man erfährt viel über die Verhaltensweisen muslimischer Frauen. Hagar Spohr ist Muslimin von ganzem Herzen und ihr Reisebericht ist wie ein persönliches Tagebuch verfasst, was aber auch oft zu endlosen Erzählungen über Begebenheiten führt, die den Leser weniger interessieren. Es gibt viele Sätze in türkischer Sprache mit Übersetzung. Das ist mühselig zu lesen, ebenso wie die nicht endenwollenden Namensaufzählungen.

Wer sich sehr für die islamische Religion interessiert und in die Denkweise einer Muslimin abtauchen möchte, interessiert sich bestimmt für dieses Buch. Als Reisebericht ist es weniger empfehlenswert.

Tip: 1958 erschien im Europa-Verlag in Wien das Buch Ich war in Mekka. Dieser Reise- und Erlebnisbericht schildert Marcella d’Arle’s eindrucksvolle Erlebnisse als Christin im heiligen Mekka. Siehe hierzu auch die Rezension von Nach Mekka. SR

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