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Alexandra David Néel & Detlev Brennecke (Hg.) Wanderer mit dem WindReisetagebücher in Briefen 1911-1917(=Alte Abenteuerliche Reiseberichte), Stuttgart: Weitbrecht in K. Thienemanns Vlg. 2000. Prägeleinen mit Schutzumschlag 12,5 x 20,5 cm: 331 Seiten, Textabb., Vorsatzkarten, Glossar, Literatrurhinweise – 22 € Diese Briefe erschienen erstmals 1979; der vorliegende Band ist eine leicht gekürzte Version der Erstauflage und beschränkt sich auf die Briefe während ihrer Reisezeit in Indien, Nepal und Tibet. David-Néel ist – wie Hedin – Abenteurerin und eine begnadete Reisekünstlerin, hatte sie doch aufgrund ihres Geschlechts viele Nachteile, die zu den normalen Reiseproblemen hinzukamen. Das mag dazu beigetragen haben, daß sie nicht wie Hedin zielstrebig von Jugend an Expeditionen anstrebte. Sie war ursprünglich Operndiva und Komponistin, verließ ihren Mann in ihrer Lebensmitte mit 43 Jahren und wurde durch Erfahrung und autodidaktische Anstrengungen zur anerkannten Buddhismusexpertin. Bis zu ihrem Tod mit 101 Jahren blieb ihr noch viel Zeit. Näheres erfährt man im Vorwort des Herausgebers oder in der südfranzösischen Stadt Digne. Dort befindet sich das äußerst sehenswerte Museum David-Néels in einer Villa am Stadtrand; hin und wieder werden buddhistische Feste gefeiert und Rituale von Mönchen abgehalten. Fast 15 Jahre verbrachte sie in und um Tibet, auch den ersten Weltkrieg. Sie reiste als Bettelfrau unerkannt nach Shigatse und Lhasa, mit ihrem angeblichen Sohn, dem Lama Yongden. Sie lernte Sprachen, sammelte alte tibetische Handschriften und Ritualgegenstände, lernte alles,was tibetische Lamas lernen. Zunehmend begann sie zu schreiben, wertete ihr Wissen und ihre Bücher aus. Die Briefe dieses Bandes sind gekürzt um intime Dinge. Dennoch vermitteln sie eine Innensicht, Einblick hinter die Kulissen ausgefeilter Publikationen. Welch ein Gegensatz zu der Person Sven Hedin. — NL
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