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Andreas Altmann Im Herz das FeuerUnterwegs von Kairo in den Süden Afrikas1. Auflage (=Lesereisen), Wien: Picus 2001. Pappband mit Schutzumschlag 10,5 x 20 cm: 132 Seiten, 13,9 €
Andreas Altmann ist Reporter, Buchautor, Schauspieler. Lebte in einem Ashram, einem Zenkloster, in New York und Mexico City. Vorübergehend war er auch Mitglied der DZG. Ein erfahrener Schreibender, ein belesener Reisender. Das Büchlein beschreibt eine Tour von Kairo durch den Sudan, die Zentralafrikanische Republik bis knapp hinein nach Zaire. Von dort fliegt Altmann nach Lubumbashi, reist weiter nach Sambia. Diese Strecken zählen zu den schwierigsten in Afrika und es gibt wohl kaum eine Erfahrung, die ein Reisender entlang dieser Route nicht machen kann. Altmann gibt nicht an mit seiner Leistung, erzählt sie fast lapidar auf den wenigen Seiten und schließt: »Meine Reise ist zu Ende. Unwiderruflich. Hier in Sambia … beginnt der Wohlstand. Und mit ihm die läppischste Form allen Reisens, der Tourismus … Um nichts muß ich mehr kämpfen … Das schwerwiegende Gefühl, mit allen Sinnen am Leben zu sein, es ist verschwunden.« Altmann ist Träger des Egon-Erwin-Kisch-Preises und kann seine Reiseerfahrungen mit der Kunst des Schreibens gut verkaufen. Etwas fehlte mir jedoch beim Lesen, seine Geschichten schienen mir künstlich und ich glaube, es liegt daran, daß Altmann von seinen Erfahrungen unberührt bleibt. Er ist auf der Suche und erlaubt es sich nicht zu finden. Zitiert er vielleicht deshalb pausenlos Erfahrungen anderer? Sein Art des Reisens bleibt leidenschaftslos, ohne Liebe zur Welt: »Don’t have fire, don’t have passion.« -NL |