Antiquariate |
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Bibliophile Antiquariate bieten Erstausgaben, Sammlerstücke, Handschriften, Wiegendrucke, Prachtausgaben ... Wissenschaftliche Antiquariate handeln mit Druckwerken als Mittel zur wissenschaftlichen Arbeit: Nachschlagewerke, Reihenwerke, Monographien, Fachzeitschriften, ... Kunstantiquariate handeln mit Büchern über Kunst bzw. Büchern, die selbst einen Kunstwert darstellen sowie mit künstlerischer Graphik bis hin zu Kunst-Antiquitäten. Moderne Antiquariate handeln mit Titeln der letzten Jahrzehnte, oft mit Taschenbüchern, Belletristik, Populärem, in Form von
Antiquariate sind organisiert als
Listen sind meist weniger umfangreich und weniger informativ. Häufiger als Kataloge bieten sie Stücke aus dem modernen Antiquariat oder ein breites Varia-Angebot. Kataloge sind meist aufwendiger und luxuriöser gemacht und mehr oder weniger teuer. Antiquare sammeln vielfach Bücher ihrer Spezialgebiete, um irgendwann einmal einen thematischen Katalog erstellen zu können. Je höherwertiger ein Buch, desto mehr Mühe macht sich der Antiquar damit:
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Buchbeschreibung |
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Die Buchbeschreibung sollte mindestens umfassen:
Als »nicht erwähnenswert« gelten »dem Alter entsprechende« Fehler, die »zwar nicht angegeben, aber stets im Preis berücksichtigt« sind: Das ist der Gummiparagraph des Antiquars! Achten Sie immer auf Seitenzahl und Format, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. |
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Preise |
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Preise ergeben sich für das
Diese Preise variieren mit a) dem Zustand des Buches (s. Tab. »Erhaltungszustand«) b) und mit der Nachfrage - das Alter eines Buches ist dagegen von untergeordneter Bedeutung! Große, fachlich versierte Spezialantiquariate verlangen hohe Preise - haben aber auch seltene Titel oft vorrätig, in sehr gutem Zustand, von Fachleuten eingehend durchgesehen. Deren Kataloge geben Einblick in die Preishierarchie gehobener Ware. Bücher des unteren Preissegments bekommen Sie anderswo billiger, mit Geduld und Mühe. Hier noch einige geldwerte Tips:
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Buchblock und Einband |
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Die gebräuchlichsten Begriffe werden nun kurz beschrieben: Ein Vorsatz(papier) verbindet Buchblock und Einband. (Mit »Nachsatz« ist das hintere Vorsatz gemeint.) Der Buchblock ist beschnitten am Kopf oder oberen Kapital; am Fuß, Schwanz oder unteren Kapital sowie vorn; ein Kapitalband deckt die Bindung an Kopf- und Fußschnitt ab. Bei guten Bücher werden die Lagen miteinander vernäht (Fadenheftung); jede Lage wurde aus einem großen Bogen gefaltet. In der Lagenmitte, Bruch oder Falz genannt, ist der Faden zu sehen. Die unbedruckten Ränder links und rechts der Falz bilden den Bundsteg.Tafeln sind ganzseitige Abbildungen, häufig in anderer Drucktechnik auf besserem Papier. Das Vorsatz wird nicht paginiert. Ihm folgt die oft mit römischen Ziffern paginierte Titelei: Der Schmutz- oder Vortitel geht dem eigentlichen Titelblatt voraus, seine Rückseite ist meist leer (Vakat). Manchmal ist dort ein Titelbild, -kupfer oder Frontispiz montiert, das der Titelseite gegenüber steht. Sehr alte Bücher haben kein Titelblatt, sondern schließen mit einer Titelzeile ab, dem Kolophon. Die Titelrückseite enthält das Impressum. Broschuren sind einfache, einteilige Einbände aus dickem, aber flexiblen Material, das bei englischen Broschuren etwas übersteht. Interimsbroschuren sollen nur vorübergehend schützen, bis privat ein besserer Einband erstellt wird. Paperbacks sind allseitig beschnittene und mit dem Buchblock am Rücken fest verklebte Broschuren. Papp- oder kartonierte Bände sind mehrteilig mit Vorder-
und Rückengelenken zwischen Vorder- und Rückendeckel
aus fester Pappe und dem Rücken aus meist dünnem Karton.
Papier, Kunststoff, Leinen, Leder usw. dienen als Bezugsstoffe. Bei Halbbänden
(HLn, HLdr) ist nur der Rücken, selten die Ecken, mit Leinen bzw.
Leder bezogen. Mit »O« werden Einbände des Verlegers
gekennzeichnet. Bibliothekseinbände sind haltbar und schlicht,
private Einbände oft aufwendig. Geprägte Einbände
können in den Vertiefungen vergoldet oder gefärbt
sein. Manchmal werden Titel- oder Rückenschilder separat erstellt
und aufgeklebt. Pergament ist übrigens kein Butterbrotpapier,
sondern ein bearbeitetes, fast weißes Schweineleder. Japanpapier
ist sehr dünn, fast durchsichtig, und dient zum Ausbessern. |
Erhaltungszustand |
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