Das unerträgliche Gefühl des Eingesperrt-SeinsReisen in Zeiten der Not und GefahrInhaltsübersichtFrei - aber in Indien gefangen? Vorbereitungen zur Flucht Die Suche nach Gleichgesinnten Solidarität und Erfolg Zwei Offiziere und fünf Inder? Sattlers Rückkehr In Tibet Eine Pille gegen jedes Übel Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt Warten auf die Gunst des Schicksals Über Nepal zurück ins Lager In Lhasa Die Flucht nach Burma 3.2 Der 2. Weltkrieg 1939-1945 Flucht aus Holland Das Ende einer Bergfahrt Glück gehabt? Der Legion entkommen 3.3 Mitten im Putsch I am sailin´ ... Illegal in Palästina Kriegsdienst in Helvetia Schiffbruch und Landurlaub Alles im Lot auf´m Boot Auch Flieger müssen fliehen Noch ein Flieger auf der Flucht Flucht aus Sibirien Von China nach Amerika Von New York nach Norwegen Bei Kriegsausbruch in Feindesland Bei Kriegsausbruch im neutralen Ausland Wer konnte reisen? Strategien der Flucht Peter Aufschnaiter Ludwig "Lutz"Chicken Gustav Fruhmann Heinrich Harrer Heins von Have Werner-Otto von Hentig Arthur Heye Oskar und Anita Iden-Zeller Erich Killinger Fritz Kolb Hans "Hanne" Kopp Edmund "Ede" Krämer Hans Lobenhoffer Rolf Magener Marchese Walter-Eberhard Freiherr von Medem Hans von Meiss-Teuffen Antoni-Ferdinand Ossendowski Herbert Paidar Erich Robert Petersen Gunther Plüschow Herbert Pritzke Wolfgang Gans Edler Herr zu Putlitz Slavomir Rawitsch Philip Rosenthal Colin Ross Friedel Sattler Ludwig Schmaderer
Denn zu bewundern und zu schaun,
Zu wandern, auf ein Nichts gestellt,
Was Gutes bracht´s mir nie im Traum
-
Könnt´s doch nicht lassen um
die Welt!
Rudyard Kipling
Stoßseufzer eines Soldaten
1 Vorbemerkung
Während langer Zeiten in diesem Jahrhundert war das Reisen oft undenkbar. Unterwegs waren dann meist Flüchtlinge, Gestrandete, Heimatlose, Soldaten. Wie erging es Reisenden, die im fremden Land vom Krieg überrascht wurden? Gab es freiwillig Reisende in den Kriegsjahren? Wie "reiste" man auf der Flucht? Die wohl berühmteste Flucht des 20. Jahrhunderts ist im ersten Kapitel beschrieben: Einzigartig ist, daß gleich fünf der sieben Flüchtenden ein Buch über ihre Erfahrungen geschrieben haben: Heinrich Harrer, Peter Aufschnaiter, Rolf Magener, Friedel Sattler und Hans Kopp. Im zweiten Kapitel folgen Einzelerfahrungen mit Krieg, Putsch, Internierung, dem Überleben in fremden Ländern und Möglichkeiten zur Heimkehr, entnommen aus Reiseberichten des Engländers Chatwin, der Polen Rawitsch und Ossendowski, der Österreicher Fruhmann, Aufschnaiter, Harrer und Kolb, des Schweizers Meiss-Teuffen sowie einiger Deutscher. Die einzige mir bekannte, freiwillige Reise während eines Weltkrieges wurde von Hans von Meiss-Teuffen unternommen und ist Gegenstand eines eigenen Kapitels. Rückblickend werden Gemeinsamkeiten der geschilderten Erfahrungen gezeigt. Die Biographien der wichtigsten erwähnten Personen bilden den Schluß dieses Beitrages, soweit sie sich aus deren Büchern, aus biographischer und bibliographischer Literatur rekonstruieren ließen. Über 60 Titel rund um Fluchterfahrungen enthält die Bibliographie. Im Text nicht verarbeitete Titel werden kurz beschrieben. Alles Unglück des Menschen kommt daher,
daß er nicht ruhig in einem Zimmer
verweilen kann.
Blaise Pascal
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